MICRO-SCREEN- System mit USDINT/USCD-Kontrollern
3.1.5 Steuerungszuverlässigkeit
3.1.5.1 Redundanz und Selbstüberwachungsfunktion
Die MICRO-SCREEN-Systeme entsprechen den europäischen
Normen EN 61496-1 und prEN 61496-2 und werden als
berührungslos wirkende Schutzeinrichtung der Sicherheitskate-
gorie 4 ESPE bezeichnet. Sie erfüllen weiterhin die international-
en Normen IEC 61496-1 und IEC 61496-2. Als berührungslos
wirkende Schutzeinrichtung der Sicherheitskategorie 4 ESPE
müssen die Banner MICRO-SCREEN-Systeme wie im Folgenden
beschrieben in der Lage sein, zuverlässig ein Stoppsignal zur
überwachten Maschine senden:
Das MICRO-SCREEN-System muss innerhalb von 38 ms ein
Stoppsignal zur überwachten Maschine senden, wenn der Über-
wachungsbereich unterbrochen wird.
Damit die durch das MICRO-SCREEN-System überwachte
Maschine wie beschrieben gestoppt werden kann, muss die
überwachte Maschine imstande sein, den Maschinenzyklus jed-
erzeit anzuhalten. Dies bedeutet, dass das MICRO-SCREEN-
System mit bestimmten Maschinentypen nicht eingesetzt wer-
den kann, wie z.B. mit Vollhubmaschinen oder mit Maschinen
mit variabler Ansprechzeit und Stoppvermögen. Sollten irgen-
dwelche Zweifel bestehen, ob die zu überwachende Maschine
dieser Voraussetzung entspricht, nehmen Sie bitte mit den An-
wendungsingenieuren von Banner Kontakt auf. (siehe Banner
Adressenverzeichnis
Abschnitt
Das MICRO-SCREEN-System muss ein Stoppsignal zur über-
wachten Maschine senden, wenn ein interner Komponen-
tenausfall vorliegt, der die Integrität des MICRO-SCREEN-
Systems gefährdet.
Ein Komponentenausfall ist als jede interne Störung des MI-
CRO-SCREEN-Systems definiert, welche die Reaktion der Aus-
gangsrelais, d.h. einen AUS-Schaltzustand oder Sperrzustand
auszulösen, in einer Situation verhindert oder verzögert, die bei
korrektem Betrieb die Ausschaltung oder Sperrung zur Folge ge-
habt hätte. Die Fähigkeit des MICRO-SCREEN-Systems, ein
Tabelle 4 MICRO-SCREEN-Sender und -Empfänger – Produktspezifikation
Nomenklatur
Detektionsvermögen (min.
Objektgröße):
Abstand Sender/Empfänger:
Ansprechzeit:
Selbstüberwachungsintervall:
Störfestigkeit Umgebungslicht:
Störfestigkeit Blitzlicht:
Senderkomponenten:
Status-LEDs:
BEDIENUNGSHANDBUCH - EUROPÄISCHE VERSION
3.7).
Standardsensoren
19,1 mm mit ausgeschalteter flexibler Blankingfunktion
31,8 mm mit Einstrahlausblendung
44,5 mm mit Zweistrahlausblendung
Sender- und Empfängerpaare (Länge 102 bis 1219 mm): 150 mm bis 9 m
Sender- und Empfängerpaare (Länge 1422 bis 1829 mm): 150 mm bis 6 m
Lichtvorhang: weniger als 38 ms (alle Längen)
Not-Aus-Schalter: unter 15 ms
20 ms
> 10.000 lux bei Einfallswinkel von 5˚
Immun gemäß prEN 61496-2
Infrarot-LEDs; Maximal-Emission bei 880 nm
Sender: grüne LED zur Anzeige der Betriebsspannung
Empfänger: rote, gelbe und grüne Status-LEDs (gleiche Funktionalität wie die Status-LEDs des Kontrollers - siehe Kontrollerspezifika-
tionen). Die gelbe LED dient auch zur Anzeige der Ausrichtung. Die LEDs sind auf drei Seiten des Empfängers sichtbar.
58895 rev. B 20.12.02
Stoppsignal trotz eines Komponentenausfalls zu generieren,
basiert auf dem Redundanzprinzip.
Das Redundanzprinzip bedeutet, dass der Schaltkreis des MI-
CRO-SCREEN-Systems so ausgeführt ist, dass der Ausfall einer
einzelnen Komponente die Generierung eines erforderlichen
Stoppsignals verhindert, diese Komponente über ein redundan-
tes Gegenstück verfügen muss, welches die gleiche Funktion er-
füllt.
Das mikroprozessorgesteuerte MICRO-SCREEN-System ist mit
diversen redundanten Komponenten ausgestattet, die auf unter-
schiedlichen Entwicklungskonzepten beruhen. Die zuständigen
Mikroprozessorprogramme greifen auf einen unterschiedlichen
Befehlsvorrat zurück.
Das Redundanzprinzip muss während des MICRO-SCREEN-
Systembetriebs aufrechterhalten werden. Da Redundanz nach
einem Komponentenausfall nicht mehr gewährleistet ist, verfü-
gen die MICRO-SCREEN-Systeme über eine konstante Selb-
stüberwachungsfunktion. Ein Komponentenausfall (auch im
Selbstüberwachungssystem) generiert die Sendung eines
Stoppsignals zur überwachten Maschine und einen MICRO-
SCREEN-Sperrzustand.
Die Beseitigung eines solchen Sperrzustandes erfordert den
Austausch der fehlerhaften Komponente (um die Redundanz
wiederherzustellen) und einen Schlüssel-Reset. Die möglichen
Ursachen eines Sperrzustandes sind
in der die Diagnoseanzeigen des Kontrollers aufgelistet sind.
3.2 TECHNISCHE DATEN
Dieser Abschnitt befasst sich mit den wichtigsten technischen
Daten des Produkts.
3.2.1 Spezifikationen
Tabelle 4
zeigt die technischen Daten der MICRO-SCREEN-Sen-
soren.
Tabelle 5
zeigt die technischen Daten für der MICRO-SCREEN-
Kontroller.
Wert/Bedeutung
Allgemeine Informationen
Tabelle 18
zu entnehmen,
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