1.2.2.2
Deutsch
Fluent Pro Flüssigkeitsmanagementsystem
hysteroskopischen Eingriffs beeinflusst werden.
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Bei Verwendung eines flüssigen Dehnungsmediums mit niedriger Viskosität sollte eine
intrauterine Dehnung über zwei (2) Liter aufgrund der Möglichkeit eines
Flüssigkeitsüberschusses sorgfältig verfolgt werden. Wird eine Flüssigkeit mit hoher
Viskosität (z. B. Hyskon) verwendet, sollte die Verwendung von mehr als 500 mL
sorgfältig beobachtet werden. Weitere Informationen finden Sie auf dem Etikett der
verwendeten Flüssigkeit (z. B. Hyskon).
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In seltenen Fällen können idiosynkratische Reaktionen wie intravaskuläre
Koagulopathie und allergische Reaktionen wie Anaphylaxie während der Hysteroskopie
auftreten, wenn ein flüssiges Dehnungsmedium verwendet wird. Insbesondere wurden
bei der Verwendung von Hyskon als Dehnungsflüssigkeit während der Hysteroskopie
idiosynkratische anaphylaktoide Reaktionen gemeldet. Diese sollten wie alle anderen
allergischen Reaktionen behandelt werden.
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Die Dehnung des Uterus kann zu einem Riss des Eileiters führen, sollte dort eine
Blockade oder ein permanenter Verschluss vorliegen. Die Ruptur kann dazu führen,
dass Dehnungsflüssigkeit in die Bauchhöhle der Patientin fließt und zu einem
Flüssigkeitsüberschuss führt.
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Um einen Flüssigkeitsüberschuss zu vermeiden, muss das Volumen der in die
Patientin fließenden und aus ihr austretenden Dehnungsflüssigkeit stets genau
überwacht werden. Ein Flüssigkeitsüberschuss ist mit dem Risiko der Entstehung von
Folgendem verbunden:
Hyponatriämie mit den zugehörigen Folgeerkrankungen
o
Lungenödem infolge eines Überschusses isotonischer Flüssigkeiten
o
Hirnödem als Folge von Flüssigkeitsüberschuss und Elektrolytstörungen mit
o
hyperosmolaren (nicht-ionischen) Flüssigkeiten wie Glycin 1,5 % und Sorbit 3,0 %
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Stellen Sie sicher, dass die Körpertemperatur der Patientin während des gesamten
Eingriffs überwacht wird. Ein kontinuierlicher Fluss von Dehnungsflüssigkeit während
des hysteroskopischen Eingriffs kann zu einem Abfall der Körpertemperatur der
Patientin führen. Niedrige Körpertemperaturen können koronare und kardiovaskuläre
Probleme verursachen. Eine längere Eingriffsdauer und die Verwendung von kalten
Dehnungsmedien sollten vermieden werden.
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Zu Ihrer eigenen Sicherheit und für die Sicherheit der Patientin verwenden Sie
ausschließlich die in Tabelle 9 aufgeführten Fluent Pro Zubehörteile: Einwegartikel und
Zubehör.
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Das System ist nicht explosionsgeschützt. Verwenden Sie es nicht in einem Bereich, in
dem entflammbare Anästhesiegase vorhanden sind.
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Verwenden Sie das System nicht, wenn ein Systemdefekt vermutet oder bestätigt wird.
Stellen Sie sicher, dass das System voll funktionsfähig ist, wie in Kapitel 6.1 „Jährliche
Inspektion" beschrieben.
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Fluent Pro Verfahrens-Kits sind Einwegprodukte für den einmaligen Gebrauch. Die im
Verfahrens-Kit für den Einmalgebrauch enthaltenen Komponenten dürfen nicht
wiederverwendet oder wiederaufbereitet werden. Die Wiederverwendung oder
Wiederaufbereitung solcher Komponenten kann zu Infektionen oder Produktversagen
aufgrund von Materialschäden führen.
Auflistung der Vorsichtsmaßnahmen
Vorsicht!
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Das Fluent Pro Flüssigkeitsmanagementsystem nicht sterilisieren oder in
Desinfektionsmittel eintauchen.
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Die Prüfung auf elektrische Sicherheit sollte von einem Medizintechniker oder einer
anderen entsprechend qualifizierten Person durchgeführt werden.
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Das Fluent Pro Flüssigkeitsmanagementsystem erfordert spezielle
Vorsichtsmaßnahmen hinsichtlich der elektromagnetischen Sicherheit, außerdem muss
es gemäß den Informationen zur elektromagnetischen Sicherheit in diesem Handbuch
installiert und in Betrieb genommen werden.
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Tragbare und mobile HF-Kommunikationsgeräte wie Mobiltelefone und andere
Einführung
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