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Ablenkverzögerung / After Delay Triggerung - Hameg Instruments Hm604-3 Bedienungsanleitung

Inhaltsverzeichnis
Knopfes bei Normaltriggerung kein stabiler Triggerpunkt ge-
funden wird, kann in vielen Fällen der Bildstand durch Betäti-
gung des HOLD OFF - Knopfes erreicht werden. Mit dieser
Einrichtung kann die Sperrzeit der Triggerung zwischen zwei
Zeit-Ablenkperioden im Verhältnis von ca. 10:1 kontinuierlich
vergrößert werden. Triggerimpulse die innerhalb dieser Sperr-
zeit auftreten, können den Start der Zeitbasis nicht auslö-
sen. Besonders bei Burst-Signalen oder aperiodischen Impuls-
folgen gleicher Amplitude kann der Beginn der Triggerphase
dann auf den jeweils günstigsten oder erforderlichen Zeit-
punkt eingestellt werden.
Ein stark verrauschtes oder ein durch eine höhere Fre-
quenz gestörtes Signal wird manchmal doppelt dar-
gestellt. Unter Umständen läßt sich mit der TRIG.
LEVEL - Einstellung nur die gegenseitige Phasenver-
schiebung beeinflussen, aber nicht die Doppel-
darstellung. Die zur Auswertung erforderliche stabile
Einzeldarstellung des Signals ist aber durch die Ver-
größerung der HOLD OFF-Zeit leicht zu erreichen. Hier-
zu ist der HOLD OFF-Knopf langsam nach rechts zu
drehen, bis nur noch ein Signal abgebildet wird.
Eine Doppeldarstellung ist bei gewissen Impulssignalen mög-
lich, bei denen die Impulse abwechselnd eine kleine Diffe-
renz der Spitzenamplituden aufweisen. Nur eine ganz genaue
TRIG. LEVEL-Einstellung ermöglicht die Einzeldarstellung. Der
Gebrauch des HOLD OFF-Knopfes vereinfacht auch hier die
richtige Einstellung.
Nach Beendigung dieser Arbeit sollte der HOLD OFF-Regler
unbedingt wieder auf Linksanschlag zurückgedreht werden,
weil sonst u.U. die Bildhelligkeit drastisch reduziert ist.
Die Arbeitsweise ist aus folgenden Abbildungen ersichtlich.
Abb. 1 zeigt das Schirmbild bei Linksanschlag des HOLD-
OFF-Einstellknopfes (Grundstellung). Da versCHIedene Teile
des Kurvenzuges angezeigt werden, wird kein stehendes Bild
dargestellt (Doppelschreiben).
Abb. 2: Hier ist die Hold-off-Zeit so eingestellt, daß immer
die gleichen Teile des Kurvenzuges angezeigt werden. Es wird
ein stehendes Bild dargestellt.
Ablenkverzögerung / After Delay Triggerung
Wie im Absatz „ Triggerung und Zeitablenkung" beschrie-
ben, löst die Triggerung den Start der Zeitablenkung aus. Der
zuvor nicht sichtbare Elektronenstrahl wird hellgetastet (sicht-
bar) und von links nach rechts abgelenkt, bis die maximale
Ablenkung erfolgte. Danach wird der Strahl dunkelgetastet
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und es erfolgt der Strahlrücklauf (zurück in die Strahlstart-
position). Nach Ablauf der Holdoff-Zeit kann dann die Zeitab-
lenkung erneut durch die Triggerautomatik bzw. ein
Triggersignal gestartet werden.
Da sich der Triggerpunkt immer am Strahlstart befindet, kann
eine X-Dehnung der Signaldarstellung durch eine höhere Zeit-
ablenkgeschwindigkeit (kleiner Zeit-Ablenkkoeffizient - TIME
/ DIV.) - nur von diesem Punkt beginnend - vorgenommen
werden. Bestimmte Signalanteile, die zuvor weiter rechts
dargestellt wurden, sind dann in vielen Fällen nicht mehr dar-
stellbar. Die Ablenkverzögerung löst derartige Probleme.
Mit der Ablenkverzögerung kann die Auslösung der Zeitab-
lenkung ab dem Triggerpunkt um eine vorwählbare Zeit ver-
zögert werden. Damit besteht die Möglichkeit, praktisch an
jeder Stelle einer Signalperiode mit der Zeitablenkung zu be-
ginnen. Der dem verzögerten Start der Zeitablenkung folgen-
de Zeitabschnitt läßt sich durch Erhöhung der Ablenk-
geschwindigkeit stark gedehnt darstellen (Zeit-Ablenk-
koeffizient verringern). Mit zunehmender Dehnung verringert
sich die Bildhelligkeit. Sie kann im Bedarfsfall erhöht werden
(INTENS.-Regler weiter nach rechts drehen). In sehr hellen
Räumen ist evtl. für die Betrachtung eines stark gedehnten
Bildes ein Lichtschutztubus HZ48 erforderlich.
Wird das dargestellte Signal in X-Richtung unruhig dargestellt
(jittern), besteht die Möglichkeit, dies durch nochmaliges
Triggern nach Ablauf der Delay-Zeit zu verhindern.
Bei der Darstellung von Videosignalen besteht die Möglichkeit
auf Bildsynchronimpulse zu triggern (TV-F). Nach Ablauf der
vom Benutzer eingestellten Delay-Zeit, kann anschließend auf
eine dann folgende Zeile (nach)getriggert werden (DTR). Da-
mit sind z.B. Prüf- oder Datenzeilen einzeln darstellbar.
Die Handhabung der Ablenkverzögerung ist relativ einfach.
Ausgehend vom normalen Betrieb, ohne Ablenkverzögerung
(keine DELAY-Anzeige im X-Feld leuchtet), wird das zu ver-
zögernde Signal zunächst mit 1 bis 3 Grundperioden darge-
stellt. Die Darstellung nur eines Teils einer Periode begrenzt
die Wahl des gedehnten Zeitabschnitts und erschwert unter
Umständen die Triggerung. Dagegen läßt sich der Bereich
von 1 bis 3 Grundperioden immer zwanglos mit den TIME /
DIV.-Tasten einstellen. Hierbei sollte man die X-Dehnung x
10 abschalten und den Zeit-Feinsteller auf Rechtsanschlag
stellen. Die Triggerung muß für den weiteren Verlauf auf eine
gut triggernde Flanke eingestellt sein.
Die folgende Beschreibung setzt voraus, daß der Strahlstart
am linken Rasterrand erfolgt, zunächst keine DELAY-Anzei-
ge leuchtet und die X-Dehnung x10 abgeschaltet ist.
Bild 1 (FBAS-Signal)
MODE: kein Delay
TIME / DIV. : 5ms/cm
Triggerkopplung: TV-F
Triggerflanke: fallend (-)
Wird die DELAY-Taste einmal kurz gedrückt, leuchtet die SEA
(SEARCH = suchen)-Anzeige und die evtl. zuvor verlängerte
Holdoff-Zeit Einstellung wird automatisch auf Minimum ge-
setzt (siehe Holdoff-Zeiteinstellung). Nun kann die
Verzögerungszeit mit den Pfeiltasten im TIME / DIV.-Feld
schrittweise von 50ms bis 0.1µs und dem DEL. POS.-Knopf
feineingestellt werden.
Änderungen vorbehalten
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