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Hartmann Neuron Handbuch Seite 176

Digital-synthesizer
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Neuron.book Seite 170 Freitag, 29. November 2002 2:47 14
Surround Basics
Denn: ist es nicht eigentlich absurd, den Raum bei
der Aufnahme zu unterdrücken, um ihn später in
Form von Halleffekten wieder zu simulieren?
Einige Begriffsdefinitionen
Die folgenden Definitionen sind den Empfehlungen
der International Telecommunication Union (ITU)
entnommen. Jede dieser technischen Schriften ist
als eine Art „empfehlende Norm" zu verstehen, die
zum Ziel hat, technische Standards zu manifestieren,
ohne dabei die Kreativität und Experimentierfreudig-
keit der Produzierenden zu untergraben.
3/2: Hauptempfehlung für diskrete Mehrkanal-Ste-
reophonie mit drei Front-Lautsprechern (Left/Cen-
ter/Right) und zwei rückwärtigen Kanälen (LS = Left
Surround und RS). Standard lt. ITU-R BS 775.
5.1: Variation bzw. Erweiterung der 3/2-Empfehlung
um einen frequenzbeschränkten Tiefbasskanal (Low
Frequency Effect, LFE).
Sweet Spot: Optimale Hörposition. Für jeden Mehr-
kanalaudio-Typ empfiehlt die ITU eine spezifische
Anordnung der Lautsprecher, mit dem Ziel den größt-
möglichen Hörbereich bei best möglicher Klangqua-
lität zu erreichen. Die empfohlene Anordnung für das
5.1-Format sehen Sie auf Seite 171.
170
Surround, Dolby Surround, Dolby Digital, Bahnhof
Neuron unterstützt das Surround-Format 5.1, ein
digitales Mehrkanalformat mit sechs diskreten Kanä-
len (siehe Definition).
Das 5.1-Format sollte nicht verwechselt werden mit
dem ersten kommerziellen Mehrkanalverfahren Dolby
Surround® . Dieses Verfahren basiert auf zwei matri-
zierten analogen Übertragungskanälen: In ein Zwei-
kanal-Stereosignal werden ein frequenzbeschränkter
Center-Kanal und ein frequenzbeschränkter hinterer
Surround-Kanal codiert. Der hintere Kanal wird zeit-
verzögert auf zwei Lautsprechern ausgegeben. Der
Center-Kanal wird entweder gleichmäßig auf den lin-
ken und rechten Frontkanal verteilt oder über einen
separaten Center-Lautsprecher ausgegeben (je nach
eingesetztem Decoder).
Das 5.1-Mehrkanalformat bildet die technische Basis
für das aus der DVD-Welt bekannte Codier- bzw. Über-
tragungsformat Dolby Digital®.
Dolby-Surround®, Dolby Digital® und Virtual Sur-
round® (welches man durch Phasen- und Frequenz-
verschiebungen ohne zusätzliche Lautsprecher
erreicht) sind also keine Mehrkanalformate sondern
Bezeichnungen für CODECs (Kodierungs-/Dekodie-
rungsalgorithmen der Firma Dolby Labs™) und weisen
nicht zwangsläufig auf die Anzahl der Kanäle hin.
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