Technisches Handbuch RAG701
gekennzeichnet. Der Gewichtswert darf im Bereich von 1% .. 100% von Max liegen, eine Eingabe von
Werten außerhalb dieses Bereiches ist nicht möglich. Werte unterhalb von 20% von Max sollten
zugunsten der Kalibrier-Genauigkeit vermieden werden. Nach Eingabe des Kalibriergewichts
erscheint die Ausschrift 'End_L' in der Anzeige als Aufforderung, die End-Last herzustellen. Nach
Quittierung mit der Taste 'Ret' erfolgen ca. 100 Messungen und der Mittelwert wird als End-Wert
angenommen, bei Betätigung einer anderen Taste wird die Funktion abgebrochen.
4.5.2 ADC 1, Zusatzpunkt-Abgleich '1-ZP'
Der Zusatzpunkt-Abgleich ermöglicht die Kalibrierung bei einem nichtlinearen Lastträger.
Voraussetzung dafür ist die ungefähre Kenntnis des Kennlinienverlaufs, z.B. unter Nutzung der
Diagnose-Funktionen (siehe Abschnitt 4.1) zur Festlegung geeigneter Stützstellen. Weiterhin muss für
jede ausgewählte Stützstelle das Gewicht tatsächlich aufgelegt werden. Die Parallelverschiebung
oder andere Manipulationen der so erfassten Kennlinie ist bei Zusatzpunkt-Kalibrierung nicht möglich,
auch nicht die theoretische Kalibrierung.
Zur Erfassung von maximal 6 zusätzlichen Kalibrierpunkten ist folgendermaßen vorzugehen:
1. Ausführung eines Zweipunkt-Abgleichs mit Null-Last und tatsächlicher Endlast Max. Dabei werden
ggf. früher erfasste Zusatzpunkte gelöscht.
2. Ausführung des Zusatzpunkt-Abgleichs für einen oder mehrere Punkte zwischen Null und Max. Es
ist jeweils das aufgelegte Gewicht einzugeben.
4.5.3 ADC 1, Theoretische Kalibrierung '1-TK'
Die theoretische Kalibrierung ermöglicht die Eingabe von bekannten Eingangsspannungs-
Verhältnissen, um z.B. nach Austausch eines Auswertegerätes sofort wieder eine Vorab-Kalibrierung
herstellen zu können, ohne dass dazu Gewichte erforderlich sind. Es wird nicht die gleiche
Genauigkeit wie bei einer praktischen Kalibrierung erreicht, da Bauelemente-Toleranzen das Ergebnis
beeinflussen.
Zuerst wird das Eingangsspannungsverhältnis eingegeben, welches dem Nullpunkt der Waage
entspricht (Kennzeichen 'n' in der Anzeige) und z.B. durch die Diagnose-Funktion 'ADC 1 Kalibrierter
Zero-Wert
in
mV/V'
Eingangsspannungsverhältnis eingegeben, welches dem Max der Waage entspricht (Kennzeichen 'E'
in der Anzeige) und z.B. durch die Diagnose-Funktion 'ADC 1 Kalibrierter Max-Wert in mV/V' (siehe
Abschnitt 4.1.5) bekannt ist.
4.5.4 ADC 1, Korrektur Steilheit '1-KF'
Die Korrektur der Steilheit dient der Veränderung des Max-Wertes ohne erneute Endwert-
Kalibrierung, sofern eine Zweipunkt-Kalibrierung vorliegt. Es ist der Faktor (Wertebereich 0,8000 ..
1,2000) einzugeben, mit welchem die Kennliniensteilheit korrigiert werden soll.
4.5.5 ADC 2, 2-Punkt-Abgleich '2-2P'
Es gelten sinngemäß die Ausführungen von Abschnitt 4.5.1.
4.5.6 ADC 2, Zusatzpunkt-Abgleich '2-ZP'
Es gelten sinngemäß die Ausführungen von Abschnitt 4.5.2.
4.5.7 ADC 2, Theoretische Kalibrierung '2-TK'
Es gelten sinngemäß die Ausführungen von Abschnitt 4.5.3.
Technische Änderungen vorbehalten
A.S.T. - Angewandte System Technik GmbH, Mess- und Regeltechnik
Kapitel E
(siehe
Abschnitt
4.1.4)
03
2015
.
/
Inbetriebnahme, Skalierung
bekannt
ist.
Anschließend
ist
das
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