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PROJEKTIERUNG
4.4.2
Schnittstellen
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B E T R I E B S A N L E I T U N G | Safe Entry Exit – Funktionsbaustein für Siemens S7
Die interne Struktur der Prozesssteuerung ist nur ein Beispiel. Sie kann auch in dem
sicheren oder dem nicht sicheren Teil der Siemens F-CPU enthalten sein.
Für die detaillierte Anschlussbelegung der Sicherheitssteuerung,
gung", Seite
35.
Überblick über die wichtigsten Schnittstellen
Die Sicherheitssteuerung stellt folgende vier Ausgänge zur Verfügung:
•
Zweikanalige Sicherheitsausgänge
Diese beiden Ausgänge zeigen den sicheren Zustand des Sicherheitssystems an.
Sie müssen von den nachfolgenden Komponenten in geeigneter Weise verarbeitet
werden, um die Maschine sicher zu stoppen, sobald einer dieser Ausgänge deakti‐
viert wird.
•
Ausgang Status der Überbrückungsfunktion
Dieser Ausgang wird nach einer gültigen Initiierungssequenz für die Überbrü‐
ckungsfunktion aktiviert. Er wird deaktiviert, nachdem die Überbrückungsfunktion
beendet wurde. Der Ausgang kann z. B. genutzt werden, um eine Leuchtanzeige
für die Überbrückungsfunktion zu steuern.
•
Ausgang Status manuelles Überbrücken
Dieser Ausgang wird aktiviert, nachdem das manuelle Überbrücken initiiert wurde.
Er wird deaktiviert, sobald das manuelle Überbrücken beendet wurde.
•
Diagnosedaten
Sämtliche Daten, die zur Diagnose verwendet werden können (z. B. Systemstatus,
Fehler, Sequenzinformationen), werden im Datenformat Integer (16-Bit-Ganzzahl)
zur weiteren Verwendung ausgegeben,
Überblick über die wichtigsten Signale
Abkürzung
MR
TE
ESPE OSSDs
Muting active
Hold-to-run device
Override active
Safe Outputs
Signale für Auslösen der Überbrückungsfunktion
Dieses Sicherheitssystem benötigt zwei digitale Signale von einer Prozesssteuerung,
um die Überbrückungsfunktion auszulösen.
Das erste Signal zum Anfordern der Überbrückungsfunktion MR (Muting Request) kün‐
digt sich näherndes Material mit einer steigenden Flanke an und verbleibt auf logisch
HIGH, solange eine Unterbrechung der berührungslos wirkenden Schutzeinrichtung
Typ 4 (einschl. Toleranzen) erwartet wird.
Das zweite Signal TE (Time Extension) ändert seinen Status in entgegengesetzter Rich‐
tung zum MR-Signal (antivalent).
siehe „Anschlussbele‐
siehe „Störungsbehebung", Seite
Beschreibung
Muting Request (Teil des antivalenten Signals
zur Aktivierung der Überbrückungsfunktion)
Time Extension (Teil des antivalenten Signals
zur Aktivierung der Überbrückungsfunktion,
zusätzlich zur Verlängerung der Überbrü‐
ckungsfunktion)
OSSD-Signale der berührungslos wirkenden
Schutzeinrichtung
Überbrückungsfunktion aktiv
Befehlseinrichtung mit selbsttätiger Rückstel‐
lung
Manuelles Überbrücken aktiv
Sichere Ausgänge
8024067/2019-06-06 | SICK
Irrtümer und Änderungen vorbehalten
54.