- Verwendbare Drahtdurchmesser:
- Verwendbares Gas:
Kohlenstoffstähle und niedrig legierte Stähle
- Verwendbare Drahtdurchmesser:
- Verwendbares Gas:
Kennzeichnenderweise muss sich das Kontaktrohr 5-10 mm im Inneren der Düse befinden.
Je mehr, desto höher ist die Lichtbogenspannung. Die freie Drahtlänge (Stick-out) liegt
normalerweise zwischen 10 und 12 mm.
Anwendung: Schweißen in „Lagen" bei mittelniedrigen Dicken und auf thermisch
empfindlichen Werkstoffen, besonders für das Schweißen von leichten Legierungen
(Aluminium und dessen Legierungen) auch bei Dicken von weniger als 3 mm geeignet.
SCHUTZGAS
Siehe TAB. 8.
6.3 WERKSTOFFÜBERGANG BEI KALTEM LICHTBOGEN (ROOT MIG)
ROOT MIG ist eine besondere Art der Schweißung MIG Short Arc und wurde entwickelt,
um ein noch kälteres Schweißbad desselben Short Arcs beizubehalten. Auf Grund der sehr
geringen Wärmezufuhr kann Schweißmaterial abgelagert werden, wobei die Oberfläche
des Werkstücks nur in geringem Ausmaß verformt wird. ROOT MIG eignet sich daher ideal
für das manuelle Auffüllen von Spalten und Rissen. Außerdem ist das Auffüllverfahren im
Vergleich zum WIG-Schweißen einfacher und schneller, da keine Materialzufuhr notwendig
ist. Die Programme ROOT MIG eignen sich für Arbeiten mit Kohlenstoffstählen sowie niedrig
legierten Stählen.
7. BETRIEBSART MIG-MAG
7.1 Handbetrieb
Einstellung Handmodus (Abb. L-1)
Der Benutzer kann die folgenden Schweißparameter individuell vorgeben (Abb. L-2):
-
: Schweißspannung;
-
: Drahtzufuhrgeschwindigkeit;
-
: Gasvorströmung (Pre-gas). Die Dauer des Schutzgasstroms kann vor Beginn des
Schweißvorgangs angepasst werden.
-
: Gasnachströmung (Post-gas). Die Dauer des Schutzgasstroms kann beginnend
bei der Unterbrechung des Schweißvorgangs angepasst werden.
-
: Nachbrennen (Burn-back). Die Dauer für das Nachbrennen des Drahtes bei
Unterbrechen des Schweißvorgangs kann eingestellt werden;
-
: Soft-start. Die Drahtgeschwindigkeit kann beim Start des Schweißvorgangs
angepasst werden, um die Lichtbogenzündung zu optimieren.
-
: Elektronische Reaktanz. Ein höherer Wert führt zu einem wärmeren Schweißbad;
Im oberen Displaybereich werden die reellen Schweißgrößen (Drahtgeschwindigkeit,
Schweißstrom und -spannung) angegeben.
7.1.1 Einstellung der Parameter mit Spool Gun (nur in der Ausführung Einzelbrenner)
Im Handmodus werden die Drahtzufuhrgeschwindigkeit und die Schweißspannung
getrennt geregelt. Der auf der Spool Gun (Abb. I-5) vorhandene Knopf reguliert die
Drahtgeschwindigkeit, die Schweißspannung hingegen wird über das Display eingestellt.
7. Synergiebetrieb
Einstellung Synergiemodus (Abb. L-3).
Durch mindestens 3 Sekunden langes Drücken des Knopfs C-5 gelangt man zum
Einstellungsmenü der Parameter, wie Werkstoff, Drahtdurchmesser, Gasart. (Abb. L-4). Die
Schweißmaschine nimmt automatisch die Einstellungen für optimale Betriebsbedingungen
gemäß den gespeicherten Synergiekurven vor. Der Benutzer muss nur die Werkstoffdicke
wählen, um mit dem Schweißen beginnen zu können.
Außerdem kann der Benutzer die folgenden Schweißparameter individuell vorgeben (Abb.
L-5):
-
: Schweißstrom.
-
: Lichtbogenkorrektur entsprechend der voreingestellten Spannung.
-
: Drahtzufuhrgeschwindigkeit.
-
: Werkstoffdicke.
-
: Anfangsstrom (angegeben in Prozent als I
-
: Lichtbogenkorrektur des Anfangsstroms.
-
: Dauer des Anfangsstroms.
-
: Dauer der Rampe zwischen Anfangsstrom und Strom I
-
: Dauer der Rampe zwischen Strom I
-
: Dauer des Endstroms.
-
: Endstrom (angegeben in Prozent als I
-
: Lichtbogenkorrektur des Endstroms.
Ar/O
- oder Ar/CO
-Gemisch (1-2%)
2
2
0.8 - 1.0 - 1.2 - 1.6 mm (nur in der Ausführung 400 A)
Ar/CO
)
2
.
2
und Endstrom.
2
).
2
0.8-1.0 mm
-
: Gasvorströmung (Pre-gas). Die Dauer des Schutzgasstroms kann vor Beginn des
Schweißvorgangs angepasst werden.
-
: Gasnachströmung (Post-gas). Die Dauer des Schutzgasstroms kann beginnend
bei der Unterbrechung des Schweißvorgangs angepasst werden.
-Gemische
2
-
: Korrektur Burn-back. Die Dauer für das Nachbrennen des Drahtes bei
Unterbrechen des Schweißvorgangs bzgl. der voreingestellten Dauer kann
korrigiert werden.
