E: DEanfrage@megger.com Megger Alle Rechte sind vorbehalten. Ohne vorherige schriftliche Genehmigung von Megger darf kein Teil dieses Handbuches fotokopiert oder in irgendeiner anderen Form reproduziert werden. Inhaltliche Änderungen dieses Handbuches behalten wir uns ohne vorherige Ankündigung vor. Megger haftet nicht für technische oder drucktechnische Fehler oder Mängel in diesem Handbuch.
Gewährleistungsbedingungen Gewährleistungsbedingungen Megger leistet dem Käufer für die von Megger vertriebenen Produkte Gewähr nach Maßgabe der nachfolgend aufgeführten Bedingungen. Megger gewährleistet, dass Megger-Produkte zum Zeitpunkt der Lieferung frei von Fabrikations- und Materialfehlern sind, welche ihren Wert oder ihre Tauglichkeit erheblich mindern.
Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis Beratung durch Megger ....................3 Gewährleistungsbedingungen ..................4 Inhaltsverzeichnis ......................5 Sicherheitshinweise ..................8 Grundlegende Hinweise ..................8 Allgemeingültige Warn- und Sicherheitshinweise ..........9 Technische Beschreibung ................11 Funktionsbeschreibung ..................11 Technische Daten .................... 13 Anzeige- und Bedienelemente ................. 17 Inbetriebnahme des Messwagens ..............
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Inhaltsverzeichnis 5.6.3 Administrationsmenü - (Administrations-Passwort erforderlich) ....56 5.6.3.1 Datensicherung und –aktualisierung - ..........57 5.6.3.2 Nutzerverwaltung - ..................58 5.6.3.3 Kalibrierung Vormesskabel - ............... 59 Messungen durchführen ................60 Gut zu wissen … ....................60 6.1.1 Ausbreitungsgeschwindigkeit ................60 6.1.2 Pulsbreite......................
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Inhaltsverzeichnis Pflege und Wartung ..................114 Erforderliche Wartung durch eine Servicewerkstatt ........114 Selbstständig durchzuführende Prüf- und Pflegemaßnahmen ...... 114...
Zu beachten sind die allgemein gültigen elektrischen Vorschriften des Landes, in dem das Arbeiten mit Produkten Gerät errichtet und betrieben wird, sowie die bestehenden nationalen Vorschriften zur von Megger Unfallverhütung und eventuell intern existierende Vorschriften (Arbeits-, Betriebs- und Sicherheitsvorschriften) des Betreibers.
Megger empfiehlt, das System einmal jährlich in einem Megger-Servicecenter prüfen und warten zu lassen. Megger bietet seinen Kunden auch Vorort-Service. Bitte kontaktieren Sie bei Bedarf das für Sie zuständige Servicecenter. Das Gerät ist für den Betrieb im Industriebereich vorgesehen. Bei Betrieb im Wohnbereich Elektromagnetische kann es eventuell zu Störungen anderer Geräte (z.B.
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VDE-Bestimmung 0104 "Einrichtung und Betrieb elektrischer Prüfanlagen" bzw. die entsprechende EN 50191 sowie länderspezifische Normen und Vorschriften streng zu beachten. Der System R 30 erzeugt während des Messbetriebs eine gefährliche • Spannung bis 110 kV. Diese wird über das HV-Anschlusskabel in das Prüfobjekt eingespeist.
DC-Prüfspannung bis zu 110 kV (150 kV optional) • Stoßen zur Vor- und Nachortung bis 50 kV (100 kV optional) • Jeder Messwagen vom Typ System R 30 verfügt über eine Basisausstattung, welche im Ausstattungsvarianten Wesentlichen die folgenden Komponenten beinhaltet: Anschlusstechnik (HV-Anschlusskabel, Erdungskabel) •...
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Technische Beschreibung In Ergänzung zu dieser Basisausstattung kann der Messwagen eine Auswahl der folgenden optionalen Komponenten umfassen: • Prüfzusatz VLF CR-54 kV • Prüfzusatz VLF CR-70 kV • Teilentladungs-Messsystem PDS 60(-HP) / PDS 62-SIN Brenngerät 15 kV • ISO-Modul zur Isolationsprüfung •...
Technische Beschreibung Technische Daten Der Messwagen als solches ist durch folgende Parameter spezifiziert: Parameter Wert Netzspannung 230 V (+6%, -10%), 50 / 60 Hz Anschluss über Trenntransformator (5 kVA) Anschlussleistung 5 kVA (Dauerlast) HV-Schalter gasisoliert; geeignet für Spannungen bis max. 110 kV Entladekapazität 10 µF bei 110 kV...
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Technische Beschreibung Parameter Wert Stoßenergie Surge Unit 3/6/12 kV siehe Technische Daten der • Surge Unit 3/6/12 kV Stoßeinheit 25 / 50 kV 2500 J • Stoßen 80 kV (optional) 1600 J oder 3200 J • Stoßen 100 kV (optional) 2000 J •...
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Technische Beschreibung Technische Daten der Die Surge Unit 3/6/12 kV ist je nach Konfiguration durch folgende Parameter spezifiziert: Surge Unit 3/6/12 kV Parameter Wert Stoßspannungsstufen 0 … 3 kV, 0 … 6 kV, 0 … 12 kV Stoßfolge einstellbar ca. 0,8 … 8 s •...
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Technische Beschreibung Technische Daten Die technischen Daten der zusätzlich im Messwagen enthaltenen sonstiger Messtechnik / Messtechnik (z.B. digiPhone , PDS 60, Tan Delta Messzusatz) und Peripherie Peripherie (z.B. Generator-System) entnehmen Sie bitte der jeweiligen Bedienungsanleitung.
Technische Beschreibung Anzeige- und Bedienelemente Alle für die Steuerung, Kontrolle und Überwachung der Messungen nötigen Komponenten Steuerpult sind im Steuerpult installiert. Das folgende Bild stellt beispielhaft die Bestückung des Steuerpultes in einer typischen Ausbaustufe dar: Komponente Beschreibung MFM 10-M / HVB 10-M (optional) Netzbaustein Teleflex VX Surge Unit 3/6/12 kV...
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Technische Beschreibung Das Teleflex VX bildet die zentrale Bedieneinheit des Messwagens und verfügt über die Teleflex Vx folgenden Bedienelemente: Element Beschreibung Ein- / Ausschalter Drehgeber...
