Art der Signalspannung
Mit dem HM605 können praktisch alle sich periodisch wie-
derholende Signalarten oszilloskopiert werden, deren Fre-
quenzspektrum
unter 60 MHz liegt. Die Darstellung
Cher elektrischer Vorgänge, wie sinusförmige HF- und NF-
Signale Oder netzfrequente Brummspannungen,
Hinsicht problemlos. Bei der Aufzeichnung rechteck- Oder
impulsartiger
Signalspannungen
deren Oberwellenanteile
Folgefrequenz des Signals muß deshalb wesentlich kleiner
sein als die obere Grenzfrequenz
Eine genauere
Auswertung
HM605 ist deshalb nur bis ca. 6 MHz Folgefrequenz mög-
lich. Schwieriger ist das Oszilloskopieren von Signalgemi-
schen, besonders dann, wenn darin keine mit der Folgefre-
quenz ständig wiederkehrende
ten Sind, auf die getriggert werden kann. Dies ist Z.B. bei
Burst-Signalen der Fall. Um auch dann ein gut getriggertes
Bild zu erhalten, ist u.U. die Zuhilfenahme
lers und/oder der HOLD-OFF-Zeit-Einstellung
Fernseh-Video-Signale
dings muß bei Aufzeichnungen mit Bildfrequenz der TRIG.
Wahlschalter
in Stellung LF stehen. Dann werden
schnelleren Zeilenimpulse durch ein Tiefpaß-Filter so weit
abgeschwächt,
daß bei entsprechender
leicht auf die vordere Oder hintere Flanke des Bildimpulses
getriggert werden kann.
Für den wahlweisen Betrieb als Wechsel- Oder Gleichspan-
nungsverstärker
hat der Vertikalverstärker-Eingang
DC/AC-Schalter (DC = direct current; AC = alternating cur-
rent). Mit Gleichstromkopplung DC sollte nur bei vorge-
schaltetem Tastteiler Oder bei sehr niedrigen Frequenzen
gearbeitet werden, Oder wenn die Erfassung des Gleich-
spannungsanteils der Signalspannung unbedingt erforder-
lich ist.
Bei der Aufzeichnung sehr niederfrequenter
nen bei AC-Wechselstromkopplung
störende Dachschrägen auftreten (AC-Grenzfrequenz ca.
3,5Hz für —3dB). In diesem Falle ist, wenn die Signalspan-
nung nicht mit einem hohen Gleichspannungspegel überla-
gert iSti die DC-Kopplung vorzuziehen. Andernfalls muß vor
den Eingang des auf DC-Kopplung geschalteten
stärkers ein entsprechend großer Kondensator geschaltet
werden. Dieser muß eine genügend große Spannungsfe-
stigkeit besitzen. DC-Kopplung ist auch für die Darstellung
von Logik- und Impuls-Signalen zu empfehlen, besonders
dann, wenn sich dabei das Tastverhältnis ständig ändert.
Andernfalls Wird sich das Bild bei jeder Änderung auf- Oder
abwärts bewegen.
Reine Gleichspannungen
mit DC-Kopplung gemessen werden.
Größe der Signalspannung
In der allgemeinen
Elektrotechnik
Wechselspannungsangaben
Anderungenvorbehalten
ist in jeder
ist zu beachten,
daß auch
übertragen
werden
müssen. Die
des Vertikalverstärkers.
solcher
Signale mit dem
höheren Pegelwerte
des Zeit-Feinstel-
erforderlich.
sind relativ leicht triggerbar. Aller-
Pegeleinstellung
Impulse kön-
des Vertikalverstärkers
können nur
bezieht man sich bei
in der Regel auf den Effektiv-
wert. Für Signalgrößen und Spannungsbezeichnungen
der Oszilloskopie
Spitze) vemendet.
Potentialverhältnissen
einfa-
tivsten Punkt einer Spannung.
Will man eine auf dem Oszilloskopschirm
sinusförmige
muß der sich in Vss ergebende Wert durch 2 x
dividiert werden. Umgekehrt ist zu beachten, daß in Veff
angegebene
Potentialunterschied
verschiedenen Spannungsgrößen sind aus der nachfolgen-
den Abbildung ersichtlich.
enthal-
Vs
Veff
die
Spannungswerte
Vetf = Effektivwert:
Vss= Spitze-Spitze-Wert; Vmorn
Die minimal erforderliche Signalspannung am Y-Eingang für
ein 1 cm hohes Bild beträgt ca. 1 mVss. wenn der Feinstell-
einen
Knopf am auf 5mV/cm
ter bis zum Anschlag nach rechts gedreht und gezogen ist.
Es können jedoch auch noch kleinere Signale aufgezeichnet
werden. Die Ablenkkoeffizienten
mVss/cm Oder Vss/cm angegeben. Die Größe der angeleg-
ten Spannung
eingestellten
vertikalen
Bildhöhe
beitet, ist nochmals mit 10 zu multipilizieren. FürAmplitu-
denmessungen
schalter
in seiner
(Pfeil waagerecht nach rechts zeigend). Wird der Feinstell-
knopf nach links gedreht, verringert sich die Empfindlichkeit
Meßver-
in jeder Teilerschaltersteilung
2,5. So kann jeder Zwischenwert
fung eingestellt werden. Bei direktem Anschluß an den Y-
Eingang sind Signale bis 400 Vss darstellbar (Teilerschalter
auf 20 V/cm, Feinstelier auf Linksanschlag).
Wird der Feinstellknopf gezogen (MAG X5), erhöht sich die
Empfindlichkeit
tor 5. In derTeiierschalterstellung
anschiag des Feinstellknopfes
Ablenkkoeffizienten
tels des gezogenen Feinstellknopfes
5mV/cm
sinnvoll
zierte Bandbreite. erschwerte Triggerung).
Wird jedoch der Vss-Wert (Volt-Spitze-
Letzterer entspricht
zwischen dem positivsten und nega-
Größe
auf ihren
Effektivwert
sinusförmige
Spannungen
in Vss haben. Die Beziehungen der
an einer Sinuskurve
Vs = einfacher Spitzenwert:
= Momentanwert
eingestellten
Eingangsteilerschal-
am Eingangsteiler sind in
ermittelt
man durch Multiplikation
Ablenkkoeffizienten
mit der abgelesenen
in cm. Wird mit Tastteiier 10: 1 gear-
muß der Feinsteller
am Eingangsteiler-
calibrierten
Stellung
mindestens um den Faktor
innerhalb der 1-2-5 Abstu-
in jeder Teilerschaltersteliung
5 mV/cm und bei Rechts-
erhält man dann einen
von 1mV/cm.
Diese Y-Dehnung mit-
ist nur in der Stellung
(vermehrtes
Verstärkerrauschen,
in
den wirklichen
aufgezeichnete
umrechnen,
= 2,83
den 2,83fachen
Vmom
Vss
des
CAL. stehen
um den Fak-
redu-
M3
605