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Buderus Logamatic 2107 Bedienungsanleitung Seite 5

Regelgerät
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Die außentemperaturgeführte Regelung
Bei der außentemperaturgeführten Regelung ist nur die von einem
Außenfühler gemessene Außentemperatur für die Höhe der Vorlauftem-
peratur ausschlaggebend. Schwankungen der Raumtemperatur durch
Sonneneinstrahlung, Personen, Kaminfeuer oder ähnliche Fremdwär-
mequellen werden nicht berücksichtigt.
Wenn Sie diese Regelungsart nutzen, müssen Sie die Thermostatventile
der Heizkörper so einstellen, dass die gewünschte Raumtemperatur
erreicht wird.
Die Raumtemperaturregelung
Eine andere Möglichkeit der Heizungsregelung ist die Raumtemperatur-
regelung. Je nach eingestellter und gemessener Raumtemperatur
berechnet die Heizungsregelung die im Heizkessel benötigte Tempera-
tur.
Um die Raumtemperaturregelung zu nutzen, benötigen Sie einen Raum,
der für die ganze Wohnung repräsentativ ist. Alle Einflüsse auf die Tem-
peratur in diesem „Referenzraum" – in dem auch die Bedieneinheit
angebracht ist – werden auf alle anderen Räume übertragen. Nicht jede
Wohnung hat einen Raum, der diese Anforderungen erfüllt. In diesem
Fall sind der reinen Raumtemperaturregelung Grenzen gesetzt.
Wenn Sie z. B. die Fenster in dem Raum öffnen, in dem die Raumtempe-
ratur gemessen wird, dann „denkt" die Regelung, dass sie in allen Räu-
men in der Wohnung die Fenster geöffnet haben und beginnt stark zu
heizen.
Oder umgekehrt: Sie messen die Temperatur in einem nach Süden
gerichteten Raum mit unterschiedlichen Wärmequellen (Sonne oder
auch andere Heizquellen, wie z. B. ein offener Kamin). Dann „denkt" die
Regelung, in allen Räumen wäre es so warm wie im Referenzraum und
die Heizleistung wird stark reduziert, so dass die Räume z. B. auf der
Nordseite zu kalt werden.
Bei dieser Regelungsart müssen Sie die Thermostatventile der Heizkör-
per im Referenzraum immer ganz aufdrehen.
Die außentemperaturgeführte Regelung mit Raumtemperaturauf-
schaltung
Die außentemperaturgeführte Regelung mit Raumtemperaturaufschal-
tung verbindet die Vorteile der beiden vorher genannten Regelungsar-
ten. Die gewünschte Vorlauftemperatur, die hauptsächlich von der
Außentemperatur abhängig ist, kann durch die Raumtemperatur nur in
einem begrenzten Rahmen verändert werden. Damit kann die Raumtem-
peratur in dem Raum mit der Bedieneinheit besser eingehalten werden,
ohne die anderen Räume ganz außer Acht zu lassen.
Bei dieser Regelungsart müssen Sie ebenfalls die Thermostatventile der
Heizkörper im Referenzraum immer ganz aufdrehen.
Warum müssen die Thermostatventile ganz geöffnet sein?
Wenn Sie z. B. die Raumtemperatur im Referenzraum reduzieren möch-
ten und deswegen das Thermostatventil weiter zudrehen, wird der
Durchfluss durch den Heizkörper reduziert und damit weniger Wärme an
den Raum abgegeben. Dadurch sinkt die Raumtemperatur. Die Hei-
zungsregelung versucht, dem Absinken der Raumtemperatur durch die
Anhebung der Vorlauftemperatur entgegenzuwirken. Die Anhebung der
Vorlauftemperatur führt jedoch nicht zu einer höheren Raumtempera-
tur, da das Thermostatventil weiterhin die Raumtemperatur begrenzt.
Eine zu hohe Vorlauftemperatur führt zu unnötigen Wärmeverlusten im
Heizkessel und in den Rohrleitungen. Gleichzeitig steigt die Temperatur
in allen Räumen ohne Thermostatventil durch die höhere Heizkesseltem-
peratur.
Wofür benötige ich eine Schaltuhr?