Technische Beschreibung Netzbaustein Der Netzbaustein verfügt über die folgenden Bedien- und Anzeigeelemente: Element Beschreibung Schlüsselschalter "HV-Verriegelung" (siehe Seite 38) Not-Aus-Schalter Bei Betätigung des Not-Aus-Schalters wird die Hochspannung umgehend ausgeschaltet, der Prüfling entladen und anschließend der HV-Ausgang geerdet. Die Steckdosen im Bedienraum stehen weiterhin unter Spannung! Externe Buchsen Restspannungsanzeige (optional) Die Restspannungsanzeige signalisiert die aktuell am HV-Ausgang des...
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Technische Beschreibung Surge Unit 3/6/12 kV Die Surge Unit 3/6/12 kV verfügt über die folgenden Bedien- und Anzeigeelemente: Element Beschreibung Bereichsumschalter Drehschalter zur Spannungseinstellung kV-Meter zur Anzeige der aktuellen Ladespannung der internen Stoßkondensatoren Drehknopf zur Einstellung der Stoßfolge Ein- / Ausschalter „HV On“-Taster...
Schwerkraftschalter zu gewährleisten! Der Messwagen darf keine sichtbaren Beschädigungen, wie z.B. • Unfallschäden, aufweisen, solange diese noch nicht von einer Megger-Servicewerkstatt als unbedenklich eingestuft wurden! Bei großen Temperaturunterschieden zwischen Lager- und • Aufstellungsort (kalt zu warm) kann sich Kondenswasser auf den hochspannungsführenden Bauteilen bilden (Betauungseffekt).
Inbetriebnahme des Messwagens Elektrischer Anschluss Das folgende Bild zeigt das vereinfachte Anschlussdiagramm: 230 V (+6%, -10%), 50 / 60 Hz Stationserde oder anderer geeigneter Fundamenterder WARNUNG Gefahr durch elektrischen Schlag Der elektrische Anschluss muss in der aus dem Bild ersichtlichen Reihenfolge durchgeführt werden.
Inbetriebnahme des Messwagens 3.2.1 Anschlusstechnik Die Anordnung und Ausstattung der Anschlusstechnik kann sich je nach Fahrzeugtyp und Ausstattungsvariante unterscheiden. Für gewöhnlich umfasst die Anordnung die im folgenden Bild dargestellte Anschlusstechnik: Teil Beschreibung Kabeltrommel FU-Kabel Kabeltrommel Erdungskabel Kabeltrommel Netzkabel Teleflex LV-Kabeltrommel (optional) für dreiphasige Reflexionsmessungen mit Niederspannung Kabeltrommel ext.
Inbetriebnahme des Messwagens 3.2.2 Anschluss des Erdungskabels WARNUNG Gefahr durch elektrischen Schlag Der Messwagen darf niemals ohne angeschlossenes Erdungskabel • betrieben werden. Dies gilt auch für den Generator-Betrieb! Das Erdungskabel stellt die Verbindung zwischen dem System und der Schutzerde her und gewährleistet die Berührungssicherheit des gesamten Systems.
Inbetriebnahme des Messwagens 3.2.3 Anschluss der FU-Schutzeinrichtung (Hilfserder) Gehen Sie wie folgt vor, um die FU-Sicherheitseinrichtung (Hilfserder) zur Überwachung der Spannungs-Zeit-Fläche und der Fehlerspannung anzuschließen: Schritt Aktion Rollen Sie das FU-Kabel ab. Erdspieß in unmittelbarer Nähe des Messwagens ins Erdreich einbringen und das FU-Kabel daran befestigen.
Inbetriebnahme des Messwagens 3.2.4 Anschluss an das Prüfobjekt WARNUNG Gefahr durch elektrischen Schlag Vor dem Anschluss an das Prüfobjekt und vor jeglicher Anpassung • der Verdrahtung im HV-Raum des Messwagens müssen die fünf Sicherheitsregeln (siehe Seite 9) angewandt werden. Alle Phasen des Prüflings, an denen nicht gemessen wird, sind •...
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Inbetriebnahme des Messwagens Bei Fahrzeugen ohne Sonderoptionen ist der elektrische Anschluss zwischen den HV- Systemseitiger Ausgängen und den Kabeltrommeln wie folgt vorzunehmen: Anschluss bei Fahrzeugen in Standardausführung Beim Wechsel zwischen Normalbetrieb und 80/100 kV-Stoßbetrieb muss im HV-Raum Besonderheiten bei des Messwagens die Anschaltung der Kabeltrommeln an das Steckfeld entsprechend der Fahrzeugen mit der Option „80/100 kV gewünschten Betriebsart angepasst werden.
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Inbetriebnahme des Messwagens Normalbetrieb (50 kV Stoßen) 80/100 kV Stoßen HV-Ausgang „80/100kV Surging“ Verbindungsleitung vom separaten 80/100 kV Stoßschalter Geerdete Parkposition „80/100kV Surging“...
Inbetriebnahme des Messwagens 3.2.4.2 Verwendung des Teleflex LV-Kabels (optional) Das Teleflex LV-Kabel kann ausschließlich für die eigens dafür vorgesehenen Anwendungsfall Impulsreflexionsverfahren des Teleflex VX verwendet werden. In allen anderen Betriebsarten muss der Prüfling über das HV-Anschlusskabel verbunden werden. Führen Sie die folgenden Schritte aus, um das LV-Kabel an den Prüfling anzuschließen: Vorgehensweise Schritt Aktion Sollte das vom Reflektometer kommende Verbindungskabel an die Buchse...
Inbetriebnahme des Messwagens 3.2.4.3 Verwendung des MFM/HVB-Anschlusskabels (optional) Das spezielle MFM/HVB-Anschlusskabel ist direkt mit dem Mantelfehlerortungssystem MFM 10-M bzw. der Hochspannungsmessbrücke HVB 10-M verbunden und kommt ausschließlich bei deren Betriebsarten zum Einsatz. Für detaillierte Angaben zum Anschluss an das Prüfobjekt lesen Sie bitte die Bedienungsanleitung des MFM 10-M bzw.
Inbetriebnahme des Messwagens 3.2.5 Anschluss des Netzkabels WARNUNG Gefahr durch elektrischen Schlag Sind Messobjekt und Versorgungsnetz an verschiedene, nicht miteinander verbundene Erdersysteme angeschlossen, so ist während des Betriebes des Messwagens der Potenzialausgleich durch eine Verbindungsleitung mit einem Querschnitt von mindestens 16 mm herzustellen.
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übernimmt diese automatisch die Versorgung des Messsystems, wenn der Messwagen nicht an Netzspannung angeschlossen wurde. Bei den von Megger bereitgestellten Generatoranlagen handelt es sich typischerweise um vom Fahrzeugmotor angetriebene Systeme, die bei Bedarf manuell in Betrieb genommen werden müssen. Dazu muss das Fahrzeug in den Leerlauf versetzt, der Generator eingeschaltet und gegebenenfalls noch die Drehzahl reguliert werden.
