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Gesamtwert Der Eingangsspannung; Zeitwerte Der Signalspannung - Hameg Instruments Hm604-3 Bedienungsanleitung

Inhaltsverzeichnis
600V bzw. Wechselspannungen (mit Mittelwert Null) bis
1200Vss gemessen werden. Mit Spezialtastteilern 100:1 (z.B.
HZ53) lassen sich Gleichspannungen bis 1200V bzw.
Wechselspannungen (mit Mittelwert Null) bis 2400Vss mes-
sen. Allerdings verringert sich dieser Wert bei höheren Fre-
quenzen (siehe technische Daten HZ53). Mit einem norma-
len Tastteiler 10:1 riskiert man bei so hohen Spannungen,
daß der den Teiler-Längswiderstand überbrückende C-Trim-
mer durchschlägt, wodurch der Y-Eingang des Oszilloskops
beschädigt werden kann. Soll jedoch z.B. nur die Rest-
welligkeit einer Hochspannung oszilloskopiert werden, ge-
nügt auch der 10:1-Tastteiler. Diesem ist dann noch ein ent-
sprechend hochspannungsfester Kondensator (etwa 22-68
nF) vorzuschalten.
Mit der auf GD geschalteten Eingangskopplung und dem Y-
POS.-Einsteller kann vor der Messung eine horizontale Raster-
linie als Referenzlinie für Massepotential eingestellt wer-
den. Sie kann beliebig zur horizontalen Mittellinie eingestellt
werden, je nachdem, ob positive und/oder negative Abwei-
chungen vom Massepotential zahlenmäßig erfaßt werden
sollen.

Gesamtwert der Eingangsspannung

Die gestrichelte Kurve zeigt eine Wechselspannung, die um
0 Volt schwankt. Ist diese Spannung einer Gleichspannung
überlagert (DC), so ergibt die Addition der positiven Spitze
zur Gleichspannung die maximal auftretende Spannung (DC
+ AC Spitze).

Zeitwerte der Signalspannung

In der Regel handelt es sich in der Oszilloskopie um zeitlich
wiederkehrende Spannungsverläufe, im folgenden Perioden
genannt. Die Zahl der Perioden pro Sekunde ist die Folge-
frequenz. Abhängig von der Zeitbasis-Einstellung (TIME/
DIV.) können eine oder mehrere Signalperioden oder auch
nur ein Teil einer Periode dargestellt werden. Die Zeit-
koeffizienten sind im TIME/DIV.-Feld in s/cm (sec.), ms/
cm und µs/cm angegeben. Die Skala ist in zwei Felder auf-
geteilt (ms und µs). Eine LED signalisiert die aktuelle Einstel-
lung. Der Sekundenbereich (s/cm) wird zusätzlich mit der sec-
LED angezeigt.
Die Dauer einer Signalperiode, bzw. eines Teils davon,
ermittelt man durch Multiplikation des betreffenden
Zeitabschnitts (Horizontalabstand in cm) mit dem ein-
gestellten Zeitkoeffizienten. Dabei muß der mit einer
roten Pfeil-Knopfkappe gekennzeichnete Zeit-Feins-
teller in seiner kalibrierten Stellung stehen (Pfeil waa-
gerecht nach rechts zeigend). Wird der Feinstellknopf
nach links gedreht, verringert sich die Zeitablenk-
geschwindigkeit mindestens um den Faktor 2,5 und
die zuvor konstant leuchtende LED blinkt. Damit kann
jeder Zwischenwert innerhalb der 1-2-5 Abstufung ein-
gestellt werden.
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Mit den Bezeichnungen
L = Länge in cm einer Periode (Welle) auf dem Schirmbild,
T = Zeit in s für eine Periode,
F = Folgefrequenz in Hz,
Z = Zeitkoeffizient in s/cm (TIME / DIV.-Anzeige)
und der Beziehung F = 1/T lassen sich folgende Gleichungen
aufstellen:
=
=
Bei X-Dehnung x10 (X-MAG. x10 LED leuchtet) ist Z durch
10 zu teilen.
Alle vier Werte sind jedoch nicht frei wählbar. Sie sollten beim
HM604-3 innerhalb folgender Grenzen liegen:
L zwischen 0,2 und 10cm, möglichst 4 bis 10cm,
T zwischen 0,05µs und 5s,
F zwischen 0,5Hz und 30MHz,
Z zwischen 0,05µs/cm und 0,5s/cm in 1-2-5 Teilung
(ohne X-Dehnung x10), und
Z zwischen 5ns/cm und 50ms/cm in 1-2-5 Teilung
(bei X-Dehnung x10).
Beispiele:
Länge eines Wellenzugs (einer Periode) L = 7cm,
eingestellter Zeitkoeffizient Z = 0,1µs/cm,
gesuchte Periodenzeit T = 7x0,1x10
gesuchte Folgefrequenz F = 1:(0,7x10
Zeit einer Signalperiode T = 1s,
eingestellter Zeitkoeffizient Z = 0,2s/cm,
gesuchte Länge L = 1:0,2 = 5cm.
Länge eines Brummspannung-Wellenzugs L = 1cm,
eingestellter Zeitkoeffizient Z = 10ms/cm,
gesuchte Brummfrequenz F = 1:(1x10x10
TV-Zeilenfrequenz F = 15 625Hz,
eingestellter Zeitkoeffizient Z = 10µs/cm,
gesuchte Länge L = 1:(15 625x10
Länge einer Sinuswelle L = min. 4cm, max. 10cm,
Frequenz F = 1kHz,
max. Zeitkoeffizient Z = 1:(4x10
min. Zeitkoeffizient Z = 1:(10x10
einzustellender Zeitkoeffizient Z = 0,2ms/cm,
dargestellte Länge L = 1:(10
Länge eines HF-Wellenzugs L = 1cm,
eingestellter Zeitkoeffizient Z = 0,5µs/cm,
gedrückte Dehnungstaste X-MAG. (x 10) : Z = 50ns/
cm,
gesuchte Signalfreq. F = 1:(1x50x10
gesuchte Periodenzeit T = 1:(20x10
Ist der zu messende Zeitabschnitt im Verhältnis zur vol-
len Signalperiode relativ klein, sollte man mit gedehn-
tem Zeitmaßstab (X-MAG. x10) arbeiten. Die ermittelten
Zeitwerte sind dann durch 10 zu dividieren. Durch Drehen
des X-POS.-Knopfes kann der interessierende Zeitabschnitt
in die Mitte des Bildschirms geschoben werden.
Das Systemverhalten einer Impulsspannung wird durch de-
ren Anstiegszeit bestimmt. Impuls-Anstiegs-/Abfallzeiten
werden zwischen dem 10%- und 90%-Wert ihrer vollen
Amplitude gemessen.
Messung:
Die Flanke des betr. Impulses wird exakt auf 5cm Schreib-
=
=
=
=
= 0,7µs
-6
) = 1,428MHz.
-6
) = 100Hz.
-3
) = 6,4cm.
-5
) = 0,25ms/cm,
3
) = 0,1ms/cm,
3
x 0,2x10
) = 5cm.
3
-3
) = 20MHz,
-9
) = 50ns.
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Änderungen vorbehalten
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