-
: Korrektur elektronische Reaktanz entsprechend des voreingestellten Werts.
Anmerkung: Die Parameter Schweißstrom, Drahtzufuhrgeschwindigkeit und Werkstoffdicke
sind untereinander durch eine Synergiekurve verbunden.
Im oberen Displaybereich werden die reellen Schweißgrößen (Drahtgeschwindigkeit,
Schweißstrom und -Spannung) angegeben.
7. .1 ATC-Betrieb (Advanced Thermal Control)
Wird automatisch aktiviert, wenn die eingestellte Dicke bei 1,5 mm oder darunter liegt.
Beschreibung: Die unverzügliche Steuerung des Schweißlichtbogens und eine äußerst
zügige Parameterkorrektur minimieren die Stromspitzen, die beim Werkstoffübergang im
Kurzlichtbogen (Short-arc) typisch sind. Das hat den Vorteil einer geringeren Wärmezufuhr
zum Werkstück. Das Resultat sind einerseits eine geringere Materialverformung, auf der
anderen Seite ein flüssiger und präziser Übergang des Schweißzusatzwerkstoffs, wodurch
eine leicht modellierbare Schweißnaht entsteht.
Vorteile:
- Sehr leichtes Schweißen auf dünnwandigen Werkstoffen;
- Geringere Materialverformung;
- Stabiler Lichtbogen auch bei geringen Stromwerten;
- Zügiges, präzises Punktschweißen;
- Leichteres Zusammenfügen voneinander entfernter Bleche.
7. . Anwendung Spool Gun (nur in der Ausführung Einzelbrenner)
Alle Einstellungsmodi (Werkstoff, Drahtdurchmesser, Gasart) erfolgen wie oben
beschrieben.
Der auf der Spool Gun (Abb. I-5) vorhandene Knopf reguliert die Drahtgeschwindigkeit
(und gleichzeitig den Schweißstrom und die Dicke). Der Benutzer muss nur die
Lichtbogenspannung über das Display berichtigen (falls erforderlich).
7.3 Betrieb im Pulse-Modus
Einstellung Pulse-Modus (Abb. L-6).
Durch mindestens 3 Sekunden langes Drücken des Knopfs C-5 gelangt man zum
Einstellungsmenü der Parameter, wie Werkstoff, Drahtdurchmesser und Gasart.
(Abb. L-4). Die Schweißmaschine nimmt automatisch die Einstellungen für optimale
Betriebsbedingungen gemäß den verschiedenen, gespeicherten Synergiekurven vor. Der
Benutzer muss nur die Werkstoffdicke wählen, um mit dem Schweißen beginnen zu können.
7.4 Betrieb im Modus PoP (PULSE on PULSE).
Einstellung Pulse-Modus (Abb. L-7).
Der PoP-Modus ermöglicht eine pulsierte Schweißung mit 2 Stromniveaus (I
Frequenz PoP Hz.
Im Bezug auf den Pulse-Modus sind noch folgende Variablen verfügbar:
-
: Sekundärschweißstrom (angegeben in Prozent als I
-
: Lichtbogenkorrektur des Sekundärstroms.
-
: Wechselfrequenz zwischen I
-
: Ausgleich der Stromdauer I
7.5 Betrieb im Modus ROOT MIG
Einstellung Modus ROOT MIG (Abb. L-8).
Die verfügbaren Parameter entsprechen den Parametern des Synergiemodus (siehe 7.2).
7.6 Einstellung Brenner T1, T , T3 (nur in der Ausführung 3 Brenner)
Die Einstellung zum Gebrauch des Brenners T1, T2, T3 kann auf zwei Arten erfolgen:
- Den Brennerknopf des zu verwendenden Brenners mindestens eine Sekunde lang
gedrückt halten, bis das zugehörige Symbol ausgewählt ist.
- Durch Auswahl über des Menü EINSTELLUNGEN (siehe Kap. 13.5).
Anmerkung: Durch gleichzeitiges Betätigen der beiden Knöpfe (Abb. C-2 und Abb. C-3)
wird die Einstellung eines jeden der 3 Brenner angezeigt.
Für optimale Schweißungen ist es ratsam, eine korrekte Kombination aus Brenner, Vorschub
und Material zu verwenden. Siehe Tabelle 3 (TAB. 3).
8. BEDIENUNG DES BRENNERKNOPFES
8.1 Einstellung des Modus zur Bedienung des Brennerknopfes (Abb. L-9)
Aufgerufen wird das Menü für die Parametereinstellung, indem man den Knopf (Abb. B-5)
mindestens 3 Sekunden lang betätigt.
8. Betätigungsarten des Brennerknopfes
Es besteht die Möglichkeit 4 verschiedene Betätigungsarten des Brennerknopfes
einzustellen:
Modus T
Die Schweißung beginnt mit der Betätigung des Brennerknopfes und endet mit dem
Loslassen des Knopfes.
Modus 4T
Die Schweißung beginnt mit der Betätigung und dem Loslassen des Brennerknopfes und
endet erst, wenn der Brennerknopf ein zweites Mal gedrückt und losgelassen wird. Dieser
Modus ist zweckmäßig für länger andauernde Schweißungen.
Modus 4T Bi-Level
Die Schweißung beginnt mit der Betätigung und dem Loslassen des Brennerknopfes. Bei
- 37 -
).
2
und I
.
2
1
gegenüber der Stromdauer I
.
2
1
und I
) mit
2
1