8024067/2019-06-06 | SICK
Irrtümer und Änderungen vorbehalten
Folgende vier Kombinationen der Signale sind möglich:
Tabelle 4: Mögliche Signalkombinationen der Initiierungssequenz für die Überbrückungsfunktion
Signal MR
Signal TE
HIGH
LOW
LOW
HIGH
HIGH
HIGH
LOW
LOW
1)
Diese Signalkombination kann notwendig sein, wenn der Prozess es beispielsweise erfordert, dass der
Förderer während der aktivierten Überbrückungsfunktion stoppt. Sie ist nur nach erfolgreich initiierter
Überbrückungsfunktion gültig (vorheriger Signalstatus war Anfrage für Überbrückungsfunktion und die
berührungslos wirkende Schutzeinrichtung Typ 4 wurde innerhalb des erwarteten Zeitraums unterbro‐
chen).
Andernfalls wird ein Fehler ausgegeben.
HINWEIS
Falls die Prozesssteuerung in die Siemens F-CPU integriert ist, dann sind MR und TE
keine physischen Signale, sondern steuerungsinterne Operanden.
Die Prozesssignale MR, TE sowie die Signale zu der Materialauswahl (Material_selec‐
tion_x) können entweder von einer externen Quelle oder innerhalb der Siemens F-CPU
erzeugt werden. Bei einer externen Quelle können die Signale entweder diskret mit digi‐
talen 24V Signalen oder auch über Profibus bzw. Profinet übertragen werden.
Die gesamte Kette der Erzeugung dieser Prozesssignale (z.B. Sensor - Sensor - Prozess‐
steuerung) muss mindestens einen MTTF
Nach EN ISO 13849-1 kann für die einzelnen Komponenten der Kette ein MTTF
von zehn Jahren angenommen werden, wenn keine Herstellerangabe verfügbar und
keine einfache Bestimmung nach Anhang C und D möglich ist.
Beispiele:
Beispiel 1: Bei einer Kette von drei nicht sicheren Komponenten mit einem angenom‐
menen MTTF
-Wert von 10 Jahren ergibt dies einen Gesamt-MTTF
d
ren. Eine solche Kette ist zulässig.
Beispiel 2: Bei einer Kette von vier nicht sicheren Komponenten mit einem angenom‐
menen MTTF
-Wert von 10 Jahren ergibt dies einen Gesamt-MTTF
d
ren. Eine solche Kette ist nicht zulässig.
Wenn PL e benötigt wird, dann müssen die Prozesssteuerung und die Signalquelle
ebenfalls PL e entsprechen und einen MTTF
Signale zur Materialauswahl
Die optionalen Signale (Material_selection 1 bis Material_selection 4) der Prozesssteuerung
können genutzt werden, um zwischen verschiedenen Fördergeschwindigkeiten und ver‐
schiedenen Materialgrößen zu wählen, die während der Konfiguration definiert werden.
Diese Signale werden als 1-von-N codiert und sind nur notwendig, falls verschiedene
Geschwindigkeiten genutzt oder Material mit unterschiedlicher Größe transportiert
wird.
Die Länge des Materials und die Geschwindigkeit des Förderers müssen am Eingang
des Funktionsbausteins eingegeben werden. Die erforderliche Berechnung der Timing-
Sequenz übernimmt der Funktionsbaustein automatisch. Mit dem Funktionsbaustein
können die Einstellungen für bis zu vier verschiedene Produktionen (Materiallänge und
Fördergeschwindigkeit) ausgewählt werden.
Bedeutung
Anfrage für Überbrückungsfunktion
Keine Anfrage für Überbrückungsfunktion
Time Extension für Überbrückungsfunk‐
tion erforderlich
Fehler
-Wert von drei Jahren aufweisen.
d
-Wert von mindestens 100 a aufweisen.
d
B E T R I E B S A N L E I T U N G | Safe Entry Exit – Funktionsbaustein für Siemens S7
PROJEKTIERUNG
1)
-Wert
d
-Wert von 3,3 Jah‐
d
-Wert von 2,5 Jah‐
d
4
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