B E T R I E B S A N L E I T U N G
de
CDF600-2200
Feldbusmodul
Modul zur Einbindung eines
SICK-Identifikationssensors in
PROFINET-IO-Netzwerke
Bestimmungsgemäße Verwendung
Das Feldbusmodul CDF600-2200 dient ausschließlich
der Einbindung eines einzelnen Identifikationssensors als
IO-Device in PROFINET-IO-Netzwerke. Es stellt hierbei einen
Dual-Port-Switch für den Feldbus zum Aufbau z. B. einer
Linientopologie zur Verfügung.
Feldbusmodul und Identifikationssensor (nachfolgend ID-
Sensor genannt) bilden datentechnisch im Bus zusammen
ein IO-Device (Feldgerät) und kommunizieren miteinander
über eine serielle Datenschnittstelle (RS-232). Pro ID-Sensor
im PROFINET-IO-Netzwerk ist ein Feldbusmodul erforderlich.
Das Feldbusmodul CDF600-2200 unterstützt z. Zt. folgende
ID-Sensoren:
Im Proxy-Modus:
• Barcodescanner CLV61x FIELDBUS, CLV62x bis CLV65x,
CLV69x
• Kamerabasierter Codeleser Lector
620
®
• RFID-Interrogatoren RFH62x und RFH63x (beide HF),
RFU62x und RFU63x (beide UHF)
Im Gateway-Modus:
• SICK-ID-Sensoren, die noch nicht proxyfähig sind, wie z. B.
kamerabasierter Codeleser Lector
64x und Lector
®
8015921/1CC9/2021-07-12 • Irrtümer und Änderungen vorbehalten • SICK AG • Waldkirch • Germany • www.sick.com
• SICK-Handheldscanner IDM1xx und IDM2xx
• Beliebige Sensoren mit RS-232-Schnittstelle und passen-
dem Datenformat und Datenübertragungsrate
Das Feldbusmodul kann in einem Umgebungstemperaturbe-
reich von –35 °C bis +50 °C eingesetzt werden.
Zur bestimmungsgemäßen Verwendung gehört auch die Ein-
haltung aller Angaben in dieser Betriebsanleitung sowie in
der ergänzenden & Technischen Information Feldbusmodul
CDF600-22xx (Nr. 8015923).
Zu diesem Dokument
Diese Betriebsanleitung dient dazu, ein Feldbusmodul
CDF600-2200 im Umgebungstemperaturbereich von 0 °C bis
+50 °C schnell und einfach zu montieren und mit ID-Sensor,
Feldbus und ggf. lokalem Triggersensor elektrisch zu verbin-
den. Die Betriebsart des Feldbusmoduls wird über dessen
mechanisches Bedienelement eingestellt.
Das Feldbusmodul CDF600-2200 wird im Folgenden verein-
facht als „Feldbusmodul" bezeichnet.
Ergänzende und mitgeltende Dokumente
Weiterführende Information zur Elektroinstallation und Konfi-
guration des Feldbusmoduls stehen zur Verfügung in der
& Technischen Information Feldbusmodul CDF600-22xx
(Nr. 8015923). Sie beschreibt:
• Die Unterbindung von Erdpotenzialausgleichsströmen bei
Applikationen mit weitverteilten Systemen
• Den Einsatz des Feldbusmoduls zusammen mit einem
beheizbaren proxyfähigen ID-Sensor im Tiefkühlbereich
bis –35 °C
• Den Aufbau eines kleinen SICK CAN-Sensor-Netzwerkes
als Unternetzwerk am ID-Sensor, der am Feldbusmodul
angeschlossen ist
• Die Einbindung des Feldbusmoduls im IO-Controller
• Proxy-Modus: Vorgehensweise zur Konfiguration des
Feldbusmoduls mit der Konfigurationssoftware SOPAS ET
des proxyfähigen ID-Sensors oder durch den IO-Controller
mithilfe von Modulen aus der GSDML-Datei
• Gateway-Modus: Anschluss und die Konfiguration des
Handheldscanners durch geführtes Scannen entsprechen-
der Barcodes bzw. die Konfiguration des Lector
mit der Konfigurationssoftware SOPAS ET
Informationen zur PROFINET-IO-bezogenen Konfiguration bie-
tet auch die Online-Hilfe-Funktion der Konfigurationssoftware
SOPAS ET des jeweiligen proxyfähigen ID-Sensors.
Die Technische Information Feldbusmodul CDF600-22xx ist
als PDF zugänglich auf der Produktseite des Feldbusmoduls
im Web: www.sick.com/CDF600-2.
Zur Anzeige von Dokumenten im PDF-Format auf dem PC
ist eine PDF-Visualisierungssoftware erforderlich, wie z. B.
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®
Reader
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Zu Ihrer Sicherheit
• Dieses Kapitel dient der Sicherheit des Inbetriebnahme-
Personals sowie dem Bediener der Anlage, in die das
65x
®
Feldbusmodul integriert wird.
• Lesen Sie diese Betriebsanleitung aufmerksam vor Inbe-
triebnahme des Feldbusmoduls, um mit dem Gerät und
seinen physikalischen Bedien- und Anzeigeelementen
vertraut zu werden. Die Betriebsanleitung als Bestandteil
des Gerätes in unmittelbarer Nähe des Feldbusmoduls
jederzeit zugänglich aufbewahren!
• Das Feldbusmodul vor Feuchtigkeit und Staub schützen,
wenn die seitliche Abdeckung der USB-Schnittstelle und
des Drehcodierschalters geöffnet ist. In diesem Zustand
entspricht es keiner spezifizierten Schutzart IP.
