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Betriebsarten Der Vertikalverstarker. M10; Phasenvergleich Mit Lissajous-Figur. M10 - Hameg Instruments Hm305 Bedienungsanleitung

Inhaltsverzeichnis
Es wird darauf hingewiesen, da(J die Reihenfolge erst
1kHz-, dann 1 MHz-Abgleich einzuhalten ist, aber nicht
wiederholt werden mufJ, und daR. die Kalibrator-Frequen-
zen 1kHz und 1MHz nicht zur Zeit-Eichung verwendet
werden konnen. Ferner weicht das Tastverhaltnis vom
Wert 1:1 ab. Voraussetzung fur einen einfachen und
exaktenTastteilerabgleich(odereineAblenkkoeffizienten-
kontrolle) sind horizontale Impulsdacher, kalibrierte Impuls-
hohe und Nullpotential am negativen Impulsdach. Fre-
quenz und Tastverhaltnis sind dabei nicht kritisch.
Betriebsarten der Vertikalverstarker
Die gewunschte Betriebsart der Vertikalverstarker wird
mit den 3 Tasten im Y-Feld gewahit. Fur Mono-Betrieb
werden alle Tasten ausgerastet. Dann ist nur Kanal /
betriebsbereit.
Bei /Wono-Betrieb mit Kanal II ist die Taste CH I/ll zu
drucken. Diese Taste tragt unten die Bezeichnung TRIG. 1/
II, weil damit gleichzeitig die Kanalumschaltung der
Triggerung erfoigt.
Wird die Taste DUAL gedruckt, arbeiten beide Kanale. Bei
dieser Tastenstellung erfoigt die Aufzeichnung zweier Vor-
gange nacheinander (alternate mode). Die Signaibilder aus
beiden Kanaien werden zwar nur abwechseind einzein
dargestellt, sind aber bei schneller Zeitablenkung scheinbar
beide gleichzeitig sichtbar. Fur das Oszilloskopieren lang-
sam verlaufender Vorgange mit Zeitkoeffizienten>1 ms/cm
ist diese Betriebsart nicht geeignet. Das Schirmbild f limmert
dann zu stark, Oder es scheintzu springen. Druckt man noch
die Taste CHOP., werden beide Kanale innerhalb einer
Ablenkperiode mit einer hohen Frequenz standig umge-
schaltet (chop mode). Auch langsam verlaufende Vorgange
werden dann flimmerfreiaufgezeichnet. FurOsziliogramme
mit hohererFolgefrequenz ist diese Art der Kanalumschaltung
nicht sinnvoll.
Ist nur die TasteADD gedruckt, werden die Signale beider
Kanale algebraisch addiert (±1 ±11). Ob sich hierbei die
Summe Oder dieD/fferenzder Signalspannungen ergibt,
hangt von der Phasenlage bzw. Polung der Signale selbst
und von der Stellung der INVERT-Tasten ab.
Gleichphasige Eingangsspannungen:
Beide INVERT-Tasten ungedruckt = Summe.
Beide INVERT-Tasten gedruckt
= Summe.
Nur eine INVERT-Taste gedruckt = Differenz.
Gegenphasige Eingangsspannungen:
Beide INVERT-Tasten ungedrCickt = Differenz.
Beide INVERT-Tasten gedruckt
= Differenz.
Nur eine INVERT-Taste gedrQckt = Summe.
In der ADD-Betriebsart ist die vertikale Strahllage von der
Y-POS.-Einstellung beider Kanale abhangig. Das heifJt die
Y.POS.-Einstellung wird addiert, kann aber nicht mit
INVERT beeinflulSt werden.
Signalspannungen zwischen zwei hochliegenden Schal-
tungspunkten werden oft im Differenzbetrieb beider
Kanale gemessen. Als Spannungsabfall an einem bekann-
ten Widerstand lassen sich so auch Strome zwischen
zwei hochliegenden Schaltungsteilen bestimmen. Allge-
mein gilt, da(i bei der Darstellung von Differenzsignalen
die Entnahme der beiden Signalspannungen nur mit
Tastteilern absolut gleicher Impedanz und Teilung erfol-
gen darf. Fur manche Differenzmessungen ist es vorteil-
haft, die galvanisch mit dem Schutzleiter verbundenen
Massekabel beider Tastteiler nicht m\X dem MefSobjekt
zu verbinden. Hierdurch konnen eventuelle Brumm- oder
Gleichtaktstorungen verringert werden.
XY-Betrieb
(nur im Analogbetrieb)
Fur Xy-Befrieb wird die Taste XY im X-Feld betatigt. Falls
sich das Oszilloskop im Digitalbetrieb befindet, erfoigt
dadurch automatisch die Umschaltung auf den Analog¬
betrieb. Die LED(s) im Speicher-Bedienfeld leuchten dann
nicht mehr.
Das X-Signal wird uber den Eingang von Kanal//zugefuhrt.
Eingangsteiler und Feinregler von Kanal II werden im
XY-Betrieb fiir dieAmplitudeneinsteliung in X-Richtung
benutzi. Zur horizontalen Positionseinstellung ist aber der X-
POS.-Reglerzu benutzen. DerPositionsreglervon Kanal II ist
im XY-Betrieb abgeschaltet. Max. Empfindlichkeit und Ein-
gangsimpedanz sind nun in beiden Ablenkrichtungen gleich.
Die TasteX-MAG. (xIO) fOr die Dehnung der Zeitlinie sollte
dabei nicht gedruckt sein. Bei Messungenim XY-Betrieb ist
sowohl die obere Grenzfrequenz (-3dB) des X-Verstar-
kers, als auch die mit hoheren Frequenzen zunehmende
Phasendifferenz zwischen X und Y zu beachten (siehe
Datenblatt). Eine Umpolung des X-Signals mit der INVERT
CH 11-Taste von Kanal II ist nicht moglich!
Der XY-Betrieb mit Lissajous-Figuren erleichtert oder
ermoglicht gewisse MeSaufgaben:
- Vergleich zweier Signale unterschiedlicher Frequenz
Oder Nachziehen der einen Frequenz auf die Frequenz
des anderen Signals bis zur Synchronisation. Das gilt
auch noch fur ganzzahlige Vielfache oder Teile der
einen Signalfrequenz.
- Phasenvergleich zwischen zwei Signalen gleicher Fre¬
quenz.
Phasenvergleich mit Lissajous-Figur
Die folgenden Bilder zeigen zwei Sinus-Signale gleicher
Frequenz und Amplitude mit unterschiedlichen Phasen-
winkeln.
M 10
Anijerungen vorbehalten
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