Technisches Handbuch RAG701
4.4.1.3 Wandelrate für beide ADC 'SR'
Der Parameter (Wertebereich 0 ... 250, Standardeinstellung: 1) gibt an, jeder wievielte 20ms-Meßwert
des AD-Wandlers in die weitere Signalverarbeitung eingeht. Damit kann indirekt die Filterzeit-
Konstante von bisher max. 5s bis auf 1250s erhöht werden. Ist z.B. 'LG'=5, so werden jeweils vier
Werte nicht berücksichtigt und der fünfte wird als nächster Wert in das Mittelwertfilter eingespeist. Das
bedeutet, dass der weiter verarbeitete Ausgangswert des Mittelwertfilters immer für 'LG' 20ms-Zyklen
konstant ist. So kann sich auch der Anzeigewert frühestens nach Ablauf dieser Zyklen ändern. Das
gleiche gilt für Grenzwert-Informationen, Analog-Ausgaben etc. Ist der Wert für 'LG' 0 oder 1, so wird
jeder Messwert berücksichtigt. Es ist zu beachten, dass auch die Bildung der Stillstands-Information
um den Faktor 'LG' verlangsamt wird.
4.4.2 Parameter für ADC 2 'AD2'
Die Ausführungen im Abschnitt 4.4.1 gelten sinngemäß auch für diesen Abschnitt. Die Parametrierung
des ADC 2 ist nur für mehrkanalige Auswertegeräte erforderlich.
4.4.3 Variablen zu den AD-Wandlern auf Voreinstellwerte setzen 'dEF'
Entscheidung, ob die Voreinstellungen nach Tabelle 9 übernommen werden sollen.
Parameter
Voreinstellung ADC1
'FF'
'FP'
'SR'
'dISP-R'
Tabelle 9, Defaultwerte zu ‚ADC'
4.5
Kalibrierung 'CALIB'
Achtung:
Die Parameter der AD-Wandler (siehe Abschnitt 4.4) müssen vor der Kalibrierung
eingestellt werden.
4.5.1 ADC 1, 2-Punkt-Abgleich '1-2P'
Die Zweipunkt-Kalibrierung ermöglicht die unabhängige Erfassung des Nullpunktes der Waage und
eines weitgehend beliebigen Punktes auf der Kennlinie zur Ermittlung der Steilheit. Der Zweipunkt-
Abgleich setzt die Linearität der Kennlinie des Lastträgers voraus und gestattet die Nutzung
komfortabler Einrichtungen wie der Kennlinienverschiebung, der Korrektur der Steilheit und der
theoretischen Kalibrierung.
4.5.1.1 Nullpunkt-Kalibrierung 'NC'
Die Nullpunkt-Kalibrierung ist stets der erste Arbeitsschritt zur Ermittlung der Kalibrierdaten. Falls eine
Waage zusätzliche Vorrichtungen zum Auflegen der Kalibrierlast erfordert, so ist zunächst der
Nullpunkt
mit dieser Vorrichtung zu ermitteln. Nach Aufruf der Funktion erscheint die Aufschrift
'nuLL_L' in der Anzeige als Aufforderung, die Null-Last herzustellen. Nach Quittierung mit der Taste
'Ret' erfolgen ca. 100 Messungen und der Mittelwert wird als Null-Wert angenommen, bei Betätigung
einer anderen Taste wird die Funktion abgebrochen.
Falls bereits eine Endwert-Kalibrierung erfolgt ist, wird der bisherige Endwert um die Änderung des
Null-Wertes korrigiert. Damit wird die Kennlinie parallel verschoben. Falls zunächst eine zusätzliche
Vorrichtung zum Auflegen der Kalibrierlast verwendet wurde, kann so der wirkliche Nullpunkt als
dritter Arbeitsschritt ermittelt werden.
4.5.1.2 Endwert-Kalibrierung 'EC'
Die Endwert-Kalibrierung setzt eine erfolgte Nullpunkt-Kalibrierung voraus. Mit einer Bedienfunktion
zur Eingabe eines Gewichtswertes (siehe Kapitel 'Bedienung, Fehlererkennung') erfolgt die Eingabe
des aufliegenden Kalibriergewichts. Die Eingabefunktion ist durch ein 'E' für Endwert in der Anzeige
Technische Änderungen vorbehalten
A.S.T. - Angewandte System Technik GmbH, Mess- und Regeltechnik
Kapitel E
Voreinstellung ADC2
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100
03
2015
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/
Inbetriebnahme, Skalierung
Bemerkung
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Filterzeitkonstante 1 Sekunde
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