Das Öl in der Vorderradgabel ist nach jeweils 10000 km zu erneuern.
Das Kreuzgelenk der Kardanwelle, das durch eine Glocke gegen Schmutz und Wasser geschützt ist, ist nach
Abschrauben der Glocke mit Fett durchzuschmieren, bis dieses an den vier Gelenkzapfen austritt.
Um ein zu reichliches Schmieren der Radnaben und damit ein Verölen der Bremsen zu vermeiden, wurden an den
Radnaben keine Schmiernippel vorgesehen. Die alle 10000 km nötige Schmierung wird am besten durch einen BMW
Händler vorgenommen.
Die Radnaben werden bei abgenommenen Laufrädern und ausgebautem Kugel- bzw. Nadellager mit etwa 8—9 gr
Schmierfett von etwa 180° C Tropfpunkt durch-geschmiert. Lager zwischen Innen- und Außenring voll mit Fett füllen.
Fettrest auf Büchse zwischen den Lagern geben. Achten, daß außen kein Fett ist, das an die Bremsbeläge gelangen
könnte und die Bremswirkung vermindert.
Die Hinterradfederung wird am linken Achshalter und am Deckel des Hinterradantriebes durch die Schmiernippel
hindurch an den Führungen mit Fett geschmiert. Fußbremshebel und Gasdrehgriff sind an den vorgesehenen
Fettpreßnippeln abzuschmieren.
Bremshebelgelenke, Kupplungshebel und Sattellager sind, soweit Schmiernippel nicht sine Fettschmierung erfordern,
öfters mit einigen Tropfen Öl zu versehen.
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Wartung der Licht- und Zündanlage
Von dem Zustand der Zündanlage hängt die Betriebssicherheit des Motors in hohem
Maße ab. Eine regelmäßige Überwachung von Batterie, Zündkerze, Unterbrecher
und Lichtmaschine ist daher dringend erforderlich.
Treten an der Zündanlage während der Garantiezeit irgendwelche Schäden auf, so
wollen Sie sich bitte, soweit möglich, unmittelbar für die Lichtmaschine und das
Signalhorn an eine Noris-Vertretung und für den Scheinwerfer an eine Bosch-
Vertretung wenden. Ein Dienststellenverzeichnis der in Frage kommenden Firmen
wird jedem Motorrad mitgeliefert.
Batterie
Alle 4 bis 6 Wochen ist der Säurestand zu prüfen und (falls zu niedrig) destilliertes
Wasser nachzufüllen. Der Säurespiegel m u ß in gleicher Höhe mit der Bodenfläche
des eingebauten Spritzschutzkästchens sein. Zum Nachmessen desselben wird ein
sauberes Holz- oder Glas-Stäbchen in die Zelle eingeführt und durch die untere
Öffnung des Spritzschutzkästchens geschoben, bis es auf die Platten stößt. Die
Batterie-Oberfläche unter der Haube soll stets sauber und trocken sein. Bleibt das
Fahrzeug länger als 6 Wochen unbenutzt, so muß
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die Batterie ausgebaut und gesondert gepflegt, zumindest etwa alle 6 Wochen nach vorhergehender Entladung
an fremder Stromquelle aufgeladen werden.
Zündkerzen
Die Zündkerzen sind dauernd einer hohen Beanspruchung unterworfen und nützen sich dementsprechend, wenn
auch nur langsam, ab. Zur Kontrolle des richtigen Elektrodenabstandes von 0,5 bis 0,6 mm empfiehlt es sich,
sofern Sie diese Arbeiten nicht selbst ausführen können, Ihren BMW Händler in gewissen Zeitabständen
aufzusuchen, damit eine Oberprüfung vorgenommen wird. Dem Fachmann vermittelt das Kerzenbild stets eine
genaue Beurteilung über richtige Vergasereinstellung und einwandfreien Motorlauf.
Unterbrecher
Etwa alle 5000 km sind die Unterbrecherkontakte zu prüfen. Der Öffnungsabstand soll 0,4 mm betragen. Die
Oberfläche muß glatt und sauber sein. Auch hier gilt dasselbe wie bereits im Abschnitt „Zündkerze" gesagt, daß
die Überprüfungs-arbeiten am zweckmäßigsten von einem Fachmann durchgeführt werden.
Lichtmaschine
Die Lichtmaschine bedarf im allgemeinen keiner besonderen Wartung, jedoch sollte
sie etwa alle 10000 km sorgfältig überprüft werden.
Arbeiten an der elektrischen Anlage überlassen Sie grundsätzlich dem Fachmann,
um Schäden zu vermeiden.
Vor Beginn jeder Arbeit an der Lichtanlage muß das Kabel an der Plus-Klemme der
Batterie gelöst werden.
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Außerbetriebstellung
Soll das Motorrad zur Überwinterung oder aus anderen Gründen längere Zeit außer Betrieb gestellt werden, so
sind folgende Maßnahmen zu beachten:
1. Benzinhahn abschalten und Schwimmergehäuse durch Lösen des Kraftstoffschlauches am Vergaser
entleeren.
2. Nach Möglichkeit Schmierstoffwechsel im Motorgehäuse vornehmen.
3. Motorrad gründlich reinigen und trocknen.
Bremsgelenke, Kippständerlagerungen und Scharniere für Schutzblech und Werkzeugkastendeckel einölen.
4. Alle blanken und verchromten Stahlteile mit einem säurefreien Fett einreihen und, wenn möglich, das Motorrad
mit Schutzöl einsprühen. Lackierte Teile mit weichem Lappen abwischen.
5. Motorrad in einem trockenen Raum (Stall- und andere säurehaltige Luft verursacht Korrosionen) auf
Ständer so aufbocken, daß die Laufräder mit aufgepumpten Reifen unbelastet sind.
6. In Zylinder nahe am unteren Totpunkt durch Zündkerzenbohrung einmal bei offenem Einlaßventil und einmal
bei offenem Auslaßventil/Schutzöl (SHELL Ensis Oel 452) mit tief eingeführtem Feinzerstäuber einspritzen.