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Aventics Marex OS II Bedienungsanleitung

Fuer schiffsfernsteuerungsanlagen mit wendegetriebe
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Kapitel

Inhaltsverzeichnis
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Inhaltszusammenfassung für Aventics Marex OS II

  • Seite 3: Inhaltsverzeichnis

    Inhalt Zu dieser Bedienungsanleitung Gültigkeit der Bedienungsanleitung ......................5 Erforderliche und ergänzende Dokumentationen ..................5 Darstellung von Informationen ........................5 1.3.1 Sicherheitshinweise ............................5 1.3.2 Symbole und Formatierungen ..........................6 1.3.3 Bezeichnungen ..............................6 1.3.4 Abkürzungen ..............................7 Sicherheitshinweise Zu diesem Kapitel ............................8 Bestimmungsgemäße Verwendung .......................
  • Seite 5: Zu Dieser Bedienungsanleitung

    Dieses Handbuch beschreibt die Bedienung der Fernsteuerung Marex OS II. Die einzelnen Bedien- und Anzeigeelemente, wie sie bei einer Anlage mit Standardfunktionen vorhanden sind, werden erläutert. Baugruppen, die bei einer Fernsteuerung Marex OS II mit erweitertem Funktionsumfang eingesetzt werden, sind in diesem Handbuch nicht dargestellt. Für Fernsteuersysteme mit erweitertem Funktionsumfang existieren gesonderte Beschreibungen.
  • Seite 6: Symbole Und Formatierungen

    Gefahrenklassen nach ANSI Z535.6-2006 Warnzeichen Bedeutung Signalwort kennzeichnet eine gefährliche Situation, in der Tod oder schwere Körperverletzung eintreten werden, wenn sie nicht vermieden wird. kennzeichnet eine gefährliche Situation, in der Tod oder schwere Körperverletzung eintreten können, wenn sie nicht vermieden wird. kennzeichnet eine gefährliche Situation, in der leichte bis mittelschwere Körperverletzungen eintreten können, wenn sie nicht vermieden wird.
  • Seite 7: Abkürzungen

    In dieser Bedienungsanleitung werden folgende Abkürzungen verwendet, die mit der Beschriftung der Geräte korrelieren: Abkürzung Bedeutung Controller Area Network asynchrones, serielles Bussystem zur Vernetzung von Steuergeräten Marex OS II Marex Open System II elektrisches Fernsteuersystem für Schiffsantriebe Marine Propulsion Controller Zentraler Steuerungsrechner zur Fernsteuerung einer Antriebsanlage SUB-D SUB = subminiature, D = d shaped Steckverbinder (SUB-D-Buchse bzw.
  • Seite 8: Sicherheitshinweise

     zur Steuerung des Schiffsantriebes mit benzin- oder gasbetriebenen Motoren, wenn sichergestellt ist, dass alle Komponenten der Fernsteuerung Marex OS II außerhalb des explosionsgefährdeten Bereiches installiert sind  unter der Bedingung, dass an allen Fahrständen eine von der Fernsteuerung Marex OS II unabhängige Motor- Notstopp-Einrichtung vorhanden ist ...
  • Seite 9: Allgemeine Sicherheitshinweise

    Marex OSII Sie dürfen das System und seine Komponenten nur entsprechend den Anweisungen der Dokumentation Marex OSII Dokumentation installieren, in Betrieb nehmen und warten. Die Marex OS II Dokumentation beinhaltet drei Handbücher: „Geräte und Einstellungen“ „Bedienung“ und „Service“. An das System Marex OSII dürfen nur Komponenten angeschlossen werden, die von der zulässige...
  • Seite 10: Einleitung

    Anzeigeelemente, wie sie bei einer Anlage mit Standardfunktionen vorhanden sind, werden erläutert. Baugruppen, die bei einer Fernsteuerung Marex OS II mit erweitertem Funktionsumfang eingesetzt werden, sind in diesem Handbuch nicht dargestellt. Für Fernsteuerungssysteme mit erweitertem Funktionsumfang existieren gesonderte Beschreibungen.
  • Seite 11: Bedienelemente Am Fahrstand

    Hebel, mit dem sowohl die Motordrehzahl als auch die Getriebestellung (Voraus, Neutral, Zurück) gesteuert wird. Zusätzlich existieren Tasten und Lampen, mit denen weitere Funktionen ausgelöst bzw. angezeigt werden können. Fahrstand A Fahrstand B Die Marex OS II bietet folgende Fahrstands- varianten: Kommandogeber Kommandogeber Typ 230 Typ 240, 241, 244 oder 251 mit ...
  • Seite 12 In dem Gehäuse des Kommandogebers Typ 240/241 sind folgenden Tasten und Lampen integriert: Lampen (LED) am Kommandogeber Typ 240/241 Tasten am Kommandogeber Typ 240/241  Taste COMMAND Ist der Kommandogeber passiv, d.h. von diesem Kommandogeber kann das Schiff aktuell nicht gesteuert werden und die Lampen COMMAND sind aus, kann über diesen Taster per Tastendruck ein Wechsel des Kommandos initiiert werden (siehe Seite 19, Kapitel 5.2 Fahrstandswechsel).
  • Seite 13: Kommandogeber 244

