1.3 Abwassertechnik nach
DIN EN 12056 und DIN 1986-100
Fallleitungen > 22 m
Bei längeren Fallleitungen als 22 m sind bei Fallleitungs-
verziehungen und bei dem Übergang einer Fallleitung in eine
liegende Leitung Umgehungsleitungen vorzusehen.
Ist die Verziehung > 2 m, gilt die Installationsweise von Abb. 9.
Ansonsten erfolgt die Ausführung gemäß nach folgender
Abb. 10. In diesen Fällen ist immer ein Langschenkelbogen
vorzusehen oder ein Zwischenstück von 250 mm.
Umlüftungsbogen 45º
Abb. 10: Fallleitungsverziehung > 2 m mit Umgehungsleitung
Klosettanschluss
h > DN 50
Badewannen- und
Duschanschluss
Abb. 11: Einmündung in eine Fallleitung
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Hausabflussrohrsysteme Technisches Handbuch
Min. 1,5 m
Badewannen- und
Duschanschluss
DN 50
Mehrfach verzogene Fallleitungen
Sind mehrfach verzogene Fallleitungen erforderlich, wie z. B.
in Terrassenhäusern o. ä., sind diese mit einer direkten oder
indirekten Nebenlüftung auszuführen.
Die Entwässerungsgegenstände sind möglichst an liegenden
Leitungen anzuschließen.
Mehr Infos zu Entwässerungsanlagen mit Nebenlüftung sind
der DIN EN 12056 Teil 2 zu entnehmen.
Küchenfallleitungen
An eine Fallleitung DN 70 dürfen maximal 4 Küchen angeschlos-
sen werden. Bei einem Anschluss von mehr als 4 Küchen, ist
der Schmutzwasserabfluss Q
die Dimension der Fallleitung zu erhöhen.
Anschluss von Sammelleitungen an die Fallleitung
Die Regeln für den hydraulisch richtigen Anschluss der
Sammelleitung an die Fallleitung sind in DIN 1986-100
fest gelegt. Im ungünstigen Fall kann es bei Nichtbeachtung
dieser Regeln zu sogenannten Fremdeinspülungen kommen.
Anschlussleitungen für Klosettbecken, Bade- und Dusch-
wannen sowie für Badeinläufe sind daher so in die Fallleitung
einzuführen, dass das Maß h ≥ DN der Anschlussleitung ist
(h = Höhenunterschied zwischen Wasserspiegel im Geruch-
verschluss und Sohle der Anschlussleitung am Fallleitungs-
abzweig). Siehe Abbildung 11 „Einmündung in eine Fallleitung".
h > DN 100
DN 100
rechnerisch nachzuweisen und
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