1.3 Abwassertechnik nach
DIN EN 12056 und DIN 1986-100
Regenwasserleitungen
Regenwasserleitungen müssen unter besonderen Umständen
in der Lage sein, höheren Drücken standzuhalten. Größere
Drücke als planmäßig vorgesehen, können z. B. bei Rückstau
von Regenwasser durch Kanalnetzüberlastung auftreten. Die
Betriebssicherheit ist auch in solchen Fällen durch Längskraft-
schlüssigkeit sicherzustellen. Hierzu sind die Verbindungs-
muffen z. B. mit der Wavin LKS Schelle zu sichern.
Ein weiterer Aspekt bei der Verlegung von Regenwasserlei-
tungen betrifft die Schwitzwasserthematik. Unter bestimmten
Betriebsbedingungen in Bezug auf Raumtemperatur, der
relativen Luftfeuchte im betreffenden Raum und der Tempera-
tur des Regenwassers, ist mit Taupunktunterschreitung an der
innenliegenden Regenwasserleitung zu rechnen.
Bei Einsatzfällen mit latenter Gefahr von Tauwasserbildung ist
grundsätzlich eine diffusionsdichte Dämmung der innenliegen-
den Regenwasserleitung vorzusehen.
Fallleitungen Regenwasser / Berechnung
Die Dimensionierung erfolgt analog den Regeln für die Aus-
legung von Sammelleitungen dieses Abwasserhandbuchs.
Die Mindestdimension darf den Anschlussdurchmesser des
Dachablaufs nicht unterschreiten. Der Füllungsgrad von r
Regen wasserfallleitungen beträgt f ≤ 0,33.
Fallleitungsverzüge ≤ 10° werden bei der Dimensionierung der
Regenwasserfallleitung nicht berücksichtigt. Bei Fallleitungs-
verzügen ≥ 10° erfolgt die Dimensionierung analog den Regeln
für die Auslegung von Sammelleitungen dieses Abwasserhand-
buchs.
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Hausabflussrohrsysteme Technisches Handbuch
70
l/s
60
50
40
30
20
10
0
50
75
100
Abb. 21: Abflussvermögen von Regenwasserfallleitungen
Nennweite
Innendurchmesser
DN
Di (mm)
50
44,0
70
68,0
90
80,8
100
99,4
125
114,4
150
148,8
200
188,0
Abb. 22: Nennweite und Innendurchmesser Wavin AS+
f = 0,33
125
150
175 mm
200
Innendurchmesser der Falleitung
Tel. +49 5936 12-0 | info@wavin.de