     Lampen ALARM Tritt an einer Anlage ein Fehler auf, leuchtet diese Lampe. Ertönt gleichzeitig ein Signalton von dem im Kommandogeber integrierten Buzzer oder von einem externen Alarmsystem, handelt es sich um einen Alarm, d.h. die Steuerung des Schiffes ist nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich.
  • Seite 14: Kommandogeber 230 Und Bedienstreifen

    Kommandogeber 230 und Bedienstreifen Ein Fahrstand für einen Antrieb mit einem Motor Kommandogeber Bedienstreifen ist mit einem Kommandogeber Typ 230 mit Typ 230 einem Hebel und einem Bedienstreifen, ein mit einem Hebel Fahrstand für Doppelmotoren ist mit einem Kommandogeber Typ 230 mit zwei Hebeln und zwei Bedienstreifen ausgestattet.
  • Seite 15 Insgesamt stehen 4 Tasten zur Verfügung: ALARM Bei einem Fehler kann über einen im Kommandogeber integrierten Buzzer ein Dauerton  ausgegeben werden. Gleichzeitig leuchtet die Alarmlampe. Um den Dauerton zu quittieren, d.h. den Buzzer stumm zu schalten, ist dieser Taster zu Betätigen. Diese Funktion ist unabhängig davon, ob der Kommandogeber aktiv oder passiv ist.
  • Seite 16: Weitere Bedienelemente Für Schiffe Mit Klassifikation

    Hieraus ergibt sich die Forderung, dass der Wechsel vom aktiven zu einem anderen Fahrstand immer von dem aktiven Fahrstand aus freigegeben werden muss. Die Funktion der Fahrstandsfreigabe ist als Sonderfunktion in der Marex OS II integriert. Häufig werden zusätzliche Taster oder ein Drehschalter auf dem Fahrstand eingebaut, über die die Fahrstandsfreigabe geschaltet wird. Alternativ können auch zusätzliche Taster und Lampen der Fernsteuerung Marex OS II genutzt werden.
  • Seite 17: Manuelle Bedienbarkeit Oder Notsteuerung

    Eine Anzeige der Motordrehzahl oder der Getriebestellung über zusätzliche Anzeigen oder Lampen der Fernsteuerung Marex OS II ist zulässig. Hierzu stehen zusätzliche Module der Fernsteuerung Marex OS II, wie ein Bargraph zur Anzeige der Motordrehzahl oder Module mit zusätzlichen Lampen zur Anzeige der Getriebestellung zur Verfügung.
  • Seite 18: Bedienung

    Bedienung In diesem Kapitel werden die grundlegenden Funktionen zur Steuerung des Schiffes über den Motor und das Getriebe beschrieben. Die Bedienung von Zusatzfunktionen, wie Trolling oder die Synchronisation bei Mehrmotorenanlagen, werden im Kapitel Sonderfunktionen dargestellt. Einschalten der Steuerung Nach dem Einschalten der Steuerung über den Hauptschalter gehen alle Fahrstände in den Initialisierungszustand. Im Initialisierungszustand ist zunächst kein Fahrstand aktiv, das Schiff kann von keinem Fahrstand aus geführt werden.
  • Seite 19: Fahrstandswechsel

    Fahrstandswechsel Existieren auf einem Schiff mehrere Fahrstände, kann das aktive Kommando von einem Fahrstand auf einen anderen über-tragen, ein so genannter Fahrstandswechsel durchgeführt werden. Bei Schiffen mit Klassifikationsabnahme ist ggf. eine Fahrstandsfreigabe zu schalten, die in einer gesonderten Beschreibung zur Fernsteuerung und der Ruderanlage beschrieben ist.
  • Seite 20: Manöver Mit Stehendem Schiff

    Bei Antriebsanlagen mit mehreren Motoren müssen die Hebel aller Antriebsanlagen des anfordernden Fahrstandes in den gleichen Bereich wie die Hebel des aktiven Fahrstandes gestellt werden, bevor eine Fortsetzung des Fahrstandswechsels durchgeführt werden kann. Ist eine Fortsetzung des Fahrstandswechsels möglich, kann durch ein erneutes Drücken des Tasters COMMAND am anfordernden Fahrstand ein Wechsel des aktiven Kommandos durchgeführt werden.
  • Seite 21: Manöver Mit Fahrendem Schiff

