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PROJEKTIERUNG
4.3.2
Gestaltung der Materialöffnung beim Einsatz von AGV/AGC
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B E T R I E B S A N L E I T U N G | Safe Entry Exit – Funktionsbaustein für Siemens S7
In der Risikobeurteilung muss geklärt werden, ob sich eine Person oder ggf. auch meh‐
rere Personen hintereinander auf dem Material oder auf dem Förderer befinden kön‐
nen. Ist das der Fall, dann müssen geeignete Maßnahmen getroffen werden, z. B.
gegen die Möglichkeit, auf das Material zu klettern, oder durch Überwachung der maxi‐
malen Materialhöhe.
1
d3
Abbildung 1: Materialpassage und Materialvoraussetzung
Transportiertes Material
1
Berührungslos wirkende Schutzeinrichtung Typ 4
2
Feststehende trennende Schutzeinrichtung
3
Gefahrbereich
4
Tabelle 2: Empfohlene Werte Materialöffnung
Variable
d1 (Maximaler Abstand des Materials vor Start
der Anforderung der Überbrückungsfunktion)
d2 (Maximaler Abstand des Materials/AGVs
nach frei werden der BWS)
d3
a
b
Beim Einsatz von AGV/AGC müssen weitere Maßnahmen ergriffen werden, um zu ver‐
meiden, dass die Materialöffnung bei aktivierter Überbrückungsfunktion frei ist.
Beispielszenario
Ein AGV/AGC fährt bis kurz vor die berührungslos wirkende Schutzeineinrichtung
(ESPE) Typ 4, sodass die Überbrückungsfunktion angefordert wird. Das AGV/AGC fährt
dann aber nicht wie erwartet vorwärts weiter, sondern setzt zurück und gibt die Materi‐
alöffnung bei aktivierter Überbrückungsfunktion frei. So ergibt sich ein Zeitfenster, in
dem eine Person die Materialöffnung passieren kann, ohne detektiert zu werden.
Wenn ein AGV/AGC parallel am Zugangsbereich vorbeifährt, darf keine Überbrückungs‐
funktion angefordert werden.
2
a
b
d1
d2
Empfohlener Wert
200 mm
200 mm
min. 500 mm
200 mm oder 500 mm
200 mm oder 500 mm
3
4
3
8024067/2019-06-06 | SICK
Irrtümer und Änderungen vorbehalten