8. Schmierung und Olkontrolle: Die Schmierung erfolgt vollkommen selbst-
tätig nach dem Kreislaufprinzip durch die im Unterteil des Motorgehäuses
eingebaute Zahnradpumpe.
Sämtliche Ölleitungen verlaufen im Innern des
Gehäuses und werden von der Pumpe durch eine kalibrierte Oldüse gespeist.
Durch einen im Gehäuseunterteil angebrachten Seiher 1 saugt die Olpumpe
deren Anordnung in Abbildung 9 schematisch dargestellt ist, das Ol durch die
Tätigkeit der Zahnräder 2 und 3 an, von denen das erste am unteren Ende einer
langen, senkrechten Welle sitzt, die durch ein Schneckenrad von einer auf der
Kurbelwelle des Motors angebrachten Schnecke 4 angetrieben wird.
Das Ol
steigt in der Bohrung 5 hoch und gelangt durch die Querbohrung 6 an die
in dem Zwischenstücke 7 herausschraubbar angebrachte Oldüse 8, von der es
durch die Hauptleitung des Motors den einzelnen Schmierstellen zugeführt wird.
Etwaige trotz des Seihers in die Olpumpe gelangten Verunreinigungen setzen
sich in der Düse 8 fest. Sie müssen entfernt werden, sobald der Motor nicht
genug Ol erhält, was sich durch harten Gang des Motors und schließliches
Heißwerden der Zylinder bemerkbar macht.
Die Oldüse ist leicht von außen
erreichbar und zwar ¡st es nur notwendig, den am Motorgehäuse vorne in der
Mitte angebrachten Verschlußdeckel 9 nach Zurückdrehung der Sicherungs-
Abb. 9. Schematischer Schnitt durch die Olpumpe.
18
schraube 10 abzunehmen, worauf die Düse 8 herausgeschraubt und gereinigt
werden kann.
Im übrigen empfiehlt sich eine solche Reinigung der Oldüse
alle 5000 km, damit das Festsetzen von Schmutz nach Möglichkeit vermieden
wird.
Sollte bei einer Überholung des Motors die Olpumpe herausgenommen
worden sein, so ¡st bei der Montage darauf zu achten, daß das Loch im unteren
Olpumpendeckel sich keinesfalls mit dem Steigrohr deckt, daß also nicht Loch
über Loch steht, da sonst keine Olförderung stattfinden kann.
Zur Kontrolle des Olabstandes im Kurbelgehäuse, dessen unterer Teil gleich-
zeitig den Ölbehälter bildet, befindet sich auf der linken Seite des Gehäuses
ein mit Sechskantkopf versehener Tauchstab. Beim Einfüllen soll das Ol bis
an die obere Ringmarke des Tauchstabes reichen und es ist darauf zu achten,
daß das Gehäuse nicht überfüllt wird und ferner, daß der Olstand nicht unter
die untere Ringmarke des Stabes sinkt.
Das Einfüllen des Oles
in das Gehäuse darf nur durch einen mit einem
feinmaschigen Siebe versehenen Trichter erfolgen.
Wenn das Ol, besonders
im Winter zu dickflüssig ¡st, so wärme man es vorher an.
9. Kupplung: Als Kupplung dient eine in Abb. 10 im Schnitt gezeigte Ein-
scheibenkupplung.
Der treibende Teil ist das Schwungrad 1, das auf dem
Konus der Kurbelwelle 2 aufgekeilt und durch Mutter 3 gesichert ist.
Eine
auf der Nabe des Schwungrades sitzende Druckfeder 4 liegt mit ihrem an-
deren Ende in der Vertiefung eines Drucktellers 5 und preßt diesen mit
einem normalerweise aus Ferodo bestehenden Friktionsbelag 6 gegen eine
Zwischenscheibe 7. Hierdurch wird letztere gegen den Belag 8 der nicht ver-
schiebbaren Schlußscheibe 9 gepreßt und beim Laufen des Motors mitge-
nommen. Die Zwischenscheibe 7, die auf der Kupplungsklaue 10 sitzt, über-
trägt somit die Drehung auf die Hauptwelle 11 des Getriebes.
Abb. 10
19