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Netztriggerung; Alternierende Triggerung; Externe Triggerung; Triggeranzeige - Hameg Instruments Hm604-3 Bedienungsanleitung

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Die Sync-Separator-Schaltung wirkt ebenso bei externer
Triggerung, wenn im Y-Feld die EXT-Anzeige leuchtet. Selbst-
verständlich muß der Spannungsbereich (0,3V
die externe Triggerung eingehalten werden. Ferner ist auf
die richtige Flankenrichtung zu achten, die ja bei externer
Triggerung nicht unbedingt mit der Richtung des (am Y-Ein-
gang anliegenden) Signal-Synchronimpulses übereinstimmen
muß. Beides kann leicht kontrolliert werden, wenn die exter-
ne Triggerspannung selbst erst einmal (bei interner Triggerung)
dargestellt wird.

Netztriggerung

Zur Triggerung mit Netzfrequenz wird eine Spannung
aus dem Netzteil als netzfrequentes Triggersignal (50/
60Hz) genutzt, wenn das ~ Symbol der Triggerkopplungs-
Skala leuchtet.
Diese Triggerart ist unabhängig von Amplitude und Frequenz
des Y-Signals und empfiehlt sich für alle Signale, die netz-
synchron sind. Dies gilt ebenfalls in gewissen Grenzen für
ganzzahlige Vielfache oder Teile der Netzfrequenz. Die
Netztriggerung erlaubt eine Signaldarstellung auch unterhalb
der Triggerschwelle. Sie ist deshalb u.a. besonders geeignet
zur Messung kleiner Brummspannungen von Netzgleichrich-
tern oder netzfrequenten Einstreuungen in eine Schaltung.
Im Gegensatz zur üblichen, flankenrichtungsbezogenen
Triggerung, wird bei Netztriggerung mit der Flankenrichtungs-
Taste (±) zwischen der positiven und der negativen Halbwelle
gewählt (evtl. Netzstecker umpolen). Der Triggerpunkt kann
mit dem TRIG. LEVEL-Einsteller über einen gewissen Be-
reich der gewählten Halbwelle verschoben werden.
Netzfrequente magnetische Einstreuungen in eine Schaltung
können mit einer Spulensonde nach Richtung (Ort) und Am-
plitude untersucht werden. Die Spule sollte zweckmäßig mit
möglichst vielen Windungen dünnen Lackdrahtes auf einen
kleinen Spulenkörper gewickelt und über ein geschirmtes
Kabel an einen BNC-Stecker (für den Oszilloskop-Eingang)
angeschlossen werden. Zwischen Stecker- und Kabel-Innen-
leiter ist ein kleiner Widerstand von mindestens 100Ω einzu-
bauen (Hochfrequenz-Entkopplung). Es kann zweckmäßig
sein, auch die Spule außen statisch abzuschirmen, wobei
keine Kurzschlußwindungen auftreten dürfen. Durch Drehen
der Spule in zwei Achsrichtungen lassen sich Maximum und
Minimum am Meßort feststellen.

Alternierende Triggerung

Die alternierende Triggerung ist dann sinnvoll einsetzbar, wenn
die getriggerte Darstellung von zwei Signalen, die asynchron
zueinander sind, erfolgen soll. Auf alternierende Triggerung
kann nur geschaltet werden, wenn DUAL-Betrieb mit inter-
ner Triggerung vorliegt; also beide VOLTS / DIV.-Skalen ei-
nen Ablenkkoeffizienten anzeigen und die EXT (externe
Triggerung)- Anzeige nicht leuchtet. Die Umschaltung auf al-
ternierende Triggerung wird mit der TRIG.-Taste vorgenom-
men. Sie ist solange zu drücken, bis beide Triggeranzeigen
TRI und TRII leuchten. Mit dem Aufdruck ALT. im Y-Feld, der
TRI und TRII verbindet, wird dies symbolisiert. Die alternie-
rende Triggerung kann nur dann richtig arbeiten, wenn die
Kanalumschaltung alternierend erfolgt. Daher wird auch bei
Zeitkoeffizienten zwischen 0,5ms/cm und 0,5s/cm (TIME /
DIV.) automatisch von gechoppten auf alternierenden DUAL-
Betrieb umgeschaltet. Mit alternierender Triggerung kann die
Phasendifferenz zwischen beiden Eingangssignalen nicht mehr
ermittelt werden. Zur Vermeidung von Triggerproblemen, be-
dingt durch Gleichspannungsanteile, ist AC-Eingangskopplung
für beide Kanäle empfehlenswert.
Die interne Triggerquelle wird bei alternierender Triggerung
Änderungen vorbehalten
entsprechend der alternierenden Kanalumschaltung nach je-
dem Zeitablenkvorgang umgeschaltet. Daher muß die Am-
bis 3V
) für
plitude beider Signale für die Triggerung ausreichen.
ss
ss

