Herunterladen Inhalt Inhalt Diese Seite drucken

Betriebsarten Der Vertikalverstarker - Hameg Instruments Hm604-2 Bedienungsanleitung

Vorschau ausblenden Andere Handbücher für HM604-2:
Inhaltsverzeichnis
Hierzu wird die entsprechende Schaltung eingangsseitig
liber einen geeigneten Tastkopf aus einer der CAL.-
Buchsen des HM604 versorgt. Die Frequenz (1kHz oder
1MHz) ist wahlbar. 1st der Schaltungseingang hochohmig
(1 M£21 i 15-50pF), erhalt man am Eingang der Schaltung (=
BNC-Stecker-Ausgang des Tastteilers) eine der Teilung
entsprechende Spannung (10:1 A 20mVss; 100:1 A eben-
falls 20mVss, beim 2V-Ausgang). Geeignet sind dazu die
HAMEG-Typen HZ51, 52, 53 und 54. Ist der Schaltungs¬
eingang niederohmig (z.B. 50Q), kann ein Tastkopf 1:1
verwendet werden. Dieser muft aber wirklich mit 50£2
abgeschlossen werden. Geeignet sind die HAMEG-Ty¬
pen HZ50 und 54. Letzterer muft auf 1:1 umgeschaltet
und sein HF-Trimmer unter der Isolierkappe des BNC-
Steckers auf Linksanschlag gestelit werden. Am
Schaltungseingang erhalt man dann (an 50Q) beim HZ50
ca. 40mVss, beim HZ54 ca. 24mVss, wenn der Tastkopf in
der CAL.-Buchse 0.2V steckt. Die hier angegebenen
Spannungswerte haben eine groftere Toleranz als 1%,
weil der Betrieb 1:1 bei 50H-Belastung ganz ungewohn-
lich ist. Eine Benutzung der CAL.-Buchse 2V unter den
gleichen Umstanden ist nur mit dem HZ54 moglich. Dann
erhalt man ca. 190mVss an 50Q, allerdings mit etwa
verdoppelter Anstiegszeit. Genauere Spannungswerte
im Betrieb 1:1 sind sofort mit dem HM604 meftbar, wenn
direkt zwischen dem BNC-Stecker-Ausgang des Tast-
kopfes und dem Y-Eingang des Oszilloskops ein 50Q-
Durchgangsabschluft HZ22 geschaltet ist.
Betriebsarten der Vertikalverstarker
Die gewunschte Betriebsart der Vertikalverstarker wird
mit den 3 Tasten im Y-Feld gewahlt. Bei /Wono-Betrieb
stehen alle heraus. Dann ist nur /Cana//betriebsbereit. Bei
/Wono-Betriebmit /Cana///istdieTasteCHI/ll-TRIG.I/llzu
drucken.
Wird dieTaste DUALgedruckt, arbeiten beide Kanale. Bei
dieser Tastenstellung erfolgt die Aufzeichnung zweier
Vorgange nacheinander (alternate mode). Fur das
Oszilloskopieren sehr langsam verlaufender Vorgange ist
diese Betriebsart nicht geeignet. Das Schirmbild flimmert
dann zu stark, oder es scheint zu springen. Druckt man
noch die Taste ADD, werden beide Kanale wahrend einer
Ablenkperiode mit einer hohen Frequenz standig umge¬
schaltet (chop mode). Diese Betriebsart wird auf der
Frontplatte, durch die Verbindung der Tasten DUAL und
ADD, mit CHOP, gekennzeichnet. Sie ermoglicht die
gleichzeitige, flimmerfreie Darstellung von langsam ab-
laufenden Vorgange. Fur Oszillogramme mit hoherer
Folgefrequenz ist die Betriebsart dual/alternierend vorzu-
ziehen.
Ist nur dieTaste ADD gedruckt, werden die Signale beider
Kanale addiert (I + II = Summendarstellung). Da beide
Kanale unabhangig voneinander invertiert werden kon-
nen, sind auch Darstellungen der Differenz (-1 + II bzw. +1
- II) moglich. In diesen Betriebsarten ist die vertikale
Position des Schirmbildes von den Y-POS.-Reglern bei¬
der Kanale abhangig.
Signalspannungen zwischen zwei hochliegenden Schal-
tungspunkten werden oft im
Differenzbetrieb
beider
Kanale gemessen. Als Spannungsabfall an einem bekann-
ten Widerstand lassen sich so auch Strome zwischen
zwei hochliegenden Schaltungsteilen bestimmen. Allge-
mein gilt, daft bei der Darstellung von Differenzsignalen
die Entnahme der beiden Signalspannungen nur mit
Tastteilern absolut gleicher Impedanz und Teilung erfol-
gen darf. Fur manche Differenzmessungen ist es vorteil-
haft, die Massekabel beider Tastteiler
nicht
mit dem
Meftobjekt zu verbinden. Hierdurch konnen eventuelle
Brumm- oder Gleichtaktstorungen verringert werden.
XY-Betrieb
Fur
XY-Betrieb
wird die Taste X-Y im X-Feld betatigt. Das
X-Signal wird uber den Eingang von
Kanal
//zugefuhrt.
Eingangsteiler und Feinregler von Kanal II werden im
XY-Betrieb fur die Amplitudeneinstellung in X-Rich-
tung benutzt
Zur horizontalen Positionseinstellung ist
aber der X-POS.-Regler zu benutzen. Der Positionsregler
und Invertierungsschalter von Kanal II sind im XY-Betrieb
unwirksam. Max. Empfindlichkeit und Eingangsimpedanz
sind nun in beiden Ablenkrichtungen gleich. Der X-
Dehnungsschalter X MAG. xIO sollte dabei nicht ge¬
druckt sein. Die Grenzfrequenz in X-Richtung betragt ca.
5 MHz (-3dB). Jedoch ist zu beachten, daft schon ab 50
kHz zwischen X und Y eine merkliche, nach hoheren
Frequenzen standig zunehmende Phasendifferenz auf-
tritt. DasY-Signal kann mitTaste INVERT (Kanal I) umgepolt
werden.
Der
XY-Betrieb mit Lissajous-Figuren
erleichtert oder
ermoglicht gewisse Meftaufgaben:
- Vergleich zweier Signale unterschiedlicher Frequenz
oder Nachziehen der einen Frequenz auf die Frequenz
des anderen Signals bis zur Synchronisation. Das gilt
auch noch fur ganzzahlige Vielfache oder Teile der
einen Signalfrequenz.
- Phasenvergleich zwischen zwei Signalen gleicher Fre¬
quenz.
Phasenvergleich mit Lissajous-Figur
Die folgenden Bilder zeigen zwei Sinus-Signale gleicher
Frequenz und Amplitude mit unterschiedlichen Phasen-
winkeln.
Die Berechnung des Phasenwinkels oder der Phasenver-
schiebung zwischen den X- und Y-Eingangsspannungen
(nach Messung der Strecken a und b am Bildschirm) ist
mit den folgenden Formeln und einem Taschenrechner
mit Winkelfunktionen ganz einfach und ubrigens
unab¬
hangig von den Ablenkamplituden
aufdemBildschirm.
Ml 0 604-2
Anderungen vorbehalten
Inhaltsverzeichnis
loading

Inhaltsverzeichnis