Inbetriebnahme des Messwagens 3.2.6 Anschluss der externen Sicherheitseinrichtung (optional) Mit Hilfe der externen Sicherheitseinrichtung kann der Status des Systems außerhalb des Zweck Messwagens signalisiert und die HV-Aufbereitung über Not-Aus-Schalter und Schlüsselschalter unterbrochen bzw. gesperrt werden. Das folgende Bild zeigt die optionale externe Sicherheitseinrichtung: Beschreibung Teil Beschreibung...
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Inbetriebnahme des Messwagens Anschluss der externen Gehen Sie wie folgt vor, um die externe Sicherheitseinrichtung anzuschließen: Sicherheitseinrichtung Schritt Aktion Wird das Anschlusskabel der externen Sicherheitseinrichtung auf einer Kabeltrommel bereitgestellt, trennen Sie zuerst die Verbindung zwischen System und Kabeltrommel. Rollen Sie das Verbindungskabel ab. Platzieren Sie die externe Sicherheitseinrichtung zugänglich und gut sichtbar im Umkreis des Messwagens und schließen Sie das Verbindungskabel an der dafür vorgesehenen Buchse an.
Für den Direktdruck von Messdaten und Berichten kann ein Drucker angeschlossen werden. Allerdings wird die Auswahl kompatibler Drucker durch die auf dem System installierten Treiber begrenzt. Bitte kontaktieren Sie vor der Anschaffung eines Druckers Ihren Megger-Vertriebspartner für eine Liste der unterstützten Geräte.
Inbetriebnahme des Messwagens Einschaltbereitschaft herstellen Nachdem Messwagen angeschlossen, oder eine Änderung Prüflingsanschaltung vorgenommen wurde, müssen die Anschlusskabel, wie im folgenden Bild dargestellt, durch die Kabelführung nach außen geführt werden: Nachdem anschließend die Hecktüren des Messwagens geschlossen wurden, ist dieser einschaltbereit. Unter der Voraussetzung, dass der Anschluss sachgerecht ausgeführt und dabei auf gute Erdungsverhältnisse geachtet wurde, sind damit auch die Bedingungen des Sicherheitskreises erfüllt.
Inbetriebnahme des Messwagens Messwagen einschalten Nachdem Messwagen vorschriftsmäßig angeschlossen wurde, kann Messwagen einschalten Steuerspannung durch Betätigung des leuchtenden Hauptschalters am Netzbaustein eingeschaltet werden. Direkt ab Einschalten des Messwagens werden die Bedingungen der beiden Sicherheitskreise Sicherheitskreise permanent auf Abweichungen überwacht. Für den Fall, dass alle Bedingungen des Sicherheitskreises I erfüllt sind, wird das Teleflex VX mit Spannung versorgt und es kann ohne weitere Voreinstellungen eine Impulsreflexionsmessung über das optionale Teleflex LV-Kabel vorgenommen werden.
Generelle Bedienung des Messwagens Generelle Bedienung des Messwagens Hochspannung freigeben / abschalten Wenn die Bedingungen beider Sicherheitskreise erfüllt sind und nach Einstellung der Hochspannung freigeben Phasen und Messparameter die Betriebsart über den Menüpunkt gestartet wurde, signalisiert der grün leuchtende „HV ON“-Taster am Netzbaustein die Bereitschaft zur HV-Freigabe.
Bedienung des Teleflex VX Bedienung des Teleflex VX Bildschirmaufteilung Das folgende Bild zeigt die typische Aufteilung des Teleflex VX-Bildschirms: Segment Beschreibung Kurven der aktuellen Messung bzw. der geladenen Messungen. Die Anzeige ist in eine Gesamtübersicht (oben) und in einen vergrößerten Ausschnitt (unten) aufgeteilt.
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Bedienung des Teleflex VX Segment Beschreibung Die unterteilten Anzeigesegmente im unteren Bereich des Bildschirms können folgende Informationen enthalten: Eingestellte Messparameter • Aktuelle Messwerte, welche im Verlauf der Messung fortlaufend • aktualisiert werden Legende der aktuell im Display dargestellten Kurven (siehe Seite 49). •...
Bedienung des Teleflex VX Grundlagen der Steuerung Die Navigation innerhalb der Menüstruktur erfolgt nahezu ausschließlich über ein Auswahlmenü kreisrundes Auswahlmenü: Aktuell angewählter Zurück zur Menüpunkt nächsthöheren Menüebene Umschalter Beschreibung des aktuell angewählten (aktive Auswahl wird Menüpunktes grün dargestellt) Sprache Die Bedienung mit Hilfe des Drehgebers gestaltet sich wie folgt: Bedienung mittels Drehgeber gewünschten Menüpunkt anwählen...
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Bedienung des Teleflex VX Bedienung mittels Die Bedienung mittels Maus und Tastatur gestaltet sich wie folgt: Maus und Tastatur gewünschten Menüpunkt anwählen • Wert eines veränderlichen Parameters • erhöhen / verringern Option innerhalb einer Auswahlliste anwählen • angewählten Menüpunkt aufrufen •...
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Bedienung des Teleflex VX Sollte das System mit einem berührungsempfindlichen Display ausgestattet sein, kann Bedienung mittels die Software auch ausschließlich mit dem Finger bedient werden. Touchscreen Durch kurzes, bzw. in Einzelfällen auch langes, Tippen auf die Schaltflächen der verschiedenen Menüs können analog der Drehgeber-Steuerung die jeweiligen Funktionen ausgelöst werden.
Bedienung des Teleflex VX Einige wenige Einstellungen, welche die Eingabe von Werten erfordern, werden nicht Dialogboxen direkt über das Auswahlmenü, sondern einer separaten Dialogbox vorgenommen. Datum und Uhrzeit Abbrechen Über kann zwischen den einzelnen Schaltflächen einer Dialogbox hin- und hergeschaltet werden. Die jeweils aktive Schaltfläche wird dabei weiß hinterlegt bzw. mit einem roten Rahmen gekennzeichnet.
Bedienung des Teleflex VX Phasenwahl - Das Menü zur Auswahl der an der Messung beteiligten Phase(n) öffnet sich automatisch Phasenauswahlmenü direkt bei Betreten einer Betriebsart. Darüber hinaus kann es jederzeit auch manuell öffnen über geöffnet werden. Durch Drehen des Drehgebers kann die gewünschte Option markiert und durch Phasenwahl anschließendes Drücken an- bzw.