Externe Triggerung

Durch Drücken der Taste EXT im Y-Feld wird die interne
Triggerung abgeschaltet, wenn die EXT-Anzeige leuchtet. Über
die BNC-Buchse TRIG. INP. kann jetzt extern getriggert wer-
den, wenn dafür eine Spannung von 0,3V
fügung steht, die synchron zum Meßsignal ist. Diese
Triggerspannung darf durchaus eine völlig andere Kurvenform
als das Meßsignal haben. Die Triggerung ist in gewissen Gren-
zen sogar mit ganzzahligen Vielfachen oder Teilen der
Meßfrequenz möglich; Phasenstarrheit ist allerdings Bedin-
gung. Es ist aber zu beachten, daß Meßsignal und
Triggerspannung trotzdem einen Phasenwinkel aufweisen
können. Ein Phasenwinkel von z.B. 180° wirkt sich dann so
aus, daß trotz positiver (+) Flankenwahl (- Anzeige leuchtet
nicht) die Darstellung des Meßsignals mit einer negativen
Flanke beginnt.
Die Eingangsimpedanz der Buchse TRIG. INP
1 MΩ II 20pF. Die maximale Eingangsspannung ist 100V
(DC+Spitze AC).

Triggeranzeige

Im X-Feld (Zeitbasis) befindet sich oberhalb der
Triggerkopplungs-Skala eine mit TRIG. bezeichnete LED. Sie
leuchtet sowohl bei automatischer, als auch bei
Normaltriggerung auf, wenn folgende Bedingungen erfüllt
werden:
1. Das interne bzw. externe Triggersignal muß in ausreichen-
der Amplitude am Triggerkomparator anliegen.
2. Die Referenzspannung am Komparator (Triggerpunkt) muß
es ermöglichen, daß Signalflanken den Triggerpunkt un-
ter- und überschreiten.
Dann stehen Triggerimpulse am Komparatorausgang für den
Start der Zeitbasis und für die Triggeranzeige zur Verfügung.
Die Triggeranzeige erleichtert die Einstellung und Kontrolle
der Triggerbedingungen, insbesondere bei sehr niederfre-
quenten (Normaltriggerung verwenden) oder sehr kurzen
impulsförmigen Signalen.
Die triggerauslösenden Impulse werden durch die
Triggeranzeige ca. 100ms lang gespeichert und angezeigt.
Bei Signalen mit extrem langsamer Wiederholrate ist daher
das Aufleuchten der LED mehr oder weniger impulsartig.
Außerdem blitzt dann die Anzeige nicht nur beim Start der
Zeitablenkung am linken Bildschirmrand auf, sondern - bei
Darstellung mehrerer Kurvenzüge auf dem Schirm - bei je-
dem Kurvenzug.

Holdoff-Zeiteinstellung

Der im X-Feld befindliche mit DEL. POS. und HOLD OFF
gekennzeichnete Knopf hat eine Doppelfunktion. Wenn kei-
ne DELAY-Betriebsart vorliegt, also auch keine der Anzeigen
SEA, DEL bzw. DTR aufleuchtet, dient er der Einstellung der
Holdoff-Zeit. Mit der Umschaltung auf eine DELAY Betriebs-
art wird automatisch auf minimale Holdoff-Zeit umgeschal-
tet. Dies ist sinnvoll, weil aus der Delay-Positionseinstellung
sowieso eine Holdoff-Zeit resultiert. Wird der DELAY-Betrieb
verlassen, bleibt die minimale Holdoffzeit erhalten bis die
Knopfeinstellung geändert wird. Dann stellt sich die Holdoff-
Zeit Einstellung auf die mechanische Einstellung ein.
Wenn bei äußerst komplizierten Signalgemischen auch nach
mehrmaligem gefühlvollen Durchdrehen des TRIG. LEVEL-
bis 3V
zur Ver-
ss
ss
TRIG. INP. . . . . liegt bei etwa
TRIG. INP
TRIG. INP
TRIG. INP
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