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Grundstücksentwässerung - Wavin As+ Technisches Handbuch

Hausabflussrohrsysteme
Inhaltsverzeichnis
4.5 Grundstücksentwässerung
Rohrgraben
Hinsichtlich der Rohrgrabenaus führung gelten die Bestimmun -
gen der DIN 4124 „Baugru ben und Gräben; Böschungen,
Arbeitsraumbreiten, Verbau" und DIN 19630 sowie DIN EN 805.
Der Rohrgraben ist so anzulegen, dass alle Leitungsteile in
frostsicherer Tiefe (Über de ckungs höhe je nach Klima und
Boden verhältnissen in der Regel 1,0 bis 1,8 m) verlegt werden
können. Die Grabensohle ist so herzustellen, dass die Rohrlei-
tung gleichmäßig aufliegt.
Bei felsigem oder steinigem Untergrund ist die Grabensoh-
le tiefer auszuheben und der Aushub durch ein geeignetes
Boden material, dessen Korngrößenzusammensetzung keine
Beschädigungen der Rohre verursacht, zu ersetzen.
In Steilstrecken muss durch geeignete Sicherungen ver mieden
werden, dass der verfüllte Rohrgraben als Drän wirkt und
dadurch die Rohrbettung abgeschwemmt und die Rohrleitung
unterspült wird.
In Hang- und Steilstrecken ist die Rohrleitung auch gegen
Abrutschen zu sichern, z. B. durch Riegel.
Bei wechselnden Schichten und damit verbundenen Tragfähig-
keitsänderungen der Grabensohle sind an den Übergangsstel-
len entsprechende Schutzmaßnahmen notwendig, um über-
lagerte Beanspruchungen zu vermeiden. Möglich ist dies zum
Beispiel durch eine dickere Sandbettung.
Liegt die Einbettung der Rohrleitung unterhalb des Grund-
wasserspiegels, ist geeignetes Einbettungsmaterial zu wählen,
damit ein Ausspülen der Feinpartikel vermieden wird. Hierzu
kann der Einsatz eines Filterfließes die geeignete Lösung dar-
stellen. Wenn erforderlich, sind Vorkehrungen zur Vermeidung
des Aufschwimmens zu treffen.
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Tel. +49 5936 12-0 | info@wavin.de
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