Sicherheitshinweise
Um Korrosion zu vermeiden, können folgende Maßnahmen durchgeführt
werden:
Die Zugabe eines Spülgases durch den Gasballasteinlass oder am Auspuff
der Pumpe kann sicherstellen, dass korrosive Gase in der Dampfphase ver-
bleiben.
Wenn Pumpen abgeschaltet werden, ist die Beibehaltung eines kleinen
Spülgasdurchflusses (zum Beispiel zum Spülen der Wellendichtung) empfeh-
lenswert, um korrosive Materialien aus der Pumpe auszutragen und das
Einströmen feuchter Luft aus der Auspuffleitung zu verhindern. Zusätzlich ver-
mindert die Installation eines Rückschlagventils in der Auspuffleitung bei der
Pumpe das Rückströmen von Feuchtigkeit beim Abschalten der Pumpe. Dies
ist beim Einsatz von Feuchtwäschern im Rahmen der weiteren Abgas-
behandlung sehr empfehlenswert.
Kalte Oberflächen und Oberflächen, die hohen Drücken ausgesetzt sind, bei
denen die Wahrscheinlichkeit einer Kondensation sehr hoch ist, können einer
Korrosion ausgesetzt sein. Das höchste Risiko besteht daher in der Auspuff-
leitung, insbesondere wenn diese Leitung durch einen kalten Ort (z.B. im
Freien) geführt wird. Daher ist bei der Spezifizierung der Abgasleitung diese
so auszulegen, dass eine gefährliche Korrosion vermieden wird. Dichtungs-
materialien sollten sorgfältig ausgewählt werden, um deren Kompatibilität mit
den korrosiven Materialien sicherzustellen.
Der Einsatz von Aluminium oder Aluminiumlegierungen wird für Pumpen, die
Halogenen ausgesetzt sind, nicht empfohlen. Um eine Reaktion zwischen
dem Material der Pumpe und den Halogenen oder Säuren zu vermeiden,
wird üblicherweise der Schöpfraum beschichtet.
Die Verwendung von Kupfer oder Messing in Kontakt mit den Prozessgasen
wird nicht empfohlen.
Zum Pumpen von korrosiven Gasen oder starken Oxidantien durch ölgedich-
tete Pumpen oder durch Pumpen mit fettgeschmierten Lagern im Vakuum,
wird PFPE empfohlen, um eine rasche Zersetzung des Schmierstoffes und
die Bildung gefährlicher Reaktionsprodukte zu verhindern.
Abb. 0.2 RUTA WH7000/DV650/G
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17200469_001_C0 - 09/2016 - © Leybold