Testplan
Allgemeines
Dieser Testplan soil helfen, in gewissen Zeitabstanden
und ohne groUen Aufwand an Meflgeraten die wichtig-
sten Funktionen des HM305 zu uberprufen. Aus dem Test
eventuell resultierende Korrekturen und Abgleicharbeiten
im Innern des Cerates sind in der Service-Anleitung
beschrieben. Sie sollten jedoch nur von Personen mit
entsprechender Fachkenntnis durchgefuhrt werden.
Wie bei den Voreinstellungen ist darauf zu achten, dafS
zunachst alle Knopfe mit Pfeilen in Kalibrierstellung ste-
hen. Keine der Tasten soil gedruckt sein. TRIG.-Wahl-
schalter auf AC. Es wird empfohlen, das Oszilloskop
schon ca. 20 Minuten vor Testbeginn einzuschalten.
Strahirdhre, Helligkeit und Scharfe,
Linearitat, Rasterverzeichnung
Die Strahirdhre im HM305 hat normalerweise eine gute
Flelligkeit. Ein Nachlassen derselben kann nur visuell
beurteilt werden. Eine gewisse Randunscharfe ist jedoch
in Kauf zu nehmen. Sie ist rohrentechnisch bedingt. Zu
geringe Helligkeit kann die Folge zu kleiner Hochspannung
sein. Dies erkennt man leicht an der dann stark vergroSer-
ten Empfindlichkeit des Vertikalverstarkers. Der Einstell-
bereich fur maximale und minimale Helligkeit muS so
liegen, da(J kurz vor Linksanschlag des INTENS.-Eins-
tellers der Strahl gerade verldscht und bei Rechtsanschlag
die Scharfe und Strahibreite noch akzeptabel sind.
Auf keinen Fall darf bei maximaler Intensitat mit
Zeitablenkung der Riicklauf sichtbar sein. Auch bei
gedriickter Taste XY muli sich der Strahl vollig ver-
dunkeln lassen. Dabei ist zu beachten, dafJ bei starken
Helligkeitsveranderungen immer neu fokussiert werden
mu(J. Auflerdem soil bei max. Helligkeit kein ,,Pumpen"
des Bildes auftreten. Letzteres bedeutet, dafS die Stabili¬
sation der Hochspannungsversorgung nicht in Ordnung
ist. Die Potentiometer fur minimale und maximale Hellig¬
keit sind nur innen zuganglich .
Ebenfalls rohrentechnisch bedingt sind gewisse Toleran-
zen der Linearitat und Rasterverzeichnung. Sie sind in
Kauf zu nehmen, wenn die vom Rohrenhersteller angege-
benen Grenzwerte nicht uberschritten werden. Auch
hierbei sind speziell die Randzonen des Schirms betrof-
fen. Ebenso gibt es Toleranzen der Achsen- und Mitten-
abweichung. Alle diese Grenzwerte werden von HAM EG
uberwacht. Das Aussucheneinertoleranzfreien Bildrohre
ist praktisch unmoglich (zu viele Parameter).
Astigmatism uskontrolle
Es ist zu prufen, ob sich die maximale Scharfe waagerech-
ter und senkrechter Linien bei derselben FOCUS-Knopf-
einstellung ergibt. Man erkennt dies am besten bei der
Abbildung eines Rechtecksignals hoherer Frequenz (ca.
1 MHz). Bei normaler Helligkeit werden mit dem FOCUS-
Regler die waagerechten Linien des Rechtecks auf die
bestmogliche Scharfe eingestellt. Die senkrechten Linien
mussen jetzt auch die maximale Scharfe haben. Wenn
sich diese jedoch durch die Betatigung des FOCUS-
Reglers verbessern la(5t, ist eine Astigmatismus-Korrek-
tur erforderlich. Hierfur befindet sich im Gerat ein Poten¬
tiometer von 47kf2 (siehe Service-Anleitung).
Symmetric und Drift
des Vertikalverstarkers
Beide Eigenschaften werden im wesentlichen von den
Eingangsstufen bestimmt.
Einen gewissen AufschluS uber die Symmetrie beider
Kanale und des Y-Endverstarkers erhalt man beim Inver-
tieren (TasteINVERTdrucken). Bei guter Symmetrie darf
sich die Strahllage urn etwa 5mm andern. Gerade noch
zulassig ware 1cm. GroSere Abweichungen weisen auf
eine Veranderung im Vertikalverstarker hin.
Eine weitere Kontrolle der Y-Symmetrie ist uber den
Stellbereich der Y-POS.-Einstellung moglich. Man gibt
auf den Y-Eingang ein Sinussignal von etwa lO-IOOkHz
(Signalkopplung dabei auf AC). Wenn dann bei einer
Bildhohe von ca. 8cm der Y-POS. I -Knopf nach beiden
Seiten bis zum Anschlag gedreht wird, mud der oben und
unten noch sichtbare Teil ungefahr gleich grod sein.
Unterschiede bis 1cm sind noch zulassig.
Die Kontrolle der Drift ist relativ einfach. Nach etwa 20
Minuten Einschaltzeit wird die Zeitlinie exakt auf Mitte
Bildschirm gestellt. In derfolgenden Stunde darf sich die
vertikale Strahllage um nicht mehr als 5mm verandern.
Kalibration des Vertikalverstarkers
Die Ausgangsbuchsen des Kalibrators geben eine
Rechteckspannung von 0,21/^ bzw. 21/^ ab. Sie haben
normalerweise eine Toieranz von nur ±1%. Stellt man
eine direkte Verbindung zwischen der 0,2V-Ausgangs-
Buchse und dem Eingang des Vertikalverstarkers her
(Tastkopf 1:1), mud das aufgezeichnete Signal in Stellung
50mV/cm 4cm hoch sein (Feineinstellknopf des Teiler-
schalter auf Rechtsanschlag CAL.; Signalankopplung
DC). Abweichungen von maximal 1,2mm (3%) sind gera¬
de noch zulassig. Wird zwischen der 2V-Ausgangs-Buch-
se und Medeingang ein
Tastteiler 10:1 geschaltet,
mud sich die gleiche Bildhohe ergeben. Bei groderen
Toleranzen sollte man erst klaren, ob die Ursache im
Vertikalverstarker selbst oder in der Amplitude der
Rechteckspannung zu suchen ist. Unter Umstanden kann
auch ein zwischengeschalteter Tastteiler fehlerhaft oder
Anderungen vorbehalten
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