Moderne Heizungsanlagen sind mit einer Schaltuhr ausgerüstet um
Energie zu sparen. Mit der Schaltuhr können Sie einstellen, dass uhrzeit-
abhängig automatisch zwischen zwei unterschiedlichen Raumtempera-
turen gewechselt wird. Damit haben Sie die Möglichkeit, nachts oder zu
Logamatic 2107, Logamatic 2107 M – 6302 0502 (2013/10)
Was Sie über Ihre Heizungsanlage wissen sollten
Zeiten, zu denen Ihnen eine geringere Raumtemperatur ausreicht, eine
reduzierte Raumtemperatur einzustellen und am Tage mit der normal
gewünschten Raumtemperatur die Heizungsanlage zu betreiben.
Sie haben vier Möglichkeiten, die Raumtemperatur zu reduzieren. Je
nach Anforderung wird Ihr Heizungsfachmann eine davon auswählen
und für Sie einstellen:
• Gesamtabschaltung (es wird keine Raumtemperatur geregelt)
• Reduzierte Raumtemperatur (es wird eine reduzierte Raumtempera-
tur geregelt)
• Wechsel zwischen Gesamtabschaltung und reduziertem Heizen in
Abhängigkeit von der Raumtemperatur
• Wechsel zwischen Gesamtabschaltung und reduziertem Heizen in
Abhängigkeit von der Außentemperatur
Bei der Gesamtabschaltung der Heizungsanlage werden die Pumpen
und auch die anderen Komponenten nicht angesteuert. Nur wenn die
Gefahr besteht, dass die Heizungsanlage einfriert, wird wieder geheizt.
Das Heizen mit einer reduzierten Raumtemperatur (Nachtbetrieb)
unterscheidet sich vom normalen Heizbetrieb (Tagbetrieb) nur durch
eine niedrigere gewünschte Raumtemperatur in Zeiten, zu denen weni-
ger geheizt werden soll, z. B. nachts.
Beim Wechsel zwischen Gesamtabschaltung und reduziertem Hei-
zen wird, in Abhängigkeit von der Raumtemperatur beim Überschrei-
ten der eingestellten Raumtemperatur die Gesamtabschaltung aktiviert.
Diese Funktion ist nur möglich, wenn eine Raumtemperatur gemessen
wird.
Beim Wechsel zwischen Gesamtabschaltung und reduziertem Hei-
zen wird, in Abhängigkeit von der Außentemperatur beim Überschrei-
ten der eingestellten Außentemperatur die Gesamtabschaltung
aktiviert.
Was sind Heizkreise?
Ein Heizkreis beschreibt den Kreislauf, den das Heizungswasser vom
Heizkessel über die Heizkörper und zurück nimmt ( Bild 1, Seite 4).
Ein einfacher Heizkreis besteht aus dem Wärmeerzeuger, der Vorlauflei-
tung, dem Heizkörper und der Rücklaufleitung. Die Umwälzung des Hei-
zungswassers übernimmt eine Pumpe, die in die Vorlaufleitung
eingebaut wird. Wenn die Rohrleitungen gut isoliert sind, werden alle
Heizkörper mit der gleichen Vorlauftemperatur versorgt.
An einen Heizkessel können mehrere Heizkreise angeschlossen sein,
wie z. B. ein Heizkreis für die Versorgung der Heizkörper und ein weiterer
Heizkreis für die Versorgung einer Fußbodenheizung. Die Heizkörper
werden dabei mit höheren Vorlauftemperaturen betrieben als die Fuß-
bodenheizung.
Unterschiedliche Vorlauftemperaturen in verschiedenen Heizkreisen
sind in einer Heizungsanlage nur möglich, wenn zwischen Wärmeerzeu-
ger und beispielsweise der Fußbodenheizung ein so genanntes Dreiwe-
gemischventil eingebaut ist.
Mit Hilfe eines zusätzlichen Temperaturfühlers im Vorlauf des zu versor-
genden Heizkreises wird dem heißen Vorlaufwasser über das Dreiwege-
mischventil soviel kaltes Rücklaufwasser zugemischt, wie notwendig ist,
um die gewünschte niedrigere Temperatur zu erhalten. Wichtig ist, dass
für Heizkreise mit Dreiwegemischventil eine zusätzliche Pumpe erfor-
derlich ist. Durch die Pumpe kann der zweite Heizkreis unabhängig vom
ersten Heizkreis betrieben werden.
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