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Testplan; Astigmatismuskontrolle; Symmetrie Und Drift Des Vertikalverstärkers; Kalibration Des Vertikalverstärkers - Hameg Instruments Hm604-3 Bedienungsanleitung

Inhaltsverzeichnis

Testplan

Dieser Testplan soll helfen, in gewissen Zeitabständen und
ohne großen Aufwand an Meßgeräten die wichtigsten Funk-
tionen des HM604-3 zu überprüfen. Aus dem Test eventuell
resultierende Korrekturen und Abgleicharbeiten im Innern des
Gerätes sind in der Service-Anleitung beschrieben. Sie soll-
ten jedoch nur von Personen mit entsprechender Fachkennt-
nis durchgeführt werden.
Wie bei den Voreinstellungen ist darauf zu achten, daß zu-
nächst alle Knöpfe mit Pfeilen in Kalibrierstellung (Rechtsan-
schlag) stehen. Dabei soll Mono Kanal I Betrieb mit AC-
Triggerkopplung vorliegen. Es wird empfohlen, das
Oszilloskop schon ca. 20 Minuten vor Testbeginn einzuschal-
ten.
Strahlröhre, Helligkeit und Schärfe,
Linearität, Rasterverzeichnung
Die Strahlröhre im HM604-3 hat normalerweise eine gute
Helligkeit. Ein Nachlassen derselben kann nur visuell beur-
teilt werden. Eine gewisse Randunschärfe ist jedoch in Kauf
zu nehmen. Sie ist röhrentechnisch bedingt. Zu geringe Hel-
ligkeit kann die Folge zu kleiner Hochspannung sein. Dies
erkennt man leicht an der dann stark vergrößerten Empfind-
lichkeit des Vertikalverstärkers. Der Einstellbereich für maxi-
male und minimale Helligkeit muß so liegen, daß kurz vor
Linksanschlag des INTENS-Einstellers der Strahl gerade ver-
löscht und bei Rechtsanschlag die Schärfe und Strahlbreite
noch akzeptabel sind. Auf keinen Fall darf bei maximaler In-
tensität mit Zeitablenkung der Rücklauf sichtbar sein. Auch
bei XY-Betrieb muß sich der Strahl völlig verdunkeln lassen.
Dabei ist zu beachten, daß bei starken Helligkeits-
veränderungen immer neu fokussiert werden muß. Außer-
dem soll bei max. Helligkeit kein ,,Pumpen" des Bildes auf-
treten. Letzteres bedeutet, daß die Stabilisation der
Hochspannungsversorgung nicht in Ordnung ist. Die Poten-
tiometer für minimale und maximale Helligkeit sind nur in-
nen zugänglich.
Ebenfalls röhrentechnisch bedingt sind gewisse Toleranzen
der Linearität und Rasterverzeichnung. Sie sind in Kauf zu
nehmen, wenn die vom Röhrenhersteller angegebenen
Grenzwerte nicht überschritten werden. Auch hierbei sind
speziell die Randzonen des Schirms betroffen. Ebenso gibt
es Toleranzen der Achsen- und Mittenabweichung. Alle die-
se Grenzwerte werden von HAMEG überwacht. Das Aussu-
chen einer toleranzfreien Bildröhre ist praktisch unmöglich
(zu viele Parameter).

