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BMW R 42 Handbuch Seite 17

Inhaltsverzeichnis
Alle M u t t e r n und B o l -
zen sind in kurzen Zwi-
schenräumen
auf
festen
Sitz zu prüfen. Die Rad-
\
achsbefestigungen
über-
\S C
prüfe man jedoch bei jeder
V - - ' ¿
Fahrt.
Bei neuen Rädern
^ V ' - :
ist in der ersten Zeit öfter
nachzusehen, ob die ko-
nischen
Rollenlager
der
Vorderradachse festsitzen.
Ein evtl. Nachstellen
er-
folgt durch Festziehen der
beiden
auf
der
linken
Seite der Achse sitzenden
Muttern mit dem Spezial-
schlüssel, wie auf Seite 32 unter Abnahme des Vorderrades beschrieben.
Desgleichen kontrolliere
man
auch die
B e f e s t i g u n g
des
B r e n n s t o f f -
b e h ä l t e r s von Zeit zu Zeit. Kurz nach jedem Anfahren ist es empfehlens-
wert, die Bremsen zu versuchen; um sicher zu sein, daß man sich im Be-
darfsfalle darauf verlassen kann.
Bei dieser Gelegenheit möchten wir darauf hinweisen, daß auch die beste
Bremse einer gewissenhaften Wartung bedarf, insbesondere verölte Brems-
beläge ein Versagen der Bremse verursachen können.
Ein evtl. Nachstellen
der Hinterradbremse kann mittels der am Bremspedal angeordneten Stell-
mutter (Abb. 6, unten rechts) geschehen; jedoch ¡st dies nur äußerst selten
erforderlich.
An der Vorderradbremse kann eine Nachstellung in geringem
Umfange durch Anziehen der Versteilschraube
5 (Abb. 25) am
rechten
Gabelschaft ausgeführt werden. Größere Nachstellungen erfolgen durch Lösen
der Klemmschraube 6 des kleinen Bremshebels 7 an der Nabe und Vor-
rücken desselben.
Zum Ersatz der Bremsbeläge muß das Vorderrad ausge-
baut und der Bremsdeckel 8 abgenommen werden.
Weiterhin ist die Einstellung des Ventilspieles von Zeit zu Zeit zu prüfen.
Hierzu bediene man sich eines Briefpapierblattes, das eine ungefähre Stärke
von 0,1 mm besitzt, welche dem erforderlichen Abstände zwischen Stös-
sel und Ventilschaft entspricht.
Bei beiden Ventilen muß sich dieses Blätt-
chen knapp einführen lassen.
Aus Abb. 19 ist das Einstellen des Einlaß-
ventiles ersichtlich. Man drehe zu diesem Zwecke den Motor so, daß die
Stößel nicht angehoben sind, d. h., sich um ihren größten Betrag bewegen
lassen. Dann lockere man die Gegenmutter 1, stelle die Kappenmutter 2 mit
dem Blättchen 3 auf den richtigen Abstand und ziehe darauf die Gegen-
mutter 1 wieder an.
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Mì-Ì^
Abb. 19.
Auch die Ventile sind nach Zurücklegung von etwa 2000 bis 3000 km
Fahrt, oder, wenn sich Störungen bemerkbar machen, bereits vorher auf guten
Sitz zu prüfen, und erforderlichenfalls einzuschleifen.
Die Auflageflächen der
Ventile müssen vollkommen glatt sein und dicht schließen. Etwa festgesetzte
Ölkohle oder dgl. läßt sich meist entfernen, indem man das Ventil an der
Ventilspindel einigemale auf seinem Sitze dreht. Genügt dies nicht, so ist das
Ventil nachzuschleifen und zu diesem Zweck herauszunehmen. (S. Abb. 20).
Zuerst entferne man den SchutzdeckeM der Ventilstößel und den Zylinder-
deckel 2. Dann drücke man mit einem Holz, etwa einem Feilenheft, fest ge-
gen den Ventilteller; gleichzeitig drücke man mit der anderen Hand die Feder
zusammen und halte sie in dieser Stellung durch den über den oberen Bund-
ring und den Federteller geschobenen Ventilheber, welcher gleichfalls
dem
Werkzeuge beigegeben ist. Dadurch wird das äußere Ende der Ventilspindel
freigelegt, und man kann nun die den Federteller haltenden Keilkegel entfernen.
Das Ventil läßt sich nunmehr leicht herausnehmen. Beim Wiedereinsetzen
verfahre man in umgekehrter Reihenfolge.
Müssen die Ventile nachgeschliffen werden, so baue man nach Heraus-
nahme des Ventils und Abnahme der Saug- und Auspuffleitungen durch Lösung
der entsprechenden Schraubenmuttern den ganzen Zylinder aus. Dann streiche
man eine geringe Menge sehr feines, mit Ol angerührtes Schmirgelpulver auf
den Ventilsitz, führe das Ventil wieder lose ein und drehe mit einem in dem
Schlitz des Ventiltellers eingesetzten Schraubenzieher unter starkem Gegen-
drücken und Wiederloslassen das Ventil auf seinem Sitze hin und her, bis
Ventil und Ventilsitz so weit eingeschliffen sind, daß sie wieder genau auf-
einander passen. Man schleife dann noch mit reinem Ol nach und setze hier-
auf das Ventil wieder ein, nachdem man vorher sorgfältig jede, auch die ge-
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