Art der Signalspannung
Mit dem HM203-5 können praktisch alle sich periodisch
wiederholende
Signalarten oszilloskopiert werden, deren
Frequenzspektrum unter 20 MHz liegt. Die Darstellung ein-
facher elektrischer Vorgänge, wie sinusförmige HF- und
NF-Sigriale Oder netzfrequente Brummspannungen. ist in
jeder Hinsicht problemlos. Bei der Aufzeichnung rechteck-
Oder impulsartiger Signalspannungen ist zu beachten, daß
auch deren Oberwellenanteile
sen. Die Folgefrequenz des Signals muß deshalb wesent-
lich kleiner sein als die obere Grenzfrequenz des Vertikal-
verstärkers. Eine genauere Auswertung solcher Signale mit
dern HM203-5 ist deshalb nur bis ca. 2 MHz Folgefrequenz
möglich. Schwieriger ist das Oszilloskopieren von Signalge-
mischen. besonders dann, wenn darin keine mit der Folge-
frequenz ständig wiederkehrende höheren Pegelwerte ent-
halten Sind, auf die getriggert werden kann. Dies ist Z.B. bei
Burst-Signalen der Fall. IJm auch dann ein gut getriggertes
Bild zu erhalten, ist u. U. die Zuhilfenahme
lers erforderlich. Fernseh-Video-Signale
triggerbar. Allerdings muß bei Aufzeichnungen mit Bildfre-
quenz der TRIG.-Wahlschalter in Stellung LF stehen. Dann
werden die schnelleren Zeilenimpulse durch ein Tiefpaß-Fil-
ter so weit abgeschwächt, daß bei entsprechender Pegel-
einstellung leicht auf die vordere Oder hintere Flanke des
Bildimpulses getriggert werden kann.
Für den wahlweisen Betrieb als Wechsel- Oder Gleichspan-
nungsverstärker hat der Vertikalverstärker-Eingang
DC/AC-Schalter (DC = direct current; AC = alternating cur-
rent). Mit Gleichstromkopplung
schaltetem Tastteiler Oder bei sehr niedrigen Frequenzen
gearbeitet werden, Oder wenn die Erfassung des Gleich-
spannungsanteils der Signalspannung unbedingt erforder-
lich ist.
Bei der Aufzeichnung sehr niederfrequenter Impulse kön-
nen bei AC-Wechselstromkopplung
störende
Dachschrägen
auftreten
Hz für —3dB). In diesem Falle ist, wenn die Signalspan-
nung nicht mit einem hohen Gleichspannungspegel überla-
gert ist, die DC-Kopplung vorzuziehen. Andernfalls muß vor
den Eingang des auf DC-Kopplung geschalteten Meßver-
stärkers ein entsprechend großer Kondensator geschaltet
werden. Dieser muß eine genügend große Spannungsfe-
stigkeit besitzen. DC-Kopplung ist auch für die Darstellung
von Logik- und Impuls-Signalen zu empfehlen, besonders
dann, wenn sich dabei das Tastverhältnis ständig ändert.
Andernfalls Wird sich das Bild bei jeder Änderung auf- Oder
abwärts bewegen. Reine Gleichspannungen
mit DC-Kopplung gemessen werden.
Größe der Signalspannung
In der allgemeinen Elektrotechnik
Wechselspannungsangaben
Ånderungen vorbehalten
übertragen werden müs-
des Zeit-Feinstel-
sind relativ leicht
einen
DC sollte nur bei vorge-
des Vertikalverstärkers
(AC-Grenzfrequenz
können nur
bezieht man sich bei
in der Regel auf den Effektiv-
wert. Für Signalgrößen und Spannungsbezeichnungen
der Oszilloskopie Wird jedoch der Vss-Wert (Volt-Spitze-
Spitze) verwendet.
Potentialverhältnissen zwischen dem positivsten und nega-
tivsten Punkt einer Spannung.
Will man eine auf dem Oszilloskopschirm aufgezeichnete
sinusförmige
Größe auf ihren Effektivwert
muß der sichin VssergebendeWert durch2 x a
dividiert werden. Umgekehrt ist zu beachten, daß in Veff
angegebene sinusförmige
Potentialunterschied
verschiedenen Spannungsgrößen sind aus der nachfolgen-
den Abbildung ersichtlich.
Vs
Veff
Spannungswerte
an einer Sinuskurve
Veff = Effektivwert:
Vs = einfacher Spitzenwert;
Vss = Spitze-Spitze-Wert; Vmom
Die minimal erforderliche Signalspannung am Y-Eingang für
ein 1 cm hohes Bild beträgt ca. 2mVss, wenn der Feinstell-
Knopf am auf 5mV/cm
ter bis zum Anschlag nach rechts gedreht ist. Es können
jedoch auch noch kleinere Signale aufgezeichnet werden.
Die Ablenkkoeffizienten am Eingangsteiler sind in mVss/cm
OderVss/cm angegeben. Die Größe der angelegten Span-
nung ermittelt
man durch Multiplikation
ten Ablenkkoeffizienten
len Bildhöfr.e in cm. Wird mit Tastteiler 10:1 gearbeitet, ist
ca.
nochmals
r:
10 zu multipilizieren.
sungen muß der Feinsteller
in seiner calibrierten
recht nach links zeigend). Wird der Feinstellknopf nach
rechts gedreht, erhöht sich die Empfindlichkeit in jeder Tei-
lerschalterstellung mindestens um den Faktor 2.5. So kann
jeder Zwischenwert
stellt werden. Bei direktem Anschluß an den Y-Eingang sind
Signale bis 160 Vssdarstellbar (Teilerschalter auf 20 V/cm.
Feinsteller auf Linksanschlag).
Mit den Bezeichnungen
H = Höhe in cm des Schirmbildes,
U = Spannung in Vss des Signals am Y-Eingang,
A = Ablenkkoeffizient
läßt sich aus gegebenen zwei Werten die dritte Größe
errechnen:
Letzterer entspricht
den wirklichen
umrechnen.
Spannungen den 2,83fachen
in Vss haben. Die Beziehungen der
= Momentanwert
eingestellten Eingangsteilerschal-
des eingestell-
mit der abgelesenen
Für Amplitudenmes-
am Eingangsteilerschalter
Stellung CAL. stehen (Pfeil waage-
innerhalb der 1-2-5 Abstufung eingæ
in V/cm
am Teilerschalter
In
= 2,83
Vmom
Vss
vertika-
M3
203-5