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Grohe Der Signalspannung - Hameg Instruments Hm806 Bedienungsanleitung

Inhaltsverzeichnis
Art der
Signalspannung
Mit
dem HM806
konnen
praktisch
alle
sich
periodisch
wie-
derholende
Signalarten oszilloskopiert
warden, deren
Fre-
quenzspektrum
unter
80
MHz
liegt.
Die Darstellung
einfa-
cher
elektrischer
Vorgange,
wie
sinusformige HF-
und NF-
Signale
Oder netzfrequente
Brummspannungen,
ist in
jeder
Hinsicht
problemlos.
Bei
der
Aufzeichnung
rechteck-
Oder
impulsartiger
Signalspannungen
ist
zu beachten,
daB auch
deren Oberwellenanteile
uhenragen
werden
mussen.
Die
Folgefrequenz
des
Signals
muB
deshalb wesentlich
kleiner
sein
als
die
obere Grenzfrequenz des
Vertikalverstarkers.
Fine
genauere
Auswertung
solcher Signale
mit
dem
HM806
ist
deshalb nur
bis ca.
8
MHz
Folgefrequenz
mog-
lich.
Schwieriger
ist
das
Oszilloskopieren
von
Signalgemi-
schen,
besonders
dann,
wenn
darin
keine mit der
Folgefre-
quenz
standig
wiederkehrende hoheren Pegelwerte
enthal-
ten
sind,
auf
die getriggert
werden
kann.
Dies
ist
z.B. bei
Burst-Signalen der
Fall.
Um
auch dann
ein
gut
getriggertes
Bild
zu
erhalten,
ist
u.U.
dieZuhilfenahme
desZeit-Feinstel-
lers
und/oder der HOLD-OFF-Zeit-Einstellung
erforderlich.
Video-Signale
sind
mit
Hilfe
des
aktiven
TV-Sync.-Separa-
tors
(TV
SEP.-Schalter)
leicht triggerbar.
Fur
den wahlweisen
Betrieb
als
Gleich-
Oder
Wechselspan-
nungsverstarker
hat
der
Vertikalverstarker-Eingang
einen
DC/AC-Schalter
(DC
=
direct current;
AC
=
alternating cur-
rent).
Mit Gleichstromkopplung
DC
sollte
nur
bei
vorge-
schaltetem
Tastteiler
oder
bei
sehr
niedrigen
Frequenzen
gearbeitet
werden, Oder
wenn
die
Erfassung
des
Gleich-
spannungsanteils der Signalspannung unbedingt
erforder-
lich
ist.
Bei
der
Aufzeichnung sehr
niederfrequenter
Impulse
kon-
nen
bei
AC-Wechselstromkopplung des
Vertikalverstarkers
stdrende
Dachschragen
auftreten
(AC-Grenzfrequenz
ca.
3,5
Hz
fur
-3dB).
In
diesem
Falle
ist,
wenn
die
Signalspan-
nung
nicht
mit
einem hohen
Gleichspannungspegel
uberla-
gert
ist,
die
DC-Kopplung
vorzuziehen, Andernfalls
muB
vor
den
Eingang des
auf
DC-Kopplung
geschalteten
MeBver-
starkers
ein
entsprechend groBer Kondensator
geschaltet
werden.
Dieser
muB
eine
genugend
groBe Spannungsfe-
stigkeit
besitzen.
DC-Kopplung
ist
auch
fur
die
Darstellung
von
Logik-
und
Impuls-Signalen zu
empfehlen, besonders
dann,
wenn
sich
dabei
das
Tastverhaltnis standig andert.
Andernfalls wird
sich
das
Bild
bei
jeder
Anderung
auf-
oder
abwarts
bewegen.
Reine
Gleichspannungen konnen
nur
mit
DC-Kopplung
gemessen
werden.
GroHe
der
Signalspannung
In
der allgemeinen
Elektrotechnik bezieht
man
sich bei
Wechselspannungsangaben
in
der Regel auf
den
Effektiv-
wert. Fur
SignalgroBen
und Spannungsbezeichnungen
in
der
Oszilloskopie
wird jedoch der Vgs-Wert
(Volt-Spitze-
Spitze)
verwendet.