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Bedienung des Teleflex VX Je nach Betriebsart und verfügbaren Kabeltrommeln können über die Schaltflächen im technisch zulässigen Rahmen auch Anpassungen am dargestellten Anschlussschema vorgenommen werden. Auf diese Weise können z.B. Prüflingsphasen individuell angeschlossen / getrennt, die Zuordnung zwischen Steckfeldausgang und Prüflingsphase geändert, oder am Prüfling installierte Brücken (zur gleichzeitigen Prüfung mehrerer Phasen) berücksichtigt werden.
Bedienung des Teleflex VX History-Datenbank - Jede durchgeführte Messung wird temporär in der History-Datenbank abgelegt und kann Zweck über diese wieder aufgerufen werden. Dadurch wird es dem Anwender ermöglicht sich alte Messkurven erneut aufzurufen und mit aktuellen Kurven zu vergleichen. Die Parameter, unter denen die Messung durchgeführt wurde, werden ebenfalls angezeigt.
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Bedienung des Teleflex VX Über den Listeneintrag gelangt man zur Suchmaske, über welche die Datensätze des aktuellen Verzeichnisses und aller darunterliegenden Verzeichnisse nach bestimmten Betriebsarten und Kommentareinträgen durchsucht werden können. Wenn gleichzeitig nach einer Betriebsart und einem Kommentareintrag gesucht wird, werden nur die Ergebnisse eingeblendet, welche beide Kriterien erfüllen.
Bedienung des Teleflex VX Wenn der Anwender einen Datensatz, oder einen ganzen Ordner, löschen oder Verwaltung der exportieren will, so muss er diesen mit dem Drehgeber anwählen und anschließend über Datensätze die gewünschte Markierung wählen. Symbol Beschreibung Der Datensatz bzw. der Ordner (inkl. aller enthaltenen Datensätze) ist zum Löschen markiert.
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Bedienung des Teleflex VX Um Kurven und Messdaten älterer Messungen aufrufen zu können, muss zuerst die Messdaten aus der History-Datenbank aufgerufen und anschließend mit Hilfe des Drehgebers die History-Datenbank entsprechende Messung innerhalb der Verzeichnisstruktur ausgewählt werden. Durch aufrufen kurzes Drücken des Drehgebers kann man nun alle Kurven und Messdaten dieser Messung aufrufen.
Bedienung des Teleflex VX Systemeinstellungen - Das Systemmenü kann über den Menüpunkt direkt aus dem Hauptmenü aufgerufen werden und enthält die folgenden Menüpunkte: Menü- Beschreibung punkt Untermenü zur Verwaltung der Messdatensätze (siehe Seite 53). Grundeinstellungen (siehe Seite 54) Für fast alle Einstellungen des Systems können die Standardwerte angepasst werden.
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Bedienung des Teleflex VX Menü- Beschreibung punkt Dieses Untermenü ermöglicht diverse Einstellungen zur Skalierung der X-Achse und zur Eingabe der Ausbreitungsgeschwindigkeit und bietet die folgenden Menüpunkte: Je nach Stellung dieses Schalters wird die X-Achse entweder in Sekunden (Laufzeit) oder in Längeneinheiten (Entfernung) skaliert. Nur verfügbar, wenn die X-Achse in Längeneinheiten skaliert wird (siehe oben) Über diesen Schalter kann die Einheit der X-Achse zwischen Meter...
Bedienung des Teleflex VX 5.6.1 Datenmenü - Das Datenmenü bietet die Möglichkeit, gespeicherte Messdaten zu importieren, zu exportieren, oder zu löschen und enthält die folgenden Menüpunkte: Menü- Beschreibung punkt Menüpunkt, um Messdatensätze aus der History-Datenbank zu löschen. Die zu löschenden Messungen müssen vorab markiert werden (siehe Seite 49). Menüpunkt, um Messdatensätze aus der History-Datenbank in das Winkis- Verzeichnis des eingesteckten USB-Sticks zu exportieren.
Über diesen Menüpunkt kann die Bildschirmtastatur aktiviert bzw. deaktiviert werden. Datum und Uhrzeit. Über diesen Menüpunkt kann der angeschlossene Drucker aus einer Vielzahl unterstützter Drucker ausgewählt werden. Bitte kontaktieren Sie vor der Anschaffung eines Druckers Ihren Megger-Vertriebspartner für eine Liste der unterstützten Drucker.
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Bedienung des Teleflex VX Menü- Beschreibung punkt Über diesen Menüpunkt können die folgenden den Messablauf beeinflussenden Funktionen aktiviert bzw. deaktiviert werden: Ist diese Option aktiv, werden bei Betreten der Betriebsart automatisch alle drei Phasen ausgewählt. Ist diese Option aktiv, werden bei Betreten einer TDR-Betriebsart automatisch alle drei Phasen ausgewählt (gilt nur bei Messungen mit dem optionalen LV-Kabel).
Software, welche bisher noch nicht aktiv sind, freigeschalten werden. Für die Freischaltung benötigt man den passenden Freigabeschlüssel. Bitte kontaktieren Sie ihren Megger-Vertriebspartner für nähere Informationen zur Aktivierung einer Funktion bzw. Betriebsart. Über diesen Menüpunkt kann der Modus zur Kalibrierung des Vormesskabels (siehe Seite 59) aktiviert bzw.
Rechten des Benutzers eingespielt werden dürfen. So lassen sich z.B. die Applikation selbst, die Datenbank und die Konfigurationsdatei nur mit erweiterten Administrationsrechten einspielen. Sollten Sie nicht über die entsprechenden Rechte verfügen, wenden Sie sich bitte an den für Sie zuständigen Megger-Vertriebsmitarbeiter.
Bedienung des Teleflex VX 5.6.3.2 Nutzerverwaltung - Mit Hilfe der Nutzerverwaltung können auf dem System verschiedene Benutzerkonten eingerichtet werden, wodurch sich der jeweilige Nutzer Systemverhalten und Standardwerte an die eigenen Vorlieben anpassen kann. Menü- Beschreibung punkt Das Anlegen eines neuen Nutzers setzt die Eingabe eines Benutzernamens voraus.
Bedienung des Teleflex VX 5.6.3.3 Kalibrierung Vormesskabel - Ein ordnungsgemäß eingemessenes Vormesskabel (HV-Anschlusskabel und LV- Notwendigkeit Anschlusskabel) dient der Genauigkeit aller nach dem TDR-Prinzip arbeitenden Betriebsarten (Teleflex, IFL und alle ARM-Betriebsarten). Die Länge des Vormesskabels wird nicht nur automatisch aus dem sichtbaren Diagrammbereich ausgeblendet, sondern auch automatisch von den ermittelten Entfernungsangaben abgezogen.
