Sicherheitshinweise
Betrieb oberhalb der oberen Entflammbarkeitsgrenze (OEG)
Die obere Entflammbarkeitsgrenze lässt sich normalerweise dem Sicherheits-
datenblatt entnehmen, welches von den Lieferanten des Gases oder
Dampfes veröffentlicht wird; dies ist die maximale Luft-/Oxidationsmittel-
Konzentration, bei der eine entflammbare Gasmischung gezündet werden
könnte und so zu einer Flamme oder Explosion führt.
Um eine potentiell explosive Atmosphäre zu vermeiden, und für die Ein-
richtung eines Sicherheitsspielraums ist es erforderlich, die Luft-/ Oxidations-
mittel-Konzentration auf 60 % der Luft/Oxidationsmittel-Konzentration der
oberen Entflammbarkeitsgrenze für Luft/Brennstoff zu begrenzen.
Diese Betriebsart erfordert die sorgfältige Kontrolle über Luftlecks im Prozess-
behälter, der Verrohrung und dem Vakuumsystem; zusätzlich ist es erforder-
lich, das zufällige Einströmen von Luft aufgrund von Betriebs- oder
Wartungsaktivitäten, wie dem Öffnen von Ventilen oder dem Austauschen
von Inertgas-Flaschen, zu berücksichtigen.
Der Vorteil dieser Vorgehensweise besteht darin, dass der Einsatz einer
Inertgasspülung nicht erforderlich ist, wodurch sich die Abgasbehandlung des
Prozessgases vereinfacht, beziehungsweise diese erst ermöglicht wird und
sich dadurch Kosten sparen lassen.
Betrieb unterhalb der minimalen Sauerstoffkonzentration
Die minimale Sauerstoffkonzentration ist die Sauerstoffkonzentration, bei der
eine potentiell explosive Atmosphäre noch existieren kann. Bei Sauerstoff-
konzentrationen unterhalb dieses Wertes sind entflammbare Mischungen
nicht in der Lage, einen Brand oder eine Explosion aufrechtzuerhalten.
Um eine potentiell explosive Atmosphäre zu vermeiden, und für die
Einrichtung eines Sicherheitsspielraumes ist es erforderlich, die Sauerstoff-
konzentration auf 60 % der minimalen Sauerstoffkonzentration zu begrenzen.
Auch diese Betriebsart erfordert die sorgfältige Kontrolle über Luftlecks im
Prozessbehälter, der Verrohrung und dem Vakuumsystem; zusätzlich ist es
erforderlich, das zufällige Einströmen von Luft aufgrund von Betriebs- oder
Wartungsaktivitäten, wie dem Öffnen von Ventilen oder dem Austauschen
von Inertgas-Flaschen, zu berücksichtigen.
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