2.6
Motorentlüftung
2.6 Motorentlüftung
Funktionsprinzip Zyklonenabscheider
Die Durchblasegase aus dem Zylinderkurbelgehäuse gelangen als Rohgas vorgereinigt zum Zyklonabscheide-
reinsatz (1). Der Zyklonabscheidereinsatz (1) besteht aus zwei Zyklonen.
Das Rohgas tritt seitlich (tangential) in den Zyklon ein. In der Eintrittskammer wird dem Gasstrom eine abwärts
verlaufende spiralförmige Bewegung aufgezwungen. Dadurch werden die schwebenden Ölpartikel durch die
wirkenden Zentrifugalkräfte an die Wand des Zyklons geschleudert und gleiten, unterstützt von der Abwärtsbe-
wegung des Gases, durch die Schwerkraft an konischen (kegelförmigen) Flächen der Wirbelkammer nach un-
ten. Das Öl tritt durch eine Bohrung (2) am tiefsten Punkt des Zyklons aus.
Da sich der Zyklon nach unten konisch verengt, werden die Umfangsgeschwindigkeit und die Fliehkraftwirkung
immer größer, so dass im unteren Bereich immer feinere Partikel von der Abscheidung erfasst werden.
Am Tiefpunkt des Zyklons wird die Drehrichtung des wirbelnden Gases nach oben umgekehrt und durch ein
Austrittsrohr (3) (Tauchrohr) nach oben als Reingas abgeführt.
Der Durchmesser und die konische Form des Tauchrohrs bestimmen maßgeblich den Druckverlust und die
Abscheidegüte des Zyklons. Eine Unterdruckmembrane (5) regelt dabei den Druck im KGS des Motors. Das
Bypassventil (4) öffnet bei hohem Gasdurchsatz.
Bild 1
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BOMAG