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Laufräder; Abnehmen Des Reifens; Auflegen Des Reifens; Bremsen - Bmw R 25/3 Handbuch

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Laufräder
Die Räder sind mit Leichtmetall-Sicherheits-Tiefbettfelgen ausgestattet, die ein Herausspringen des Reifens bei
plötzlichem Entweichen der Luft verhindern.
Beim Abnehmen oder Auflegen eines Stahlseilreifens ist jede Gewaltanwendung zu vermeiden.

Abnehmen des Reifens

Luft ablassen und Decke ringsherum aus ihrem Sitz drücken. Ventilmutter abschrauben und Ventil in den Reifen
drücken. Reifenwulst am Ventil in das Tiefbett bringen und auf der gegenüberliegenden Seite mit Montiereisen über das
Felgenhorn heben. Keine Schraubenzieher verwenden! So bringt man Stück um Stück den ganzen Wulst über die
Felge, nimmt den Schlauch heraus und kann nun zur Abnahme der ganzen Decke auch den zweiten Wulst — wie
vorher beschrieben — von der Felge mit Montiereisen nehmen.

Auflegen des Reifens

Rad flach auf den Boden legen. Reifenwulst am Ventilloch ins Tiefbett einlegen und, auf der gegenüberliegenden Seite
beginnend, diesen am ganzen Umfang mit Montiereisen über das Felgenhorn bringen. Keine Gewalt anwenden!
Talkumpuder einstreuen und den leicht aufgepumpten Schlauch einlegen, indem man das Ventil in das Ventilloch steckt
und die Felgenmutter um einige Gänge aufschraubt. Beim Einbringen des zweiten Wulstes Ventil bis zur Mutter
eindrücken, damit dieser gut im Tiefbett liegt und auf der gegenüberliegenden Seite ebenfalls über das Felgenhorn
gebracht werden kann. Reifen aufpumpen und darauf achten, daß die Kenn-
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linie ringsherum gleichen Abstand von der Felgenkante hat. Felgenmutter festziehen und Reifendruck prüfen. (Angabe
des richtigen Reifendruckes siehe unter Kurz-Betriebsanleitung Seite 23.)
Stets auf richtigen Reifendruck achten und reifenschonend fahren. Sie erhalten damit eine hohe Lebensdauer der
Bereifung.

Bremsen

Vorder- und Hinterrad sind mit einer Innenbackenbremse ausgerüstet. Die Vorderradbremse wird über ein Bowdenkabel
vom Lenker aus betätigt, während der Fußhebel über ein Gestänge auf die Bremse im Hinterrad wirkt. Beim
Niedertreten des Fußhebels wird durch einen Schalter ein Brems-Stoplicht in der Schlußleuchte eingeschaltet.
Da die Fahrsicherheit im höchsten Maße vom Zustand der Bremsen abhängt, ist deren ständige Überwachung eine
selbstverständliche Forderung. Die Abnützung der Bremsbeläge ist durch Nachstellen von Zeit zu Zeit auszugleichen.
Das geschieht am Vorderrad durch Linksdrehen der am Bremshebel befindlichen Flügelschraube (a) um einige
Umdrehungen. Das Nachstellen der Hinterradbremse erfolgt durch Rechtsdrehen der auf der Zugstange sitzenden
Flügelmutter. Bei dem Nachstellen der Bremsen ist streng darauf zu achten, daß zwischen dem Angriffspunkt der
Bremse und der Ruhelage des Betätigungshebels ein gewisses Spiel vorhanden ist, da sonst die Bremsen schleifen,
sich übermäßig erwärmen und abnützen. Das Rad muß spielen.
Ist durch Nachstellen keine genügende Bremswirkung mehr zu erzielen, so ist der Belag abgenutzt und muß erneuert
werden. Spiegelnde Bremsflächen geben die
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Gewähr für tragende Bremsbeläge. Bei langen Talfahrten bremse man abwechselnd
das Vorder- oder das Hinterrad, damit immer eine Bremse abkühlen kann. Natürlich
nimmt man bei stärkeren Gefallen die Bremskraft des Motors in den kleineren
Gängen zu Hilfe.

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