Neuron.book Seite 120 Freitag, 29. November 2002 2:47 14
Modul: Slicer
Slicer im 3D Mode
Der 3D Mode findet ebenfalls auf Grundlage der oben
geschilderten Betrachtungsweise eines Klanggebil-
des statt. Allerdings erfolgt der zyklische Schwin-
gungsdurchlauf nicht strikt vertikal, sondern „quer
durch den Raum". Das auditive Ergebnis ist mit Wor-
ten recht schwer zu umschreiben und Sie können sich
glücklich schätzen, dass Sie gerade einen Neuron vor
sich haben um diesen Effekt schlicht auszuprobie-
ren. Neben der reinen Klangmodulation findet
gleichsam eine Animation innerhalb des Stereobildes
statt – oder, falls Sie das Instrument im Surround
Mode betreiben, im 5.1-Klangfeld. Rate regelt die
Geschwindigkeit des Effektes und über Spread defi-
nieren Sie die „Spreizung" der Modulation innerhalb
des Klangfeldes, was die Grafik rechts verdeutlicht.
Exkurs zum Thema LFOs
Die meisten zeitgenössischen Synthesizer verfügen
gleich über mehrere LFOs, die als Modulationsquellen
auf die unterschiedlichsten Ziele innerhalb des In-
strumentes geroutet werden können. Doch ist es
zweifelsfrei ein zeitintensiver und kopflastiger Pro-
zess mit Hilfe unterschiedlicher Modul-Verknüpfun-
gen einen Klang lebendig zu gestalten.
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Nun aber einmal ehrlich: Wer „schöpft" mit den bis-
her verfügbaren Synthesizern denn tatsächlich von
Grund auf neue, komplexe Klänge, indem er Stunden
damit zubringt, Module miteinander zu verknüpfen,
Werte einzustellen, und Parameter untereinander ab-
zugleichen (förmliche Entschuldigung an alle Sound-
Designer dieser Welt)? Wir denken, dass sich die
Mehrheit der Anwender synthetischer Klangerzeuger
auf die Bedienung der Hauptfunktionen beschränkt:
Filter-Cutoff oder Resonanz, Auswahl einer Grund-
Slicer im 3D Mode