Um die Schutzart IP 65 im laufenden Betrieb einzuhalten,
gelten folgende Vorgaben:
• Die seitliche Abdeckung über der USB-Schnittstelle und
dem Drehcodierschalter ist am Gerät festgeschraubt
• Nicht verwendete Anschlüsse sind mit gelben Schutz-
kappen und -stopfen bestückt und diese festgeschraubt
(wie im Auslieferungszustand)
• Die Dichtung an der D-Sub-Dose (Anschluss DEVICE)
muss vorhanden sein, die beiden Schrauben der D-Sub-
Steckverbindung sind fest angezogen
CDF600-2200: Schutzkappen und -stopfen im Auslieferungszustand
• Das mit dem Deckel verschraubte Gehäuse des Feldbus-
moduls nicht öffnen, da sonst ein Gewährleistungsan-
spruch gegenüber der SICK AG erlischt.
Weitere Gewährleistungsbestimmungen siehe Allgemeine
Geschäftsbedingungen der SICK AG, z. B. auf dem Liefer-
schein des Feldbusmoduls.
• Datenintegrität:
Die SICK AG nutzt in ihren Produkten standardisierte
Datenschnittstellen wie z. B. Standard-IP-Technologie.
Der Fokus liegt hierbei auf der Verfügbarkeit der Produkte
und deren Eigenschaften. Die SICK AG geht dabei immer
davon aus, dass die Integrität und Vertraulichkeit von
Daten und Rechten, die in Zusammenhang mit der
Nutzung der Produkte berührt werden, vom Kunden selbst
®
64x/65x
sichergestellt werden. In jedem Fall sind die geeigneten
Sicherungsmaßnahmen, wie z. B. Netztrennung, Firewalls,
Virenschutz und Patchmanagement, immer vom Kunden
situationsbedingt selbst umzusetzen.
Inbetriebnahme und Konfiguration
Lieferumfang
• Feldbusmodul, versehen mit gelben Schutzkappen und
-stopfen an den M12-Anschlüssen. Ohne Anschlusslei-
tungen.
• Gedruckte Betriebsanleitung in Deutsch (Nr. 8015921)
und Englisch (Nr. 8015922). Ggf. in weiteren Sprachen als
PDF, zugänglich auf der Produktseite des Feldbusmoduls
im Web: www.sick.com/CDF600-2.
• Ggf. optional bestelltes Zubehör (Leitungen, Triggersensor)
• Die erforderlichen GSDML-Dateien für die ID-Sensoren
sind ebenfalls zugänglich auf der Produktseite des Feld-
busmoduls im Web
Arbeitsweise des Feldbusmoduls (Übersicht)
Das Feldbusmodul fungiert im PROFINET IO als IO-Device
und kann von jedem normkonformen PROFINET-IO-Controller
(z. B. SPS) betrieben werden.
Das Feldbusmodul arbeitet als Proxy (Stellvertreter) eines
SICK-Identifikationssensors der IDpro-Gerätefamilien. Für den
IO-Controller ist hierbei nur der ID-Sensor sichtbar.
Alternativ kann das Feldbusmodul als Gateway (Protokollum-
setzer) eines nur gatewayfähigen Sensors arbeiten, wenn
dieser ebenfalls Daten ausgibt und eine serielle Daten-
schnittstelle (RS-232) besitzt. Für den IO-Controller ist dann
nur das Feldbusmodul sichtbar.
Als Proxy lädt das Feldbusmodul bei Systemstart die Geräte-
beschreibung für seine Parameter aus dem ID-Sensor. Dieser
muss hierzu fähig sein, das Feldbusmodul in seiner Funktion
als Proxy zu unterstützen. Die Kommunikation erfolgt über
die serielle Aux-Schnittstelle des ID-Sensors (RS-232).
Den Parametersatz des proxyfähigen ID-Sensors sichert das
Feldbusmodul zusätzlich in seinem internen Parameterspei-
cher, dies erleichtert den Tausch bei Ausfall des ID-Sensors.
Als Gateway für gatewayfähige ID-Sensoren überträgt das
Feldbusmodul mit STX und ETX gerahmte Datentelegram-
me, die an seiner seriellen Datenschnittstelle ankommen,
einstellbar mit 9,6 kBd oder 57,6 kBd.
Externe Objekttriggersignale erhält der proxyfähige ID-Sensor
über den PROFINET IO oder lokal z. B. von einem Triggersen-
sor über den Schalteingang des Feldbusmoduls.
Sechs LEDs signalisieren Zustände des Feldbusmoduls:
Verbindungsstatus, Status des Schalteinganges und diagnos-
tizierte System- oder Busfehler sowie die PROFINET IO Link/
Activity.
Mithilfe des CAN-Busses ist ein kleineres SICK-spezifisches
CAN-Sensor-Netzwerk von SICK-ID-Sensoren mit CAN-
Schnittstelle als Unternetzwerk möglich. Der ID-Sensor, der
am PROFINET IO angeschlossenen ist, fungiert hierbei als
koordinierendes Gerät, z. B. als Master. Die Verdrahtung des
CAN-Busses erfolgt über den Anschluss POWER.
Schritt 1: Montage
Erforderliche Hilfsmittel
• 2 Zylinderkopfschrauben M6 zur Befestigung, Schrauben-
länge abhängig vom Befestigungsuntergrund (Wandstär-
ke). Anzugsmoment max. 5 Nm + 1.
Montageanforderungen
• Die zulässigen Umgebungsbedingungen für den Betrieb
des Feldbusmoduls müssen eingehalten werden (z. B.
Temperatur, Erdpotenzial siehe „Technische Daten",
Seite 5 und „Schritt 2: Elektroinstallation", Seite
2)
• Erschütterungs- und schwingungsfreie Befestigung
• Das Gerät nur über die unlackierten Langlochbohrungen
mit zwei Schrauben befestigen
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