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Vorbereitung Zur Fahrt; Behebung Von Störungen - Bmw R 42 Handbuch

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Beim Befahren von Steigungen gebe man erst, wie bereits an anderer
Stelle erwähnt, dem Motor durch Zurücknehmen des Lufthebels fettes Ge-
misch. Dann kann man, wenn die Steigung gering ¡st, die Maschine im dritten
Gang belassen, andernfalls schalte man auf den zweiten zurück und gehe auf
den ersten, wenn die Steigung sehr stark ist.
Zur Schonung der Triebwerk-
teile vermeide man es, einen Berg ohne Gangwechsel zwingen zu wollen,
und über Schlaglöcher und Wasserrasten fahre man nur
in mäßigem Tempo
um das Rad zu schonen.
Wichtig! Bei Inbetriebnahme einer fabrik-
neuen Maschine
und
zweckmäßig auch bei
vollständig reparierten Motoren, fahre man die
ersten
500
km
nur
in
mäßigem
Tempo
(nicht über 65 km) und vermeide auch mög-
lichst starke Steigungen.
Diese Vorschrift ist
notwendig, damit die Arbeitsteile des Motors
und Getriebes sich erst richtig einlaufen. Es
wird zwar jede Maschine vor Verlassen des
Werkes eingefahren, aber
zum vollständigen
Einfahren
bedarf
es
sehr
großer
Strecken
und
es
ist
daher
erforderlich,
daß
das
Rad
nicht
sofort
voll
ausgefahren
wird.
3. Vorbereitung zur Fahrt.
Nachdem man die Maschine durch ein in den Fülltrichter des Brennstoff-
behälters gelegtes Wildleder (oder ein Seidentuch) mit Brennstoff versehen,
den Ölbehälter mit gutem Ol bis zur oberen Ringmarke des Tauchstabes auf-
gefüllt und sich überzeugt hat, daß alle Muttern und Schrauben festsitzen, ist
das Rad fahrbereit.
Jetzt öffnet man den unten am Tank befindlichen Ben-
zinhahn durch Senkrechtstellen des Griffes.
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Den Lufthebel schließe man fast ganz, während der Gashebel etwas weiter
zu öffnen ist. Hierauf stelle man den Zündhebel auf Spätzündung, um Rück-
schläge zu vermeiden. Nun vergewissere man sich, daß der Schalthebel auf
Leerlauf (Stellung zwischen 1. und 2. Gang) steht und trete dann kurz und
möglichst kräftig den Kickstarter nach unten durch.
Nachdem hierdurch der
Motor in Gang gesetzt ist und die ersten Explosionen erfolgt sind, drehe man
den Lufthebel etwas über die Stellung des Gashebels hinaus, wodurch der
Motor sofort regelmäßig arbeitet.
Um das Anwerfen des Motors besonders bei niederer Temperatur zu er-
leichtern, empfiehlt es sich, durch Niederdrücken des aus dem Schwimmer-
deckel herausstehenden Tippers, eine kleine Menge Brennstoff in die Saug-
leitung eintreten zu lassen.
Nach dem Platznehmen im Sattel ziehe man den am linken Handgriffe
befindlichen Kupplungshebel an, wodurch die Kupplung ausgerückt wird. Dann
stelle man, ohne den Kupplungshebel loszulassen, durch Anziehen des Schalt-
hebels den ersten Gang ein und ergreife den rechten Handgriff. Nunmehr lasse
man den Kupplungshebel langsam und gleichmäßig zurückgehen, worauf die
Kupplung allmählich eingreift und das Rad sich stoßfrei mit mäßiger Ge-
schwindigkeit in Bewegung setzt. Wenn das Rad eine etwas höhere Geschwindig-
keit erreicht hat, schalte man bei ausgekuppeltem Motor auf den zweiten
Gang um. Hierauf öffne man den Gashebel etwas weiter und gehe mit der
Zündung vor. Nach dem Einschalten des dritten Ganges gebe man wiederum
etwas mehr Gas und Vorzündung. - „Durchschalten", d. h. das übergehen
vom ersten auf den dritten Gang oder umgekehrt, ist nicht zu empfehlen.
Durch Regulierung von Gas, Luft und Zündung, kann man bei jeder Gangart
die Geschwindigkeit des Fahrzeuges den Erfordernissen entsprechend einstellen.
Zum Anhalten des Rades stelle man das Gas ab und ziehe den Kupplungs-
hebel, wodurch das Rad langsam zum Stehen kommt.
Liegt Gefahr vor, so
ziehe man gleichzeitig die Bremsen an und betätige den Kurzschlußknopf. Das
Rad wird hierdurch auch bei hoher Geschwindigkeit
rasch zum Stillstand
gebracht. Man vermeide jedoch, derart heftig zu bremsen, daß die Räder da-
bei blockiert sind, d. h ins Schleifen kommen.
Bekanntlich ¡st die Brems-
wirkung am größten, wenn das Rad nur soweit abgebremst wird, daß es sich
gerade noch dreht.
4. Behebung von Störungen.
Beim B.M.W.-Rade sind Störungen äußerst selten. Die im folgenden auf-
geführten, sich am häufigsten ereignenden leichten Störungen können zum
größten Teil sofort an Ort und Stelle behoben werden.
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