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BMW R 42 Handbuch Seite 19

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setzen des Kickstarterhebels 3 stelle man diesen so, daß er mit der Trenn-
fläche des Getriebegehäuses einen Winkel von ca. 35
bildet und das Seg-
ment 4 mit zwei Zähnen in das Kegelrad 5 eingreift. Auch hierbei achte man
darauf, daß sich die Räder beim Einsetzen des Hebels nicht wieder verdrehen.
Vor dem Aufsetzen des Gehäusedeckels überzeuge man sich, ob genügend
Fett im Getriebe ist und kontrolliere noch das Achsialspiel der beiden Wellen.
Dieses muß mindestens 0,2 mm betragen, und die Kugellagerbüchsen sind zu
diesem Zwecke an die Außenwände des Getriebegehäuses zu drücken (siehe
Abb. 24).
Abb. 24.
Vom Schwimmergehäuse ist der Benzinseiher jeweils nach etwa 2000 km
Fahrt herauszunehmen und zu reinigen. Bei dieser Gelegenheit ¡st dann auch
das Nadelventil zu kontrollieren. Hierzu muß der Deckel des Schwimmer-
gehäuses abgenommen werden.
Etwa am Boden des Schwimmergehäuses
angesammelter Niederschlag wird mit Benzin herausgewaschen. Gleichzeitig
prüfe man dann auch die B r e n n s t o f f lei tu ng vom Benzinbehälter zum
Schwimmergehäuse und entferne etwaige Unreinigkeiten.
Die Reifen kontrolliere man vor jeder Fahrt. Der hintere Reifen ¡st etwas
härter aufzupumpen als der vordere, der nie ganz prall sein darf, da er sonst
zur Aufnahme der Stöße nicht genügend Elastizität besitzen würde. Bei un-
belasteter Maschine sollen die Reifen nur eine geringe Deformation zeigen.
Empfehlenswerter Luftdruck für Niederdruckreifen: Vorn
1V«-1'/* Atm. und
hinten IV4-2 Atm., für Hochdruckreifen : Vorn 2'/
2
-3 Atm. und hinten 3
l
/a-4 Atm.
Für die Montage der Drahtseil reifen auf Tiefbettfelgen ist folgendes zu
beachten: Die konisch auslaufenden Patent-Felgenbänder werden zunächst auf
den Boden der Felge gelegt und zwar so, daß das Loch des Bandes ganz ge-
nau auf das Ventilloch der Felge zu liegen kommt. An der Lochstelle ¡st das
Felgenband dünn, während es auf der entgegengesetzten Seite so stark ist, daß
es mit der Felgenschulter (Drahtsitz) ungefähr eine Höhe hat, d. h., eine glatte
Fläche bildet. Der Luftschlauch wird alsdann mit etwas Luft in die Decke hin-
eingelegt, worauf das Ventil durch das Felgenloch gesteckt und die Felgen-
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mutter einige Gänge festgeschraubt wird. Darauf stößt man das Ventil bis zu
der aufgeschraubten Felgenmutter zurück und der eine Drahtfuß der Decke
wird am Ventil bis auf die tiefste Stelle des Felgenbodens gedrückt. Hierauf
wird der gleiche Drahtfuß der Decke auf der entgegengesetzten Seite auf die
Felge gehoben.
Nunmehr liegt der erste Drahtfuß des Reifens in der Felge und es beginnt
die Montage des zweiten.
Beim Montieren wird wiederum der Drahtfuß auf
die tiefste Stelle des Bodens gedrückt und auf der entgegengesetzten Seite
des Ventils auf die Felge gehoben, wie bei der Montage des ersten Drahtfußes.
Der Reifen liegt nun mit beiden Drahtfüßen in der Felge.
Die Demontage geht in umgekehrter Weise vor sich:
1. Ventil öffnen und Luft ablassen,
2. Beiderseits ringsherum die Drahtfüße der Decke aus ihrem Sitz drücken,
3. Felgenmutter lösen und das Ventil soweit wie möglich zurückstoßen.
Alsdann drückt man den Drahtfuß der Decke auf die tiefste Stelle des Felgen-
bodens am Ventil und hebt den gleichen Drahtfuß auf der gegenüberliegen-
den Seite aus der Felge. Damit ist der eine Drahtfuß ringsherum aus der Felge
heraus und der Schlauch kann entfernt werden. Bei der Abhebung des zweiten
Drahtfußes von der Felge.verfährt man in gleicher Weise wie vorher.
Um ein Wandern des Schlau-
ches auf der Felge zu verhindern
und guten Sitz des Reifens zu er-
zielen, ist darauf zu achten, daß
der weiter oben angegebene Luft-
druck nicht unterschritten, aber
auch möglichst nicht überschritten
wird.
Beim Reparieren von Schlauch-
pannen nehme man das Rad ab
und den Luftschlauch aus dem
Reifen, wozu man sich des dem
Werkzeuge beiliegenden Montier-
eisens bedient. Das Flicken des
Schlauches wird durch die von
uns jedem Rad in der Flickzeug-
schachtel mitgelieferten selbstvul-
kanisierenden Flecke sehr einfach
gestaltet. Man reinigt die zu flik-
kende Stelle mit_Glaspapier (nie-
mals Benzin!), zieht die Schutz-
schicht von der Innenseite des
Fleckes und "drückt den Flicken
überalLfest an. Dann legt man den
Abb. 25.
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