1m Kardangehåuse
(Abb. 15) ist nach etwa 1000 km Fahrt die Ol-
füllung zu ergånzen, was nach Entfernen clerVerschlußschraube 1 am Gehäuse 2
clurch die Oleinfüllöffnung zu geschehen hat. Bei jecler Jahresüberhoiung muß
das 01 ganz erneuert werden: hierzu ist nur erforderlich, den Deckel 3 des Kar-
dangehäuses abzuschrauben. sowie das nun vollkommen freiliegende Ge-
hauseinnere gut mit Petroleum auszuwaschen. Nach dem Aufsetzen und Fest-
schrauben des Deckels Wird das Gehäuse durch die Einfüllöffnung wieder
mit
Motorenöl
versehen.
Das Getriebegehäuse ist nach jeweils etwa 10000 km Fahrt mit gutem
Staufferfett
nachzufüllen.
Das Fett soll bis an die Unterkanle
reichen.
Kein 01 ins Getriebe geben. ausser im Winter, wo es bei großer
Kålte zweckmäßigist, clem Fett etwas dickflüssiges Motorenschmieröl beizu-
mischen. Bei jeder Jahresüberholung muß das Felt durch neues ersetztwerclen.
Die Bowdenzüge
aller Bedienungshebel Sind sorgfältig zu fetten Oder
zu ölen. worauf besonders beim Einziehen neuer Seile zu achten ist.
Es emp[iehlt sich, das Racl und den Motor wenigstens einmal im Jahre
gründlich zu überholen. Bei dieser Gelegenheit sollten dann alle Fettstellen,
wie auch die Drucklagerder Vorderradgabel.die Pfannender Schwinghebel
und die Schulzrohre der Stoßstangen mit frischem Fett versehen werden.
3. Betriebsstoff. Brennstoff:
Am besten eignet sich Benzin uncl Ben-
zol zu gleichen Teilen gemischt. Zeigt der Motor im Betriebe mit handels-
üblichem Benzin Neigong zum Klopfen, so ist diesern
zumengen.1m übrigen ist, sobald der Motor zu klop[en beginnt, mit cler Zün-
clung elwas zurückzugehen.bis das Klopfen verschwindet. Bei voller Aus-
nutzung des Motors, also beim Befahren von anhaltendenSteigungen, scharfen
Tourenfahrten mit Beiwagen und Rennen müssen die meislen Handelsbenzine
unbedingt mit t/.Jbis 1/2Benzol vermischt werden, da sonst Glühzündungen
eintreten, die naturgemäß die Leistung des Motors beeintråchtigen.
O l. Als Schmiermittel
für den
Motör
Mineralöl
und zwar im Winter
ein dünnflüssigeres als im Sommer. da das
01 in der Kalte an sich bereits eine größere Viscosität besitzt. Z B. ver-
lange man bei Anwenclung des GargoyleMobilölesim SommerMarke B und
im Winter Marke A, bei Shell Autoöl im Sommer 4 X (irn Ausland Golden
Shell) und im Winter 2 X (im Ausland DoubleShell). Bei Beschaffung von
Shell Voltol Einheitsöl ist BerücksichtigungclerJahreszeit nicht erforclerlich.
Zur Teilnahme
an Wettbewerben
kann man auch Ole die bis zu
zinuszusatzhaben, für die Schmierung des Motors verwenden,jedoch soll der
Gebrauch von Rizinus auf Rennzwecke beschrånkt bleiben, cla dieses zum An-
setzen von Olkohle neigt.
cler Keilwelle
bis 1/2Benzol bei-
verwende
man
nur einwanclfreies
Rie
Beim Einfüllen des Oles in clasdenOlbehälterbildendeKurbelgehåuse ver-
fahremanstets mit besonclerer Sorgfalt,damit keineUnreinigkeiten in die Oldüse
gelangenund diese verstopfen, D er Einfülltrichter m uß mit einemengmaschi-
gen Siebe Odereinem Filter versehen sein und die Einfüllung bis zur oberen
Ringmarke des Olkontroll$tabesvorgenommenwerden. Nach etwa 300, 600,
1000 und dann alle 1000 km Fahrt
Gehåuse abzulassen und durch neues zu ersetzen (vgl.auch Abb.l).
Zum Ablassen des verbrauchten Oles entferne man den unteren. am vorderen
Ende des Motorgehåusesbefindlichen Olseihernippel mittels des dem Werke
zeuge beigegebenen Zündkerzenschlüssels,
seiher reinige man bei dieser Gelegenheit (lurch Auswaschen mit Benzin,
Gestaltetsich das Einfüllendes Oles im Winter infolgeseinerDickflüssig-
keit schwierig, so wärme man es vorher an.
Fett'.
Wie bereits erwähnt, darf nur gutes Stau(ferfett, welches keines-
falls wasserhaltig sein clarf, zur Verwendung gelangen.
4. Zündkerzen: Man verwende nur erprobte Kerzen, die selbst bei
långeren Vollgasfahrten nicht glühen, Erkenntlich ist dieses, wenn der
Motor bei scharfem Fahren bei Betåtigung des Kurzschlußknopfesnicht
nachzündet.
5. Behandlung des Vergasers:
Der I-Liftschieber ist, sobald der Motor
nach dern Antreten warm geworden, auch bei Leerlauf voll zu öffnen.
Lediglich beim Ubergang vom Stadttempo zu schnellerer Fahrt, Oder wenn
man schnell starten Oder beschleunigenwill, muß man bei sparsam einge-
stellter Maschine vorübergehend den Lufthebel halb schließen.
Besonders im Anfang ist der Vergaser mit Brennstoffilter. Düsen, Schwim-
mergehäuseund Schwirnmernadeldes öfteren zu reinigen. damit ausreichen-
der Benzinzuflußund richtige Vernebelung des Betriebsstotfes gesichert ist.
Reinigen der Schwimmernadel ist besonderswichtig, da bei verschmutzter
und hängenbleibenderNadel der Vergaser überlaufen kann.
Ein gleichmåßiger Leerlauf kann nur erzielt werden, wenn hierbei cler
Motor volle Spätzündung erhält.
Bei Stillstand
des Motors
Benzinhahn
ist das ganze 01 aus clem
woraul das 01 abtließt. Den Ol-
schließen.
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