DIV.-Feld. Unter dem TIME / DIV. -Feld befindet sich die
SAVE/RECALL -Taste (SAVE = speichern, RECALL = abru-
fen). Die AUTO SET -Taste bewirkt die automatische signal-
abhängige Parametereinstellung, so daß eine sinnvolle Ein-
stellung für das bzw. die Meßsignal(e) erfolgt.
Unten, rechts neben dem Bildschirm im Y-Feld, liegen die
Vertikalverstärkereingänge für Kanal I (CH.I = Channel I) und
Kanal II (CH.II = Channel II) mit den zugehörigen Eingangs-
kopplungstasten DC-AC sowie GD. Jedes Betätigen der AC-
DC -Taste führt zum Umschalten auf die andere Eingangs-
kopplungsart; bei DC-Kopplung leuchtet die DC-LED. Mit der
GD-Taste wird zwischen abgeschaltetem und eingeschalte-
tem Eingang gewählt. Leuchtet die GD-LED ist der Eingang
abgeschaltet. Mit den Stellknöpfen für die Y-Position (Y-POS.
= vertikale Strahllage) ist die Y-Strahlposition beider Kanäle
veränderbar. Ferner können beide Kanäle mit ihren INV-Ta-
sten invertiert (umgepolt) werden, die jeweilige INV-LED
leuchtet dann. Die Empfindlichkeitseinstellung der beiden
Vertikalverstärker erfolgt durch die am unteren Rand der
VOLTS/DIV.-Felder angeordneten Drucktasten. Sie steuern
die im Oszilloskop befindlichen Teiler und die Ablenk-
koeffizienten-Anzeige. Mit der linken Pfeiltaste wird der Ab-
lenkkoeffizient erhöht (Empfindlichkeit verringert); sinngemäß
wird mit der rechten Pfeiltaste der Ablenkkoeffizient verrin-
gert. Die zwischen den Ablenkkoeffizientenskalen befindlichen
Pfeilknöpfe sind am Rechtsanschlag in Kalibrationsstellung und
verringern die Empfindlichkeit bei maximaler Linksdrehung
mehr als 2,5fach (unkalibriert blinkt die Ablenkkoeffizient-LED).
So ist jede Empfindlichkeits-Zwischenstellung wählbar. Die
kleinsten Ablenkkoeffizienten (1mV/cm und 2mV/cm) werden
durch rote LED's angezeigt und signalisieren damit die redu-
zierte Meßverstärkerbandbreite (siehe Datenblatt).
Außerdem befinden sich im Y-Feld noch zwei Tasten für die
Betriebsart-Umschaltung der Vertikalverstärker; eine Taste mit
welcher die (interne) Triggerquelle bestimmt wird, und der Ein-
gang für externe Triggerung mit der zugehörigen Drucktaste
sowie LED-Anzeige.
Direkt unter dem Bildschirm befindet sich links die
Kalibratorfrequenz-Taste CAL. (wird nicht elektronisch abge-
fragt), mit der die Frequenz des Kalibratorsignals von ca. 1kHz
auf ca. 1MHz umgeschaltet werden kann. Daneben liegen
zwei Ausgangsbuchsen für den Kalibrator 0.2Vpp u. 2Vpp
zum Abgleich von Tastteilern 10:1 und 100:1. Rechts sind
die Buchsen für den COMPONENT TESTER mit der zuge-
hörigen Drucktaste ON (Ein)/ OFF (Aus) angeordnet. Mit je-
dem Tastendruck wird zwischen der Oszilloskop- und der
COMPONENTEN TESTER-Funktion umgeschaltet. Im
Komponententester-Betrieb leuchtet im Y-Feld keine Anzei-
ge, was nur in dieser Betriebsart möglich ist.
Alle Details sind so ausgelegt, daß auch bei Fehlbedienung
kein größerer Schaden entstehen kann.
Inbetriebnahme und Voreinstellungen
Vor der ersten Inbetriebnahme muß die Verbindung zwischen
Schutzleiteranschluß und dem Netz-Schutzleiter vor jeglichen
anderen Verbindungen hergestellt sein (Netzstecker also vor-
her anschließen). Danach sollten die Meßkabel an die Ein-
gänge angeschlossen werden und erst dann mit dem zu-
nächst stromlosen Meßobjekt verbunden werden, das an-
schließend einzuschalten ist.
Es wird empfohlen, bei Beginn der Arbeiten die 3 Bedienungs-
knöpfe mit Pfeilen auf Rechtsanschlag in ihre kalibrierte Stel-
lung zu drehen und die AUTO SET - Taste zu drücken.