Messungen durchführen Messungen durchführen Gut zu wissen … 6.1.1 Ausbreitungsgeschwindigkeit Um die genaue Entfernung zwischen Kabelanfang und Fehlerstelle berechnen zu können, Einführung muss Ausbreitungsgeschwindigkeit Kabel kennen. Diese Geschwindigkeit hängt von mehreren physikalischen Größen des Kabels ab: Isolationsmaterial und -dicke, Leiterdurchmesser, etc. Wenn der Wert für Ausbreitungsgeschwindigkeit um 2% falsch eingestellt ist, dann weicht auch das Messergebnis um 2% ab.
Messungen durchführen 6.1.2 Pulsbreite Durch die Dämpfungs- und Dispersionseigenschaften eines Kabels, welche von der Frequenz abhängig sind, verändert sich jedes Signal in Höhe und Form mit fortschreitender Laufzeit. Dies gilt auch für den Messimpuls und dessen Reflektionen. Schmale Impulse, welche einen größeren Anteil an hohen Frequenzen beinhalten, unterliegen einer stärkeren Verformung als breite Impulse.
Messungen durchführen Standardfunktionen Am Teleflex VX stehen bei allen Betriebsarten, in denen Messdaten erfasst und Grundsätzlich dargestellt werden, im jeweiligen Messmenü die folgenden Standardfunktionen zur verfügbare Funktionen Verfügung: Menü- Beschreibung punkt Über diesen Menüpunkt kann der Cursor entlang der X-Achse verschoben werden.
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Messungen durchführen Menü- Beschreibung punkt Über diesen Menüpunkt kann der Messbereich (X-Achse) eingestellt werden. Für Impulsreflexionsmessungen und in der Betriebsart ARM sollte das Kabelende als positive Reflexion am rechten Bildrand sichtbar sein. In den Betriebsarten ICE und Decay sollte der Messbereich auf das Fünf- Zehnfache der Kabellänge eingestellt werden.
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Messungen durchführen Menü- Beschreibung punkt Über diesen Menüpunkt können einzelne, nicht mehr benötigte, Kurven aus der aktuellen Anzeige gelöscht werden, um eine bessere Lesbarkeit der wichtigen Kurven zu erreichen. Mit Hilfe der Entdämpfungsfunktion kann der Dämpfung der elektrischen Impulse im Kabel entgegengewirkt werden. Dies geschieht durch eine mit zunehmender Laufzeit ansteigende Verstärkung des Eingangssignals während der Messung, d.h.
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Messungen durchführen Menü- Beschreibung punkt Aus der Differenz zwischen Kurve 1 und 2 wird eine neue Kurve berechnet und dargestellt. Alle anderen Kurven werden dabei ausgeblendet. Aus der Differenz zwischen Kurve 2 und 3 wird eine neue Kurve berechnet und dargestellt. Alle anderen Kurven werden dabei ausgeblendet. Aus der Differenz zwischen Kurve 3 und 1 wird eine neue Kurve berechnet und dargestellt.
Messungen durchführen Systematik der Kabelfehlerortung Die tägliche Arbeit mit einem Kabelmesswagen unterteilt sich grundsätzlich in die Einführung folgenden beiden Hauptaufgabengebiete: Zustandsorientierte Instandhaltung • Prüfung, Diagnose und Teilentladungsmessung Ereignisorientierte Instandhaltung • Lokalisierung aller Typen von Kabelfehlern Während es bei der zustandsorientierten Instandhaltung unterschiedliche Auffassungen und Herangehensweisen gibt, hat sich bei der ereignisorientierten Kabelfehlerortung die unten dargestellte Vorgehensweise etabliert.
Um eine Isolationsprüfung durchführen zu können, muss der Messwagen entweder mit Voraussetzungen dem internen ISO-Modul (Messung über Teleflex VX) oder einem externen Isolationsprüfgerät (z.B. Megger) ausgestattet sein. Das verwendete externe Isolationsprüfgerät darf eine Ausgangsspannung von 1 kV nicht überschreiten und kann über geeignete Messleitungen entweder an die externen Buchsen...
Messungen durchführen 6.4.2 Isolationsprüfung mit dem internen ISO-Modul Die Betriebsart kann über den Menüpunkt direkt aus dem Hauptmenü heraus Betriebsart und Phasen aufgerufen werden. wählen Direkt bei Betreten der Betriebsart werden die zu prüfenden Phasen abgefragt, welche entsprechend der tatsächlichen Anschlusssituation einzustellen sind. Es können auch mehrere Optionen aktiviert werden.
Messungen durchführen In Vorbereitung auf die eigentliche Messung können die folgenden Parameter eingestellt Messparameter werden: einstellen Menüpunkt Beschreibung Über diesen Menüpunkt kann zwischen automatischem oder manuellem Modus umgestellt werden. Im automatischen Modus werden immer jeweils der Widerstands- und Kapazitätswert gemessen. Es muss nur die obere Messspannung zwischen 500 V und 1000 V gewählt werden.
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Messungen durchführen Nachdem die Messparameter wie vorab beschrieben eingestellt wurden, kann die Messablauf Messung über den Menüpunkt gestartet werden. Das System misst je nach eingestelltem Modus die Widerstands- und / oder Kapazitätswerte für jede ausgewählte Phasenkombination. Die Ergebnisse werden in einer Tabelle dargestellt: Aus dem Tabellenkopf können für jede Messung (Spalte) die gemessene Kenngröße, Datum und Uhrzeit der Messung, sowie die verwendete Messspannung abgelesen werden.
Messungen durchführen 6.4.2.2 Zeitabhängige Widerstandsmessung - Durch eine zeitabhängige Widerstandsmessung können die zeitliche Veränderung der Einführung Absorptionseigenschaften des Isolierstoffes und somit der Feuchtigkeits- und Verschmutzungsgrad einer Isolierung geprüft werden. Ein kontinuierlicher Anstieg des erfassten Widerstandes weist auf eine intakte Isolation hin.
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Messungen durchführen Nachdem die Messparameter wie vorab beschrieben eingestellt wurden, kann die Messablauf Messung über den Menüpunkt gestartet werden. Die ermittelten Widerstandswerte werden im Messverlauf auf dem Bildschirm als Kurve über die Zeit dargestellt. Mit Abschluss der Messung werden gegebenenfalls die ermittelten DAR- und / oder PI- Koeffizienten in einer Dialogbox angezeigt.