    Windmühleneffekt Motors. Die Steuerung Marex OS II kann ein Abwürgen des Motors sicher verhindern, indem beim Umsteuermanöver eine Wartezeit eingehalten wird. Die Dauer der Wartezeit richtet sich nach der Größe des Windmühleneffektes bzw. der aktuellen Schiffsgeschwindigkeit und der Fahrtrichtung. Diese Wartezeit kann von der Steuerung Marex OS II bei jedem Umsteuermanöver neu berechnet und optimal eingestellt werden.
  • Seite 22 Geschwindigkeit zum Umsteuern werden ebenfalls während der Inbetriebnahme der Fernsteuerung optimiert. Die Steuerung Marex OS II ist damit in der Lage, ein Abwürgen des Motors, unabhängig von der Vorgabe der Hebelstellung durch den Schiffsführer, zu verhindern und damit kürzeste Aufstopplängen zu realisieren.
  • Seite 23: Sonderfunktionen

    Sonderfunktionen Die Fernsteuerung Marex OS II stellt eine Reihe von Sonderfunktionen zur Verfügung, wie z.B.:  Nur Drehzahl fahren*  Synchronisation*  Trolling*  Wellenbremse  Motorfunktionen (Start, Stopp, Abwürgeschutz, Überlastregler, Messung und Anzeige der Füllung)  Drehzahlanhebung  Drehzahlreduzierung ...
  • Seite 24 Synchronisation Bei Schiffen mit mehreren Motoren besteht häufig der Wunsch, alle Motoren mit der exakt gleichen Drehzahl anzusteuern. Des Weiteren ist es wünschenswert, dass zur Einstellung der Drehzahl aller Motoren nur ein Hebel verstellt werden muss. Der Hebel, der die Drehzahl für alle Motoren vorgibt, wird als Master der Synchronisation bezeichnet, die übrigen Hebel stellen demnach die Slaves der Synchronisation dar.
  • Seite 25: Trolling

    Ausschalten der Synchronisation Durch einen kurzen Tastendruck der Taste SYN./TROL. am aktiven Fahrstand im Fahrzustand Voraus wird die Synchronisation deaktiviert. Alternativ kann zum Deaktivieren der Synchronisation ein Hebel am aktiven Fahrstand in die Raste Neutral oder auf Zurück bewegt werden. Bei der Einhebelbedienung im Modus 2 müssen sowohl der Hebel des Masters als auch die der Slaves der Synchronisation in einem Fenster von 10% zueinander stehen, damit durch einen kurzen Tastendruck der Taste SYN./TROL.
  • Seite 26: Fehlerverhalten Der Steuerung

    Fehlerverhalten der Steuerung Die Fernsteuerung Marex OS II verfügt über eine umfassende Selbstdiagnose, die permanent den Zustand der Steuerung überwacht. Sollte einmal ein Fehler in der Anlage auftreten, so erkennt dies die Steuerung und signalisiert den Fehler dem Schiffsführer. Bei der Signalisierung eines Fehlers sind grundsätzlich drei Fehlerzustände zu unterscheiden, die je nach Fehlertyp die Steuerungsfunktion des Systems unterschiedlich beeinflussen.
  • Seite 27: Anzeige Der Fehler Am Fahrstand Mit Kommandogeber Typ 230

    Anzeige der Fehler am Fahrstand mit Kommandogeber Typ 230 Beim Kommandogeber vom Typ 230 werden Fehler über die angeschlossenen Bedienstreifen angezeigt. Bei Mehrmotorenanlagen existiert für jeden Motor ein Bedienstreifen, so dass ein Fehler für jeden Motor an dem zugeordneten Bedienstreifen angezeigt werden kann. Taster Alarmquittierung Alarmlampe...
  • Seite 28: Anzeige Der Fehler Am Steuergerät

    Anzeige der Fehler am Steuergerät Als Steuergerät dient bei der Marex OS II die MPC, wovon für jede Antriebsanlage vorhanden ist. Als wesentliche Anzeige und Bedienelemente stehen an der MPC zur Verfügung:  Display 2 x 20 Zeichen  Taster „Escape“...
  • Seite 29 Die Umschaltung in die Fehleranzeige erfolgt mit dem Tasters „Select“ der MPC-Steuerung. 1. Ausgehend von der Betriebsanzeige den Select-Knopf 4 Sekunden drücken, um in das MPC-Menü zu gelangen. 2. Durch Drehen des Tasters „Select“ wird das Betriebsanzeige < > Menüfenster nach unten bewegt, bis der Cursor im Fehleranzeige <>...

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