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KONFIGURATION
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B E T R I E B S A N L E I T U N G | Flexi Compact
Tabelle 84: Parameter Zweihandbedienung (4 Eingänge) V1
Parameter
Diskrepanzzeit (Paar 1)
Diskrepanzzeit (Paar 2)
Tabelle 85: Eingangskombination für zweikanalige Auswertung der Eingänge
Modus
Zweikanalig antivalent
Wenn die Diskrepanzzeitüberwachung und die Sequenzüberwachung erfüllt wurde.
1)
Diskrepanzzeitüberwachung
Die Diskrepanzzeit bestimmt, wie lange die 2 Eingänge eines Eingangspaares gleiche
Werte haben dürfen. Ein Diskrepanzfehler liegt vor, wenn die Eingangskombination
länger diskrepant ist, als die konfigurierte Diskrepanzzeit andauert.
Ein Diskrepanzfehler wird zurückgesetzt, wenn die Eingangskombination des Eingangs‐
paares inaktiv wird.
Unterschiedliche Laufzeiten der Eingangssignale können zu einer Verlängerung oder
Verkürzung der Diskrepanzzeit führen, z. B. durch Entprellfilterzeit oder die Testpuls‐
breite des benutzten Sicherheitseingangs.
Sequenzüberwachung je Eingangspaar
Die Sequenzüberwachung gilt individuell für jedes der beiden Eingangspaare. Damit die
korrekte Abfolge für diese Sequenzüberwachung erfüllt ist, muss erst die Eingangskom‐
bination inaktiv gewesen sein, bevor in aktiv gewechselt wird, ggf. über diskrepant. D. h.
es ist nicht möglich durch die Abfolge der Eingangskombinationen aktiv - diskrepant -
aktiv wieder zurück in den Zustand 1 der zweikanaligen Auswertung zu wechseln.
Die Eingangskombination aktiv ist im ersten Logikzyklus keine korrekte Abfolge.
Ein Sequenzfehler wird zurückgesetzt, wenn die Eingangskombination inaktiv ist.
Synchronisationszeitüberwachung
Diese Überwachung gilt für den Status der beiden zweikanaligen Auswertungen zuei‐
nander. Die Synchronisationszeit bestimmt, wie lange die beiden zweikanaligen Auswer‐
tungen unterschiedliche Werte haben dürfen.
Fest vorgegebener Wert: 500 ms gemäß ISO 13851
Der vom Funktionsblock intern angewendete Wert ist um die Logik-Ausführungszeit
reduziert, damit der vorgegebene Zeitwert eingehalten wird. Damit muss eine kürzere
Synchronisationszeit eingehalten werden, um diese zuverlässig zu erfüllen. Ein Syn‐
chronisationsfehler liegt vor, wenn die beiden zweikanaligen Auswertungen länger als
die angewendete Synchronisationszeit unterschiedliche Werte haben.
Beschreibung
Die Diskrepanzzeit bestimmt, wie lange die beiden Eingänge nach
dem Wechsel eines der beiden Eingangssignale diskrepante Werte
aufweisen dürfen, ohne dass dies als Fehler angesehen wird.
0 ... 30 s, wobei 0 = deaktiviert
siehe „Diskrepanzzeitüberwachung", Seite 76
Bei 0 ist die Diskrepanzüberwachung inaktiv.
Der effektiv wirksame Wert ist der Eingabewert aufgerundet auf
das nächste Vielfache der Logik-Ausführungszeit. Die wirksame
Diskrepanzzeit muss = 0 oder ≥Logik-Ausführungszeit sein.
Eingang 1A
Eingang 1B
bzw. 2A
bzw. 2B
0
1
0
0
1
1
1
0
Eingangskombi‐
Zustand der zwei‐
nation
kanaligen Aus‐
wertung
Inaktiv
0
Diskrepant
0
Diskrepant
0
Aktiv
1
1)
8024588/1M9K/2024-11-26 | SICK
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