Messungen durchführen Kabelprüfung - Die Betriebsarten zur Kabelprüfung sind meist nicht direkt im Hauptmenü, sondern im Aufruf der Betriebsart Untermenü zusammengefasst. Menüpunkt Betriebsart Kabelprüfungen mit VLF-Cosinus-Rechteck-Spannung über den optionalen Prüfzusatz VLF CR-54 kV oder VLF CR-70 kV. Kabelprüfung mit negativer Gleichspannung (über die interne Spannungsquelle) Die Phasen und der Spannungsbereich werden bei Betreten der Betriebsart automatisch Messparameter...
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Messungen durchführen Taste / Beschreibung Menüpunkt Nur für Prüfungen mit der internen Prüfspannungsquelle einstellbar Begrenzung des Maximalstroms (0,1 mA … 300 mA) Die Prüfspannungsquelle bricht die Prüfung bei Überschreiten dieses Wertes automatisch ab. Eine Meldung über die Abschaltursache und die maximal erreichte Spannung wird angezeigt.
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Messungen durchführen Anforderungen eine aussagekräftige Kabelprüfung werden Hinweise zur Auswahl Harmonisierungsdokumenten HD 620 S1:1996 und HD 621 S1:1996 und oft auch in von Prüfspannung und hausinternen Prüfvorschriften behandelt. Prüfzeit Die folgende Tabelle bietet eine Auswahl praxiserprobter Prüfparameter für verschiedene Anwendungsfälle: Anwendung Prüfspannung Prüfdauer in Minuten...
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Messungen durchführen Neben den Strom- und Spannungswerten werden am unteren Bildschirmrand je nach Betriebsart und Art der Prüfspannungsquelle einige weitere relevante Parameter und Messwerte angezeigt: Symbol Beschreibung Verbleibende Prüfdauer Eingestellte Prüfdauer Zu Beginn der Prüfung ermittelte Lastkapazität Wenn eine Prüfdauer definiert wurde, so wird die Hochspannung nach Ablauf dieser Zeit Abschluss der Prüfung automatisch abgeschaltet.
Messungen durchführen Impulsreflexionsmessung (TDR) - Niederohmige Kabelfehler können mit dem bewährten und weit verbreiteten Einführung Impulsreflexionsverfahren lokalisiert werden. Dieses Verfahren arbeitet entsprechend dem Radarprinzip und macht sich dabei zu Nutzen, dass plötzliche Abweichungen im Wellenwiderstand eines Kabels einen Teil der in das Kabel übertragenen Energie reflektieren.
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Messungen durchführen Das Menü mit den TDR-Betriebsarten kann direkt aus dem Hauptmenü über den Betriebsart und Phasen Menüpunkt aufgerufen werden und kann – je nach Ausstattung des Messwagens – wählen die folgenden Menüpunkte enthalten: Menüpunkt Betriebsart Normale Impulsreflexionsmessung über das HV-Anschlusskabel Normale Impulsreflexionsmessung über das optionale LV- Anschlusskabel IFL-Messung über das HV-Anschlusskabel...
Messungen durchführen Durchschnittsbildung In den Betriebsarten kann über den Menüpunkt die Funktion Durchschnittsbildung aktiviert bzw. deaktiviert werden. Bei aktiver Durchschnittsbildung stellt die im Display dargestellte Kurve den Durchschnitt aller bisher aufgezeichneten Messungen dar. Dabei werden maximal 256 Messungen berücksichtigt. Nach Erreichen dieser Anzahl stoppt die Aufzeichnung selbstständig.
Messungen durchführen Vorortung von hochohmigen Kabelfehlern - Um die punktgenaue Nachortung des Kabelfehlers nur in einem möglichst kurzen Segment des Kabelverlaufs durchführen zu müssen, sollte vorher eine gründliche Vorortung vorgenommen werden. Dadurch ist eine wesentliche Verkürzung der Gesamtortungszeit bei gleichzeitiger Schonung des Kabels zu erreichen. Hochohmige Kabelfehler reflektieren die Niederspannungsimpulse einer normalen Impulsreflexionsmessung entweder nur unzureichend oder gar nicht, so dass die Fehlerstelle nicht aus dem aufgezeichneten Reflektogramm hervorgeht.
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Messungen durchführen Vor der Aufzeichnung des Fehlerbildes kann der Anwender die Verzögerung zwischen Verzögerung zwischen zwei aufeinanderfolgenden Impulsen über den Menüpunkt manuell einstellen. Diese den TDR- Art der Verzögerung sollte jedoch nicht mit der Trigger-Verzögerungszeit (siehe nächste Messimpulsen Seite) verwechselt werden, welche nur den ersten Impuls verzögert. Prinzipiell empfiehlt sich,...
Messungen durchführen Ein mit Administrationsrechten (siehe Seite 56) ausgestatteter Anwender kann über den Anpassung der Trigger- Menüpunkt die Verzögerungszeit zwischen dem empfangenem Triggersignal Verzögerungszeit (Überschreiten der eingestellten Triggerschwelle) und dem tatsächlichen Start der TDR- Messung anpassen. Dies soll dem Zündprozess an der Fehlerstelle Zeit geben, um einen stabilen Lichtbogen zu formen.
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Messungen durchführen Schritt Aktion Schalten Sie die Surge Unit 3/6/12 kV über den Ein-/Aus-Kippschalter ein und aktivieren Sie die Hochspannungsbereitschaft über den Taster HV Stellen Sie an der Surge Unit 3/6/12 kV über den Drehschalter Stoßspannung unter Berücksichtigung der erforderlichen Fehlerzündspannung ein und lösen Sie anschließend über den Menüpunkt am Teleflex VX einen Einzelstoß...
Messungen durchführen 6.7.1.2 ARM-Messung bis 50 kV (Doppelstoßeinheit) Beim Doppelstoßverfahren wird der Fehler mit hoher Spannung (Stoßeinheit 25 / 50 kV) Einführung gezündet. Aufgrund der während der Zündung stattfindenden Ionisationsphase würde die zur Verfügung stehende Zeit allerdings nicht für ein stabiles und aussagekräftiges Fehlerbild ausreichen.
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Messungen durchführen Schritt Aktion Stellen Sie an der Surge Unit 3/6/12 kV den Drehschalter auf die Einstellung 3-6-12 und lösen Sie anschließend über den Menüpunkt am Teleflex VX einen Einzelstoß aus. Ergebnis: Findet ein Spannungsüberschlag an der Fehlerstelle statt, wird eine zweite Kurve (das Fehlerbild) im Display angezeigt.
Messungen durchführen 6.7.2 Spannungsauskopplung (Decay) - Die Decay-Methode wird angewandt, um hochohmige Kabelfehler mit einer hohen Einführung Fehlerzündspannung (<110 kV) in aufladbaren Kabeln vorzuorten. Hierzu wird das Kabel mit einer Gleichspannung aufgeladen, bis die Spannung die Durchschlagsspannung Fehlers überschreitet. in der Kabelkapazität gespeicherte Energie entlädt sich über den Fehler und erzeugt eine Wanderwelle, welche vom System als gedämpfte Oszillation aufgezeichnet und dargestellt wird.
