Herunterladen Inhalt Inhalt Diese Seite drucken

Referenz-Setzen; Referenzzustand Spannungsausfallsicher Speichern; Referenzierung Ohne Nullspur-Auswertung; Referenzierung Durch Externes Eingangs-Signal - Multitronic Ps50 Bedienungsanleitung

Inhaltsverzeichnis
9.2

Referenz-Setzen

REF. X:- 501.34
Ref.Pkt. setzen
Bei Referenz-Setzen wird im Gegensatz zur Referenzfahrt keine Positionierung durchgeführt; vielmehr wird die ak-
tuelle Istposition der Achse als Referenzpunkt interpretiert. Für das manuelle Referenz-Setzen sind keine Endschal-
ter notwendig. Dabei wird durch Tasten Pfeil auf/ab die Betriebsart Referenz-Setzen angewählt. Nach Auswertung
eines START-Signals wird der in Par. 22 programmierte manuelle Referenzpunkt unmittelbar gesetzt. Der Refe-
renzpunkt wird an der Stelle gesetzt, wo sich in diesem Moment die Achse befindet.
Diese Funktion kann bspw. beim Block-Fahren der Achsen angewendet werden.
9.3

Referenzzustand spannungsausfallsicher speichern

Üblicherweise wird nach jedem Trennen der PS50 von der Spannungsversorgung eine Referenzierung in irgendei-
ner Form notwendig - entweder durch Referenzfahrt oder Referenz-Setzen. In nicht referenziertem Zustand der
Steuerung ist kein automatischer Ablauf möglich. Der Referenzzustand geht auch dann verloren, wenn "referenz-
sensitive" Parameter verändert wurden. Dies sind solche Parameter die Einfluß auf das Vermaßungssystem neh-
men - also Referenzpunkt, Übersetzung, Drehgeber-Impulse, o.ä.
Durch Setzen des Par. 25 = 1 wird der aktuelle Istwert der Achse und der Referenzzustand im Moment des Aus-
schaltens gespeichert. Nach Wiedereinschalten werden diese Daten restauriert, d.h. die Steuerung ist sofort be-
triebsbereit und ggf. referenziert. Ein mögliches Problem ist bei diesem Verfahren jedoch zu beachten: Eine Bewe-
gung der Achse nach dem Ausschalten der Steuerung wird von der Steuerung nicht erfaßt, d. h. diese Information
geht verloren. Die Steuerung meldet nach dem Einschalten die Referenz, tatsächlich sind aber Istwert Steuerung
und Istwert Achse nicht mehr identisch. Dieses Verfahren ist also nur dann anzuwenden, wenn sichergestellt ist, daß
die Achse nach Abschalten der Steuerung nicht mehr bewegt werden kann.
9.4

Referenzierung ohne Nullspur-Auswertung

Wie bereits in [9.1] beschrieben, wird bei der Referenzfahrt das Nullspursignal des verwendeten Inkremental-
Meßsystems ausgewertet. Das Nullspursignal kommt bei Inkremental-Drehgebern einmal pro Umdrehung. Bei der
Referenzfahrt wird nach Auswertung, Richtungsumkehr und Verlassen des Endschalters die Auswertung der Null-
spur aktiviert. Beim nächsten Nullspursignal erfolgt das Setzen des Referenzpunktes.
Der Vorteil bei diesem Verfahren ist, daß der Referenzpunkt mit der Genauigkeit des Meßsystems gesetzt wird. Als
Nachteil kann man werten, daß überhaupt ein Nullspursignal zur Referenzierung erforderlich ist.
Einige Inkremental-Meßsysteme verfügen nicht über Nullspursignale (z. B. manche Linearmaßstäbe). Durch Setzen
des Par. 27 = 1 wird die Funktion „Referenzierung ohne Nullspur-Auswertung" aktiviert. Bei diesem Verfahren wird
der Referenzpunkt beim Verlassen des ausgewerteten Endschalters gesetzt. Der Nachteil dieses Verfahrens ist,
daß die Referenzierung nur mit der Genauigkeit des Endschalters erfolgt; i. a. ist diese Genauigkeit kleiner als die
des Meß-Systems. Außerdem kann es zu Abweichungen zwischen 2 Referenzfahrten kommen (Wiederholgenauig-
keit).
9.5

Referenzierung durch externes Eingangs-Signal

Diese Funktion ist nur möglich mit der Option SPS-Schnittstelle.
Bisher wurde die Referenzfahrt durch das Bedienfeld der PS50 initiiert. Durch den digitalen Eingang E07 kann das
Referenzieren auch extern gestartet werden. Dabei kann über den Par. 26 bestimmt werden ob eine 0->1 Flanke
auf Eingang E07 eine Referenzfahrt oder das Referenz Setzen initiiert.
Par.26=0
E07 löst Referenzfahrt aus
Par.26=1
E07 löst das sofortige Referenzieren aus
Die Auslösung der Referenzierung durch E07 ist unabhängig von der aktuellen Betriebsart der PS50.
Stand:29.10.1999
B e d i e n u n g s a n l e i t u n g P S 5 0
Seite 36
Inhaltsverzeichnis
loading

Inhaltsverzeichnis