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ELEKTRISCHE INSTALLATION
6
Elektrische Installation
6.1
Allgemeine Anforderungen
6.1.1
Sicherheitskleinspannung für ausfallsichere Module
6.1.2
Zusätzliche Anforderungen für Aktoren
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B E T R I E B S A N L E I T U N G | Safe Entry Exit – Funktionsbaustein für Siemens S7
HINWEIS
Informationen sind in den Betriebsanleitungen der Komponenten enthalten.
Folgende Maßnahmen gegen Ausfälle infolge gemeinsamer Ursachen müssen bei der
elektrischen Installation beachtet werden:
•
Trennung der Signalpfade der zu dem Sicherheitssystem gehörenden Signale, z. B.
durch getrennte Kabelverlegung oder getrennte Schirmung der Signalpfade.
•
Schutz gegen Überspannung, Überstrom usw. entsprechend der Herstelleranga‐
ben der einzelnen Komponenten.
•
Mechanische Fixierung der Verdrahtung des Tasters für manuelle Überbrückung,
z. B. mit Kabelbindern.
•
Maßnahmen zur Beherrschung der Folgen von Spannungsausfall, Spannungs‐
schwankungen, Überspannung und Unterspannung der Spannungsversorgung der
Prozesssteuerung.
Siehe Betriebsanleitungen der Komponenten
•
Ausfallsichere Module müssen mit Sicherheitskleinspannung (SELV/PELV) betrie‐
ben werden.
•
Ausfallsichere Module arbeiten mit einer Nennspannung von 24 V DC. Der Tole‐
ranzbereich beträgt 19,2 V DC bis 28,8 V DC.
•
Im Überspannungsbereich von 32 V DC bis 36 V DC reagieren die F-Module auf
ausfallsichere Weise und die Ein- und Ausgänge werden passiviert. Bei Überspan‐
nungen größer als 36 V DC sind die F-Module dauerhaft spannungslos und kön‐
nen beschädigt werden.
•
Energiequelle darf U
m
Andernfalls müssen zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden, z. B. die Verwen‐
dung eines Überspannungsschutzgeräts (dies gilt für alle Systemkomponenten,
die in irgendeiner Form elektrische Energie liefern können).
•
Jeder zusätzliche Stromkreis (24 V DC), der in diesem Sicherheitssystem verwen‐
det wird, muss über Sicherheitskleinspannung verfügen.
Siehe Betriebsanleitungen der Komponenten
•
Die ausfallsicheren Module prüfen die Ausgänge in regelmäßigen Abständen. Das
F-Modul schaltet die aktivierten Ausgänge kurz aus und schaltet, sofern notwen‐
dig, die deaktivierten Ausgänge ein. Die maximale Dauer der Testimpulse (Dunkel-
und Lichtperiode) kann mit Parametern belegt werden.
•
Hochgeschwindigkeitsantriebe können während des Tests kurzzeitig ausfallen
oder aktiviert werden. Wenn der Prozess dies nicht toleriert, muss die Impulsdauer
des Licht- oder Dunkeltests entsprechend eingestellt oder Aktoren mit ausreichen‐
der Verzögerung verwendet werden.
•
Wenn die Aktoren Spannungen über 24 V DC schalten, dann muss eine sichere
galvanische Trennung zwischen den Ausgängen eines fehlersicheren Ausgangsmo‐
duls und den höher spannungsführenden Komponenten gewährleistet sein
(gemäß EN 60664-1).
siehe „Geltungsbereich", Seite
= 36 V DC nicht überschreiten, auch nicht im Fehlerfall.
siehe „Geltungsbereich", Seite
5.
5.
8024067/2019-06-06 | SICK
Irrtümer und Änderungen vorbehalten