Astigmatismuskontrolle

Es ist zu prüfen, ob sich die maximale Schärfe waagerechter
und senkrechter Linien bei derselben FOCUS-Knopfein-
stellung ergibt. Man erkennt dies am besten bei der Abbil-
dung eines Rechtecksignals höherer Frequenz (ca. 1MHz).
Bei normaler Helligkeit werden mit dem FOCUS-Regler die
waagerechten Linien des Rechtecks auf die bestmögliche
Schärfe eingestellt. Die senkrechten Linien müssen jetzt auch
die maximale Schärfe haben. Wenn sich diese jedoch durch
die Betätigung des FOCUS-Reglers verbessern läßt, ist eine
Astigmatismus-Korrektur erforderlich. Hierfür befindet sich
im Gerät ein Potentiometer von 47kΩ.
Symmetrie und Drift des Vertikalverstärkers
Beide Eigenschaften werden im wesentlichen von den Ein-
gangsstufen bestimmt.
Einen gewissen Aufschluß über die Symmetrie beider Kanä-
le und des Y-Endverstärkers erhält man beim Invertieren (Ta-
ste INV drücken). Bei guter Symmetrie darf sich die Strahl-
Änderungen vorbehalten
lage um etwa 5mm ändern. Gerade noch zulässig wäre 1
cm. Größere Abweichungen weisen auf eine Veränderung
im Vertikalverstärker hin.
Eine weitere Kontrolle der Y-Symmetrie ist über den Stell-
bereich der Y-POS.-Einstellung möglich. Man gibt auf den Y-
Eingang ein Sinussignal von etwa 10-100kHz (Signalkopplung
dabei auf AC). Wenn dann bei einer Bildhöhe von ca. 8cm
der Y-POS. I -Knopf nach beiden Seiten bis zum Anschlag
gedreht wird, muß der oben und unten noch sichtbare Teil
ungefähr gleich groß sein. Unterschiede bis 1cm sind noch
zulässig.
Die Kontrolle der Drift ist relativ einfach. Nach etwa 20 Minu-
ten Einschaltzeit wird die Zeitlinie exakt auf Mitte Bildschirm
gestellt. In der folgenden Stunde darf sich die vertikale Strahl-
lage um nicht mehr als 5 mm verändern.
Kalibration des Vertikalverstärkers
Die Ausgangsbuchsen des Kalibrators geben eine Rechteck-
spannung von 0,2V
(±1%) bzw. 2V
ss
direkte Verbindung zwischen der 0,2V-Ausgangs-Buchse und
dem Eingang des Vertikalverstärkers her (Tastkopf 1:1), muß
das aufgezeichnete Signal bei 50mV/cm 4cm hoch sein
(Feineinstellknopf auf Rechtsanschlag; Signalankopplung
DC). Abweichungen von maximal 1,2mm (3%) sind gerade
noch zulässig. Bei größeren Toleranzen sollte man erst klä-
ren, ob die Ursache im Vertikalverstärker selbst oder in der
Amplitude der Rechteckspannung zu suchen ist. Gegebenen-
falls ist die Kalibration des Vertikalverstärkers mit einer exakt
bekannten Gleichspannung möglich ( DC-Signalan-
kopplung! ). Die vertikale Strahllage muß sich dann entspre-
chend dem eingestellten Ablenkkoeffizienten verändern.
Der Feineinstellknopf vermindert am Linksanschlag die Ein-
gangsempfindlichkeit mindestens um den Faktor 2,5. Bei
50mV/cm, soll sich die Kalibratorsignal-Höhe von 4cm auf
mindestens 1,6cm ändern.
Übertragungsgüte des Vertikalverstärkers
Die Kontrolle der Übertragungsgüte ist nur mit Hilfe eines
Rechteckgenerators mit kleiner Anstiegszeit (max. 5ns) mög-
lich. Das Verbindungskabel muß dabei direkt am Vertikalein-
gang des Oszilloskops mit einem Widerstand gleich dem
Kabel-Wellenwiderstand (z.B. HAMEG HZ34 mit HZ22) ab-
geschlossen sein.
Zu kontrollieren ist mit 100Hz, 1kHz, 10kHz, 100kHz und
1MHz. Dabei darf das aufgezeichnete Rechteck, besonders
bei 1MHz und einer Bildhöhe von 4-5cm, kein Überschwingen
zeigen. Jedoch soll die vordere Anstiegsflanke oben auch
nicht nennenswert verrundet sein. Bei den angegebenen
Frequenzen dürfen weder Dachschrägen noch Löcher oder
Höcker im Dach auffällig sichtbar werden. Einstellung: Ab-
lenkkoeffizient 5mV/cm; Signalankopplung auf DC; Y-Fein-
steller am Rechtsanschlag.
Im allgemeinen treten nach Verlassen des Werkes keine grö-
ßeren Veränderungen auf, so daß normalerweise auf diese
Prüfung verzichtet werden kann.
Allerdings ist für die Qualität der Übertragungsgüte nicht nur
der Meßverstärker von Einfluß. Der vor den Verstärker ge-
schaltete Eingangsteiler ist in jeder Stellung frequenz-
kompensiert. Bereits kleine kapazitive Veränderungen kön-
nen die Übertragungsgüte herabsetzen. Fehler dieser Art
werden in der Regel am besten mit einem Rechtecksignal
niedriger Folgefrequenz (z.B. 1kHz) erkannt. Wenn ein sol-
cher Generator mit max. 40V
ab. Stellt man eine
ss
zur Verfügung steht, ist es
ss
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