röhre abgenommen werden, so daß die Kolben mit den Pleuelstangen frei-
liegen. Nach Abnahme des Gehäuse-Oberteiles ist das ganze Triebwerk zu-
gänglich (Abb. 4).
2. Arbeitsweise: Eine genaue Kenntnis des Motors
und seiner Arbeits-
weise ist vorteilhaft,
um den Gang der Maschine zu prüfen und kleine Un-
regelmäßigkeiten zu beheben, ehe diese Schaden anrichten können.
Um auch dem Anfänger einen Einblick in die Arbeitsweise des im Vier-
takt wirkenden Motors zu geben, sei diese in den folgenden schematischen
Darstellungen der Abb. 5 kurz erläutert.
Die nachstehenden Erklärungen be-
ziehen sich auf den linken Zylinder der Skizzen; das Einlaßventil ist mit E
das Auspuffventil mit A bezeichnet.
B i l d 1 : Saughub. Der nach innen, d. h, nach der Kurbelwelle zu glei-
tende Kolben saugt das Gasgemisch durch das geöffnete Einlaß-
ventil an.
B i l d 2: Kompressions- oder Verdichtungshub.
Der nach außen gleitende
Kolben drückt das Gasgemisch
bei geschlossenen Ventilen zu-
sammen.
B i l d 3: Arbeitshub.
Das verdichtete Gemisch wird von der Zündkerze aus
entzündet. Die erfolgende Explosion treibt den Kolben wieder nach
innen, wobei
der Kolben
seine Kraft
an die Kurbelwelle
des
Motors abgibt.
B i l d 4: Auspuffhub.
Der wieder nach außen gleitende Kolben stößt die
verbrannten Gase zu dem geöffneten Auspuffventil hinaus.
Die gleichen Vorgänge finden natürlich auch im zweiten Zylinder statt, nur
zeitlich verschieden, indem hier der Kolben den dritten Hub, also Zündung und
Verbrennung ausführt, wenn der erste Kolben seinen ersten Hub zwecks An-
saugen des Gemisches zurücklegt.
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