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Messungen durchführen Schritt Aktion Erhöhen Sie mit Hilfe des Drehgebers die Spannung auf die Fehlerzündspannung und bestätigen Sie den Wert durch Drücken des Drehgebers. Der Dialog zur Spannungseinstellung schließt sich aus Sicherheitsgründen nach wenigen Sekunden automatisch, kann aber über den Menüpunkt erneut aufgerufen werden.
Messungen durchführen 6.7.3 Stromauskopplung (ICE) - Die Vorortung mittels Stromauskopplung hat sich insbesondere bei Fehlern im unteren Einführung kOhm-Bereich und bei sehr großen Fehlerentfernungen, bei welchen mit der ARM-Methode oft keine Ergebnisse erzielt werden können, bewährt. Wie auch bei der ARM-Methode wird der Fehler durch eine abrupte Entladung des Stoßkondensators zum Durchschlag gebracht.
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Messungen durchführen Schritt Aktion Stellen Sie an der Surge Unit 3/6/12 kV über den Drehschalter Stoßspannung unter Berücksichtigung der erforderlichen Fehlerzündspannung ein und lösen Sie anschließend über den Menüpunkt am Teleflex VX einen Einzelstoß aus. Ergebnis: Findet ein Spannungsüberschlag an der Fehlerstelle statt, wird im Display eine gedämpfte und oszillierende Stromkurve dargestellt.
Messungen durchführen Schritt Aktion Sollten die automatisch gesetzten Markierungen nicht exakt eine Periode einschließen, können Sie deren Positionen mit Hilfe der Funktion korrigieren. Die Distanz einer Periode wird direkt neben dem Cursor und in der linken unteren Ecke des Displays angezeigt. Subtrahieren Sie von diesem Wert die Länge des Anschlusskabels und die interne Verkabelung des Messwagens.
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Messungen durchführen Schritt Aktion Starten Sie die Messung über den Menüpunkt Geben Sie die Hochspannung über den „HV ON“-Taster frei. Stellen Sie die Spannung unter Berücksichtigung der erforderlichen Fehlerzündspannung ein. Wenn der Fehler per Stoßentladung zum Durchschlag gebracht werden soll, müssen Sie diese über den Menüpunkt auslösen, sobald der Stoßkondensator auf die eingestellte Spannung aufgeladen wurde.
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Messungen durchführen Schritt Aktion Sollten die automatisch gesetzten Markierungen nicht exakt eine Periode einschließen, können Sie deren Positionen mit Hilfe der Funktion korrigieren. Die Distanz einer Periode wird direkt neben dem Cursor und in der linken unteren Ecke des Displays angezeigt. Subtrahieren Sie von diesem Wert die Länge des Anschlusskabels und die interne Verkabelung des Messwagens.
Messungen durchführen 6.7.4 Dreiphasige Stromauskopplung (optional) - Die dreiphasige Stromauskopplung wird angewandt, um hochohmige und sporadisch Einführung auftretende Kabelfehler in verzweigten Kabelnetzen zu lokalisieren. Die Zündspannung der Fehler darf 50 kV nicht übersteigen. Von den verschiedenen bekannten Methoden hat sich die Differential-Vergleichsmethode speziell bei der Vorortung von Fehlern im verzweigten Niederspannungsnetz bewährt, weshalb sich die Beschreibung in diesem Abschnitt hauptsächlich an dieser Methode orientiert.
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Messungen durchführen Im Phasenwahlmenü ist neben den angeschlossenen Phasen auch der zu verwendende Stromkoppler zu wählen. Dadurch wird sichergestellt, dass das gewünschte Summen- bzw. Differenzsignal als Reflektogramm zur Anzeige gebracht wird. Auswahl der angeschlossenen und zur Fehlerortung verwendeten Phasen (fehlerbehaftete Phase und intakte Phase) Auswahl des zu verwendenden Stromkopplers.
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Messungen durchführen Gehen Sie wie folgt vor, um einen Kabelfehler mit Hilfe der Differential- Vorgehensweise Vergleichsmethode vorzuorten: Schritt Aktion Rufen Sie aus dem Untermenü heraus den Menüpunkt auf. Wählen Sie im Phasenauswahlmenü die beiden an der Messung beteiligten Phasen und den Stromkoppler, über welchen das Differenzsignal dieser beiden Phasen ausgekoppelt werden kann.
Messungen durchführen 6.7.5 ARM-Brennen mit dem Brenngerät 15 kV (optional) - Beim ARM-Brennen findet während des nach dem Fehlerdurchschlag einsetzenden Einführung Brennvorganges eine kontinuierliche Lichtbogenreflexionsmessung statt. Auf diese Weise kann die durch den Brennvorgang verursachte Änderung des Fehlers am Bildschirm mitverfolgt werden. Auf Wunsch stoppt das System die Messung automatisch, sobald ein stabiler niederohmiger Zustand des Fehlers erreicht ist.
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Messungen durchführen Schritt Aktion Initiieren Sie den Brennvorgang mit Hilfe des Brenngerätes und verfolgen Sie die mit dem andauernden Brennvorgang einhergehende Fehlerwandlung am Bildschirm des Teleflex VX. Stoppen Sie die Messung über den Menüpunkt , sobald sich beim Vergleich von Gesund- und Fehlerbild die Fehlerposition deutlich abzeichnet. Bei aktiver automatischer Abschaltung wird die Messung in diesem Fall automatisch gestoppt.
Messungen durchführen Brennen Das sogenannte „Brennen“ ermöglicht die dauerhafte Wandlung hochohmiger Fehler in Zweck niederohmige Nebenschlüsse bis hin zu satten Kurzschlüssen. Dank stetig verbesserter Vorortungsmethoden muss dieses materialbeanspruchende Verfahren nur noch sehr selten bei schwierigen Fehlern, wie z.B. intermittierenden und feuchten Kabelfehlern, angewandt werden.
Messungen durchführen 6.8.2 Brennen mit dem Brenngerät 15 kV (optional) Gehen Sie wie folgt vor, um eine Fehlerwandlung durchzuführen: Vorgehensweise Schritt Aktion Rufen Sie aus dem Untermenü heraus den Menüpunkt auf. Wählen Sie im Phasenauswahlmenü die fehlerbehaftete Phase und schließen Sie das Menü...