Letzterer entspricht
den
wirklichen
Potentialverhaltnissen
zwischen
dem
positivsten
und
nega-
tivsten
Punkt
einer
Spannung.
Will
man
eine auf
dem
Oszilloskopschirm aufgezeichnete
sinusformige
GroBe
auf
ihren
Effektivwert
umrechnen,
muB
der
sich
in
Vgg
ergebende
Wert
durch
2 x
=
2,83
dividiert
werden.
Umgekehrt
ist
zu beachten,
daB
in
Vgff
angegebene
sinusformige
Spannungen den
2,83fachen
Potentialunterschied
in
Vgg haben. Die
Beziehungen
der
verschiedenen
SpannungsgroBen
sind
aus
der nachfolgen-
den
Abbildung
ersichtiich.
Spannungswerte
an
einer
Sinuskurve
Veff
=
Effektivwert;
Vj
=
einfacher Spitzenwert;
Vgs
=
Spitze-Spitze-Wert;
Vmom =
Momentanwert
Die minimal
erforderliche
Signalspannungen an den
Y-Ein-
gangen von
CH
I
und
CH
II
fur ein
1
cm
hohes
Bild
betragt
ca.
1
mVss,
wenn
der Feinstell-Knopf
am
auf
5
mV/cm
einge-
stellten
Eingangsteilerschalter
bis
zum
Anschlag nach
rechts
gedreht
und gezogen
ist.
Es
konnen
jedoch auch
noch
kleinere
Signale
dargestellt
werden.
Die Ablenkkoeffi-
zienten
am
Eingangsteiler sind
in
mVgg/cm
oder Vgg/cm
angegeben. Die
GroBe
der angelegten
Spannung
ermit-
telt
man
durch
Multiplikation
des
eingestellten
Ablenk-
koeffizienten
mit der abgeiesenen
vertikalen
Bildhohe
in
cm. Wird
mitTastteiler 10:1 gearbeitet,
ist
nochmals
mit
10
zu
multipilizieren.
Fur
Amplitudenmessungen
muR
der
Feinsteller
am
Eingangsteiierschalter
in
seiner
cali-
brierten
Stellung
CAL. stehen
(Pfeil
waagerecht nach
rechts zeigend).
Wird
der
Feinstellknopf
nach
links
gedreht,
verringert sich die
Empfindlichkeit
in
jeder
Teilerschalter-
stellung
mindestens
um
den
Faktor2,5.
So
kann
jeder
Zwi-
schenwert
innerhalb
der
1-2-5
Abstufung
eingestellt
wer-
den.
Bei
direktem
AnschluB
an
die
Eingange
CH
l/CH
II
sind
Signale
bis
lOOVgs
darstellbar (Teilerschalter
auf
5V/cm,
Feinsteller
auf Linksanschlag).
Wird
der
Feinstellknopf
gezogen
(MAG
x5),
erhoht
sich die
Empfindlichkeit
in
jeder Teilerschalterstellung
um
den
Fak-
tor5.
lnderTeilerschalterstellung5mV/cm und
bei
Rechts-
anschlag
des
Feinstellknopfes
erhalt
man
dann
einen
Ablenkkoeffizienten
von
1
mV/cm.
Diese
Y-Dehnung
mit-
tels
des gezogenen
Feinstellknopfes
ist
nur
in
der
Stellung
5
mV/cm
sinnvoll
(vermehrtes Verstarkerrauschen,
redu-
zierte
Bandbreite,
erschwerte
Triggerung).
Der
Ablenkkoeffizient
von
CH
III
betragt
bei
Rechtsanschlag
des
Feinstellknopfes
VAR.
CH
III
(kalibriert)
50mVss/cm,
bei
Linksanschlag
(unkalibriert)
mindestens 250mVss/cm.
Anderungen
vorbehalten
M3
806
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