Neuron.book Seite 22 Freitag, 29. November 2002 2:47 14
Die Neuron-Philosophie
Neuron-Grundlagen
Die Neuron-Philosophie
Moderne Musikproduktionen werden seit vielen Jah-
ren zunehmend mit Computerhilfe erstellt. Dabei
sind nicht nur die eigentlichen Aufnahmegeräte
hochspezialisierte Computer. Auch werden Klanger-
zeuger, sogenannte „Synthesizer" oder „Sampler",
inzwischen nicht mehr aus diskreten elektronischen
Bauteilen gefertigt, sondern laufen gewöhnlich als
„Programm" auf einem DSP (Digitaler Signal Prozes-
sor).
In den vergangenen 5 Jahren hat sich eine Techno-
logie etabliert, die es sogar ermöglicht, diese Musik-
instrumente als sogenannte „Software Plug-Ins" in
ein computergestütztes Musiksystem zu integrieren.
Sie sind dann als virtuelle Instrumente im Rechner
verfügbar.
Die Bedienung erfolgt über ein grafisches User In-
terface, das heißt eine Bedienoberfläche erscheint
als Bild zusammen mit der eigentlichen Aufnahme-
Software auf dem Bildschirm. Dieses Bild weist dann
verschiedene Bedienelemente wie z.B. Schiebe- und
Drehregler, Knöpfe, Schalter usw. auf, über die man
das virtuelle Instrument (den Sampler oder Synthe-
sizer) bedienen kann.
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Diese Technologie darf man inzwischen als Industrie-
standard bezeichnen. Allerdings klagen die Anwender
zunehmend über die ergonomisch unbefriedigende
Art der Bedienung über Bildschirm, Computertastatur
und Maus. Der Musiker oder Produzent fühlt sich als
Kreativschaffender in seiner Arbeitsweise allzusehr
auf stoische Art beschnitten. Dies wird durch den zu-
nehmenden Markterfolg von teilweise spezialisierten
Fernsteuerungen mit echten Bedienelementen, so-
genannten Remote Controllern untermauert.
Eigentlich eine aberwitzige Entwicklung, denn die
virtuellen Instrumente sind zu einem großen Anteil
nichts weiter als bildhafte Ableitungen von einsti-
gen echten Instrumenten. Doch der Wunsch nach der
guten alten Hardware-Bedienung ist stark und die
Anwender erkennen inzwischen, wie sehr die krea-
tive Umgangsform mit einem elektronischen Instru-
ment mit dessen ureigener, haptisch erfahrbaren
Oberfläche verknüpft ist.
Neuron ist teilweise Kind dieser Strömung und in sei-
ner Gesamtheit als logischer nächster Schritt inner-
halb
einer
steten
Entwicklung
Klangerzeuger zu verstehen. Mit der innovativen
konzeptionellen Auslegung machen wir uns die Vor-
teile der modernen Technologie zunutze. Die Bedien-
oberfläche schafft als „Remote Control" direkten
Zugang zur Klangsynthese und ist darüberhinaus
synthetischer