Messungen durchführen Fehlernachortung Das Ziel jeder Kabelfehlernachortung ist die punktgenaue Ortung der Fehlerposition, um Zweck unnötige Grabungsarbeiten zu vermeiden. Die beiden Stoß-Betriebsarten sind im Untermenü zusammengefasst. Über den Stoß-Betriebsarten Menüpunkt kann der reine Stoßbetrieb gestartet werden, in dessen Verlauf keinerlei Kurven aufgezeichnet und zur Darstellung gebracht werden.
Messungen durchführen Schritt Aktion Starten Sie den Stoßbetrieb über den Menüpunkt am Teleflex VX. Ergebnis: Das System koppelt im Rhythmus der eingestellten Stoßfolge Stoßimpulse in den Prüfling ein, welche zu Durchschlägen an der Fehlerstelle führen. Bei manuellem Stoßbetrieb muss jede Stoßentladungen von Hand über den Menüpunkt ausgelöst werden.
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Messungen durchführen Schritt Aktion Ergebnis: Das System koppelt im Rhythmus der eingestellten Stoßfolge Stoßimpulse in den Prüfling ein, welche zu Durchschlägen an der Fehlerstelle führen. Bei manuellem Stoßbetrieb muss jede Stoßentladungen von Hand über den Menüpunkt ausgelöst werden. Orten Sie die genaue Position des Fehlers mit Hilfe eines Bodenschallmikrofons (z.B.
Messungen durchführen 6.9.3 Stoßnachortung bis 80/100 kV (optional) Gehörschutz tragen Bei Stoßgeneratorbetrieb kann es zu erhöhter Geräuschentwicklung kommen. Während des Stoßbetriebes sollte Gehörschutz getragen werden. Achten Sie dabei auf Gefahren durch die eingeschränkte Wahrnehmung des Arbeitsumfeldes. Vorgehensweise Gehen Sie wie folgt vor, um eine Fehlernachortung durchzuführen: Schritt Aktion Nehmen Sie den Messwagen wie in Kapitel 3 beschrieben in Betrieb.
Messungen durchführen 6.9.4 Leitungs- und Fehlerortung mit dem Audiofrequenzgenerator Der Audiofrequenzgenerator eignet sich in Kombination mit einem passenden Einführung Audiofrequenzempfänger zur Nachortung von niederohmigen Kabelfehlern (Drallfeld- Methode, Minimumtrübungsmethode), zur Ortung von Kabeln und metallischen Leitern (z.B. Rohrleitungen) und zur Kabelauslese. Mit der automatischen Impedanzanpassung, dem Mehrfrequenzbetrieb und dem SignalSelect-Betriebsmodus zur Anzeige der Flussrichtung, bietet der Generator dabei eine Reihe von Funktionen, welche die Ortung/Auslese erleichtern und für verlässlichere...
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Messungen durchführen Zum Start einer Audiofrequenzmessung muss über den Menüpunkt das Untermenü Betriebsart und Phasen wählen der Nachortungsbetriebsarten geöffnet und aus diesem der Menüpunkt aufgerufen werden. Direkt bei Betreten der Betriebsart wird die angeschlossene Phase abgefragt, welche entsprechend der tatsächlichen Anschlusssituation einzustellen ist. Anschließend muss das Phasenauswahlmenü...
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übereinstimmen. Zur eindeutigen Identifikation des speziell kodierten „SignalSelect“- Signals (und damit der Signalflussrichtung) wird jedoch ein Audiofrequenzempfänger aus dem Produktsortiment der Firma Megger benötigt. Für detaillierte Hinweise zur Anwendung des Audiofrequenzempfängers und zu den verschiedenen Ortungsmethoden lesen Sie bitte die dazugehörige Bedienungsanleitung.
Messungen durchführen 6.10 Mantelprüfung und Mantelfehlerortung mit dem MFM 10-M / HVB 10-M (optional) Der Messwagen muss mit dem Mantelfehlerortungssystem MFM 10-M oder der Voraussetzungen Hochspannungsmessbrücke HVB 10-M ausgestattet sein. Sowohl das MFM 10-M als auch die HVB 10-M erlauben dem Bediener auf einfachste Zweck Weise die Prüfung von Kabelmänteln sowie die Vor- und Punktortung von Mantelfehlern mit einer bipolaren Prüfspannung von bis zu 10 kV.
Messungen durchführen 6.11 Arbeiten abschließen Nachdem die Messung an einem Kabelsystem abgeschlossen und die Hochspannung ausgeschaltet wurde (siehe Seite 38), kann der Messwagen durch Drücken des Hauptschalters am Bedienfeld ausgeschaltet werden. Beim Abbau ist gegenüber dem Anschluss (siehe Seite 22) in umgekehrter Reihenfolge vorzugehen.
Export markiert und anschließend über das Datenmenü (siehe Seite 53) auf einen eingesteckten USB-Stick exportiert werden. Am Windows-PC können die Daten dann in die Protokollsoftware importiert und weiterverarbeitet werden. Je nach Version der Protokollsoftware stehen folgende Funktionen bereit: Megger Book Lite Megger Book (Vollversion) (kostenloser Download von der...
Gerätefunktion und entsprechend zu kennzeichnen. In diesem Fall ist die zuständige Leitung zu unterrichten. Setzen Sie sich bitte umgehend mit dem Megger-Service in Verbindung, um die Störung zu beseitigen. Das System darf erst nach Beseitigung der Störung wieder in Betrieb genommen werden.
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Troubleshooting Sollte eine Störung in der Netzversorgung der Einzelgeräte oder der Peripheriegeräte Sicherungen prüfen auftreten, sind im ersten Schritt die Stellungen die Leitungsschutzschalter und die Sicherungen zu prüfen. Die Sicherungen des Messsystem sind im Beinbereich unterhalb des Teleflex VX angebracht und wie folgt angeordnet: …...
Troubleshooting Speziell bei Problemen mit der Spannungsversorgung sollten auch die Sicherungen im Netzanschluss-System NAS 60-3 überprüft werden. Dieses befindet sich am Ende des Netzkabels. Sicherung Wert Absicherung F1/F2 DG MOD 275 Überspannungsschutz Spannungsüberwachung RCD C32 / 0,3 A Hauptstromkreis Messwagen F5/F6 (im Inneren Meldeleuchten auf dem NAS 60-3 des Gerätes)
Pflege und Wartung Erforderliche Wartung durch eine Servicewerkstatt Ein Messsystem von der technischen Komplexität des System R 30 bedarf zur Erhaltung seiner Funktionsfähigkeit einer regelmäßigen Instandhaltung. Aus diesem Grund ist es dringend erforderlich bei Vorliegen einer der folgenden Voraussetzungen eine Wartung durchzuführen:...