Neuron.book Seite 154 Freitag, 29. November 2002 2:47 14
Modul: Master Effects
Modul: Master Effects
Neben dem Silver verfügt Neu-
ron zusätzlich über eine Mas-
ter-Effekteinheit,
Delay und ein Reverb in wirk-
lich herausragender Qualität
enthält. Eine „Tap"-Funktion
erlaubt die intuitive Eingabe
der Delay-Zeit.
Das Delay liegt im Signalweg
vor dem Reverb. Das bedeutet,
dass jedes erzeugte Delay mit
in die Raumsimulation einge-
bettet wird.
Beide Effekte stehen im Sound Mode und im SetUp
Mode zur Verfügung. Im SetUp Mode gelten für alle 4
Sounds dieselben Delay- und Reverb-Einstellungen
zu. Die Effektanteile lassen sich jedoch pro Sound
getrennt regeln, d.h. auf SetUp-Ebene werden die
Send-Werte pro Sound gespeichert. Die Mix-Einstel-
lung für Master-Delay und-Reverb sind im SetUp
Mode deshalb als Return-Werte zu betrachten (siehe
Seite 161).
Die Effektausgabe erfolgt generell auf Stereoaus-
gang 1 (analog bzw. digital), Stereo 2 und 3 sind tro-
cken.
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Im Surround Mode werden die Effekte des linken Ste-
reokanals auf den vorderen und hinteren linken Sur-
roundkanal gelegt (FrLeft und BkLeft).
Entsprechendes gilt für den rechten Kanal. Center-
die
ein
und Subwoofer-Kanal sind trocken.
Bevor wir uns den einzelnen Parametern und Bedien-
elementen der Master Effects zuwenden, wie ge-
wohnt einige erklärende Worte zu den Effekten
Reverb und Delay.
Delay
Vereinfacht gesagt kopiert ein Delay ein Audio-Sig-
nal und mischt es nach einer definierten Verzöge-
rungszeit
Originalsignal, wodurch ein Echo des Originalsignals
entsteht. Wenn man nun das verzögerte Signal per
Rückkopplungsschleife wieder auf den Effekteingang
zurückgeführt (Feedback), wird das Echo so oft wie-
derholt, bis es, abhängig von der Stärke des Feedback
und der Dämpfung im Rückkopplungszweig (Parame-
ter Fdbk Damp) verklingt.
Delays eignen sich hervorragend zum „Ausfüllen" ei-
nes Instrumentensounds: Kurze Delay-Zeiten (50 bis
100 ms) erzeugen eine „Quasiverdopplung", simulie-
ren zwei identische Instrumente, die unisono spielen
- ein eher subtiler Effekt. Bei höheren Delay-Zeiten
entstehen rhythmische Klangpatterns, die besonders
(Delay
Time)
wieder
mit
dem