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Dauerhaft Toleriertes Geschwindigkeitsverhältnis - Sick Flexi Soft Betriebsanleitung

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LOGIKPROGRAMMIERUNG IM DRIVE MONITOR FX3-MOC1
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B E T R I E B S A N L E I T U N G | Flexi Soft im Flexi Soft Designer
gewertet, d. h. nicht berücksichtigt. Dies dient dazu, hohe Geschwindigkeitsverhältnisse
bei niedrigen Geschwindigkeiten zu vermeiden. Andernfalls kann eine kleine absolute
Geschwindigkeitsdifferenz zu einem hohen Geschwindigkeitsverhältnis führen, weil die
Geschwindigkeit, auf die Bezug genommen wird, ebenfalls gering ist. Geschwindigkeits‐
differenzen, die über dieser Toleranzschwelle liegen, werden vollständig berücksichtigt.
Dauerhaft toleriertes Geschwindigkeitsverhältnis
Mit dem Parameter Geschwindigkeitsverhältnis Toleranzschwelle 1 kann das zulässige
Geschwindigkeitsverhältnis in Bezug auf den höheren Geschwindigkeitswert von Motion
In 1 und Motion In 2 festgelegt werden. Dabei wird der höhere der beiden Werte als
100 % angesehen.
Abbildung 269: Dauerhaft toleriertes Geschwindigkeitsverhältnis
Beim Übergang des Flexi-Soft-Systems in den Run-Zustand ist der Ausgang Status 1.
Solange kein Fehler auftritt, ändert sich der Wert des Ausgangs nicht.
Der Ausgang Status wird 0, wenn das durch den Parameter Geschwindigkeitsverhältnis Tole‐
ranzschwelle 1 definierte zulässige Geschwindigkeitsverhältnis (relative Geschwindig‐
keitsdifferenz in %) überschritten wird. Dies geschieht unabhängig vom Zustand des
Eingangs Unterdrückung Fehlersignalisierung.
Wenn die Geschwindigkeit am Eingang Motion In 1 oder am Eingang Motion In 2 ungültig
wird, dann geht der Ausgang Status sofort auf 1, da in diesem Fall keine Auswertung
möglich ist und der Fehler weiter vorne im Signalpfad liegt.
Erhöhte Toleranzschwelle für das Geschwindigkeitsverhältnis
Die Toleranzschwelle für das zulässige Geschwindigkeitsverhältnis kann erhöht werden.
Der Funktionsbaustein Geschwindigkeitsvergleich V2 ermöglicht zwei zusätzliche bedingt
erhöhte Toleranzschwellen, die jeweils mit einer eigenen maximalen Dauer konfiguriert
werden können.
Die Eingänge Freigabe Toleranzschwelle 2 und Freigabe Toleranzschwelle 3 müssen im Konfi‐
gurationsdialog des Funktionsbausteins aktiviert werden. Nur wenn diese Eingänge
aktiviert sind, stehen Geschwindigkeitsverhältnis Toleranzschwelle 2 und Geschwindigkeitsver‐
hältnis Toleranzschwelle 3 zur Verfügung.
Wenn der Eingang Freigabe Toleranzschwelle 2 auf 1 ist, dann ist das Überschreiten des
Wertes von Geschwindigkeitsverhältnis Toleranzschwelle 1 erlaubt. In diesem Fall wird das
erhöhte Geschwindigkeitsverhältnis Toleranzschwelle 2 wirksam. Die Dauer der erlaubten
Überschreitung kann durch den Parameter Max. Zeit Toleranzschwelle 2 begrenzt werden.
Ein Wert von 0 ms bedeutet dabei unendlich, d. h. keine zeitliche Begrenzung. Wenn
das Geschwindigkeitsverhältnis Toleranzschwelle 1 länger als die konfigurierte Max. Zeit Tole‐
ranzschwelle 2 überschritten wird, dann wird der Ausgang Status 0.
Dasselbe gilt für die dritte mögliche Begrenzung: Wenn der Eingang Freigabe Toleranz‐
schwelle 3 auf 1 ist, dann ist das Überschreiten des Wertes von Geschwindigkeitsverhältnis
Toleranzschwelle 2 erlaubt und das erhöhte Geschwindigkeitsverhältnis Toleranzschwelle 3 wird
wirksam. Die Dauer der erlaubten Überschreitung kann durch den Parameter Max. Zeit
8012479/16HC/2020-01-23 | SICK
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