Mit der roten Netztaste POWER wird das Gerät in Betrieb
gesetzt, dabei leuchten zunächst mehrere Anzeigen auf. Dann
übernimmt das Oszilloskop Einstellungen, welche beim vor-
Änderungen vorbehalten
hergehenden Ausschalten vorlagen. Wird nach ca. 20 Sekun-
den Anheizzeit kein Strahl sichtbar, sollte die AUTO SET -
Taste betätigt werden. Anschließend wäre noch zu prüfen,
ob möglicherweise der INTENS - Einsteller nicht genügend
aufgedreht ist. Er wird durch AUTO SET nicht beeinflußt. Ist
die Zeitlinie sichtbar, wird am INTENS - Knopf eine mittlere
Helligkeit und am Knopf FOCUS die maximale Schärfe ein-
gestellt. Dabei sollte die Eingangskopplung auf GD (ground
= Masse) geschaltet sein. Der Eingang ist dann aufgetrennt,
damit eventuell am Eingang anliegende Signalspannungen
unbelastet bleiben; denn der sonst mit dem Eingang verbun-
dene Vertikalverstärker wird kurzgeschlossen. Damit ist si-
chergestellt, daß keine Störspannungen von außen die
Fokussierung beeinflussen können.
Zur Schonung der Strahlröhre sollte immer nur mit jener
Strahlintensität gearbeitet werden, die Meßaufgabe und
Umgebungsbeleuchtung gerade erfordern. Besondere Vor-
sicht ist bei stehendem, punktförmigen Strahl geboten. Zu
hell eingestellt, kann dieser die Leuchtschicht der Röhre be-
schädigen. Ferner schadet es der Kathode der Strahlröhre,
wenn das Oszilloskop oft kurz hintereinander aus- und ein-
geschaltet wird.
Strahldrehung TR
Trotz Mumetall-Abschirmung der Bildröhre lassen sich erd-
magnetische Einwirkungen auf die horizontale Strahllage nicht
ganz vermeiden. Das ist abhängig von der Aufstellrichtung
des Oszilloskops am Arbeitsplatz. Dann verläuft die horizon-
tale Strahllinie in Schirmmitte nicht exakt parallel zu den
Rasterlinien. Die Korrektur weniger Winkelgrade ist an einem
Potentiometer hinter der mit TR bezeichneten Öffnung mit
einem kleinen Schraubendreher möglich.
Tastkopf-Abgleich und Anwendung
Damit der verwendete Tastteiler die Form des Signals unver-
fälscht wiedergibt, muß er genau an die Eingangsimpedanz
des Vertikalverstärkers angepaßt werden. Ein im HM604-3
eingebauter Generator liefert hierzu ein Rechtecksignal mit
sehr kurzer Anstiegszeit (<4ns am 0,2V
quenzen von ca. 1kHz oder 1MHz. Das Rechtecksignal kann
den beiden konzentrischen Buchsen unterhalb des Bild-
schirms entnommen werden. Eine Buchse liefert 0.2V
für Tastteiler 10:1, die andere 2Vss für Tastteiler 100:1. Die-
se Spannungen entsprechen jeweils der Bildschirmamplitude
von 4cm Höhe, wenn der Eingangsteiler auf den Ablenk-
koeffizienten 5mV/cm eingestellt ist. Der Innendurchmesser
der Buchsen beträgt 4,9mm und entspricht dem (an Bezugs-
potential liegenden) Außendurchmesser des Abschirmrohres
von modernen Tastköpfen der Serie F (international verein-
heitlicht). Nur hierdurch ist eine extrem kurze Masse-
verbindung möglich, die für hohe Signalfrequenzen und eine
unverfälschte
Kurvenform-Wiedergabe
sinusförmigen Signalen Voraussetzung ist.
Abgleich 1kHz
Dieser C-Trimmerabgleich (NF-Kompensation) kompensiert
die kapazitive Belastung des Oszilloskop-Eingangs. Durch den
Abgleich bekommt die kapazitive Teilung dasselbe Teiler-
verhältnis wie die ohmsche Spannungsteilung. Dann ergibt
sich bei hohen und niedrigen Frequenzen dieselbe Spannungs-
teilung wie für Gleichspannung. Für Tastköpfe 1:1 oder auf
1:1 umgeschaltete Tastköpfe ist dieser Abgleich weder nö-
tig noch möglich. Voraussetzung für den Abgleich ist die Par-
allelität der Strahllinie mit den horizontalen Rasterlinien (sie-
he ,,Strahldrehung TR" ).
Tastteiler 10:1 oder 100:1 an den CH.I -Eingang anschließen,
dabei Oszilloskop auf Kanal I betreiben, Eingangskopplung
auf DC stellen, Eingangsteiler auf 5mV/cm und TIME/DIV.
Ausgang) und Fre-
ss
±1%
ss
von
nicht-
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