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Hartmann Neuron Handbuch Seite 134

Digital-synthesizer
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Neuron.book Seite 128 Freitag, 29. November 2002 2:47 14
Modul: Silver
EQComp
Dieser Kombi-Effekt setzt sich aus einem parametri-
schen Equalizer und einem Kompressor zusammen.
Der Equalizer: Unter „Equalization" versteht man
die selektive Anhebung oder Absenkung bestimmter
Frequenzbereiche eines Klangspektrums. Der Begriff
rührt von der ursprünglichen Absicht des Effekts her,
nicht etwa eine Färbung des Klangs zu erzielen, son-
dern einen linearen Frequenzgang (beispielsweise
den Höhenausgleich eines analogen Signals nach der
Übertragung durch ein langes Kabel). Heute ist der
Equalizer eines der wichtigsten Instrumente zur
Klanggestaltung und zur teilweisen Kompensation
der umgebenden Klangverhältnisse.
Die „Parametrik" ermöglicht es, einzelne Frequenz-
bänder individuell zu behandeln, indem man für je-
des Band die Grenz- bzw. Mittenfrequenz, die
Flankensteilheit (Slope) bzw. Bandbreite (Q) des ent-
sprechenden Filters und eine eigene Gain angibt.
Neuron bietet zu diesem Zweck zwei Shelving-Filter -
Kuhschwänze... - (LowShelf und HighShelf) sowie
zwei Peaking-Filter (B1 und B2) an. Die einzelnen
Frequenzbänder können sich dabei überlappen. Der
Verstärkungsfaktor Gain ermöglicht die individuelle
Kompensation von Lautstärkeänderungen, die sich
durch die Tonbeeinflussung ergeben.
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Der Compressor: Er verkleinert den Dynamikbereich
des Audiosignals, indem hohe Signalpegel reduziert
und niedrige Signalpegel angehoben werden. Der
Schwellwert, ab dem dieser Mechanismus greift wird
über den Parameter Threshold definiert. Von großer
Bedeutung ist die Reaktionszeit eines Kompressors:
Nachdem der Eingangspegel die Threshold über-
schritten hat, vergeht eine bestimmte Attack-Zeit,
bis das Signal komprimiert am Ausgang anliegt. Ent-
sprechendes gilt für das „Loslassen" nachdem kein
Eingangssignal mehr anliegt: die Releasezeit. Im
Neuron gibt es hierfür den Parmater Responsivness,
der die Reaktion als eine Kombination aus program-
mabhängiger Attack- und Release-Zeit regelt.
Distortion
Das Eingangssignal wird auf einen hohen Lautstär-
kepegel angehoben, so dass der sogenannte Clip
Point (zu verstehen als Schwellwert) überschritten
wird und ein Verzerrungseffekt entsteht.
Die Neuron-Distortion arbeitet mit Soft-Clipping -
das ist die „Weichei-Overdrive-Variante" - das heißt
die Spitzen des verzerrten Signals werden jenseits
des Clip Points, ab dem die Verzerrung beginnt, nicht
alle auf dem selben Pegel gekappt, sondern der Pegel
wird sanfter reduziert. Dabei gilt: Je höher der Ein-
gangspegel ist (je mehr Verzerrung), desto stärker
werden die Spitzen der Schwingung gekappt. Aus ei-
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