Inhaltsverzeichnis Oszilloskop-Datenblatt mit technischen Einzelheiten Bedienungsanleitung Allgemeine Hinweise .......... M 1 Aufstellung des Gerätes ........M 1 Sicherheit ............M 1 Betriebsbedingungen ......... M 2 Garantie .............. M 2 Wartung ............. M 2 Oszilloskop Schutz-Abschaltung ..........M 2 Netzspannung ............ M 2 HM 303 Art der Signalspannung ........
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The HAMEG GmbH / HAMEG S.a.r.l herewith declares conformity of the product HAMEG GmbH / HAMEG S.a.r.l déclare la conformite du produit Bezeichnung / Product name / Designation: Oszilloskop/Oscilloscope/Oscilloscope HM303-4 Typ / Type / Type: mit / with / avec: Optionen / Options / Options: mit den folgenden Bestimmungen / with applicable regulations / avec les directives suivantes EMV Richtlinie 89/336/EWG ergänzt durch 91/263/EWG, 92/31/EWG...
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Technische Daten Vertikal-Ablenkung Betriebsarten: Kanal I oder II einzeln, Kanal I und Kanal II alternierend oder chop., (Chopperfrequenz ca. 0,5MHz) Summe oder Differenz von KI und KII, (beide Kanäle invertierbar), XY-Betrieb: über Kanal I und Kanal II Frequenzbereich: 2xDC bis 30MHz (−3dB) Anstiegszeit: <12ns Überschwingen: ≤...
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ZUBEHÖR OSZILLOSKOPE HZ 56 Gleich-/Wechselstrom-Meßzange Das Prinzip dieser Gleich-/Wechselstrom-Meßzange basiert auf einem Halleffekt-Sensor. Über einen weiten Frequenzbereich sind Ströme von 1mA bis 30A Spitzenwert messbar. Auch bei komplexen Kurvenformen wird eine hohe Meßgenauigkeit er- reicht. Die Spannung am Ausgang ist proportional zum gemesse- nen Strom und ideal zur Darstellung auf einem Oszilloskop geeig- net.
Bedienungsanleitung Symbole Sicherheit Bedienungsanleitung beachten Dieses Gerät ist gemäß VDE 0411 Teil 1, Sicherheits- Hochspannung bestimmungen für elektrische Meß-, Steuer-, Regel- Erde und Laborgeräte , gebaut und geprüft und hat das Werk in sicherheitstechnisch einwandfreiem Zustand verlas- Allgemeines sen. Es entspricht damit auch den Bestimmungen der europäischen Norm EN 61010-1 bzw.
Betriebsbedingungen kann Brennspiritus oder Waschbenzin (Petroleumäther) Der zulässige Umgebungstemperaturbereich während benutzt werden. Die Sichtscheibe darf nur mit Wasser des Betriebs reicht von +10°C... +40°C. Während der oder Waschbenzin (aber nicht mit Alkohol oder Lösungs- Lagerung oder des Transports darf die Temperatur zwi- mitteln) gereinigt werden, sie ist dann noch mit einem schen -40°C und +70°C betragen.
Art der Signalspannung nungspegel überlagert ist, die DC-Kopplung vorzuziehen. Andernfalls muß vor den Eingang des auf DC-Kopplung geschalteten Meßverstärkers ein entsprechend großer Der HM303 erfaßt praktisch alle sich periodisch wieder- holenden Signalarten, von Gleichspannung bis Wechsel- Kondensator geschaltet werden. Dieser muß eine genü- spannungen mit einer Frequenz von mindestens 30MHz gend große Spannungsfestigkeit besitzen.
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gend). Wird der Feinstellknopf nach links gedreht, Eingangs-Kopplungskondensator, für Gleichspannungen verringert sich die Empfindlichkeit in jeder Teilerschal- unwirksam. Gleichzeitig wird dann der Kondensator mit terstellung mindestens um den Faktor 2,5. So kann der ungeteilten Gleichspannung belastet. Bei Misch- jeder Zwischenwert innerhalb der 1-2-5 Abstufung ein- spannungen ist zu berücksichtigen, daß...
Zeitwerte der Signalspannung Länge einer Sinuswelle L = min. 4cm, max. 10cm, Frequenz F = 1kHz, In der Regel handelt es sich in der Oszilloskopie um zeitlich max. Zeitkoeffizient Z = 1:(4x10 ) = 0,25ms/cm, wiederkehrende Spannungsverläufe, im folgenden Peri- min.
Dabei ist t die gemessene Gesamtanstiegszeit, t das Kabel unmittelbar am Y-Eingang des Oszilloskops mit vom Oszilloskop (beim HM303 ca. 12ns) und t die des einem Widerstand gleich dem Kabel-Wellenwiderstand Tastteilers, z.B. = 2ns. Ist t größer als 100ns, kann die abzuschließen.
unabhängig. Impulse können Dachschräge zeigen, Gleich- stellbar. Er rastet am Rechtsanschlag in der Kalibra- spannungen werden unterdrückt − belasten aber den tionsstellung ein. Linksdrehung vergrößert den Zeitkoef- betreffenden Oszilloskop-Eingangskopplungskondensator. fizienten 2,5fach. Wird die Taste X-MAG. (x10) eingerastet, Dessen Spannungsfestigkeit ist max. 400V (DC + Spitze wird der Zeitkoeffizient um den Faktor 10 verringert.
nung kein größerer Schaden entstehen kann. Die Druck- bar, wenn sich diese Taste ungedrückt in der AT-Stellung tasten besitzen im wesentlichen nur Nebenfunktionen. (Automatische Triggerung) befindet. Erscheint nur ein Man sollte daher bei Beginn der Arbeiten darauf achten, Punkt (Vorsicht, Einbrenngefahr!), ist wahrscheinlich die daß...
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frequenzen und eine unverfälschte Kurvenform-Wiedergabe Anstiegszeit (typisch 4ns) und niederohmigem Ausgang von nicht-sinusförmigen Signalen Voraussetzung ist. (ca. 50Ω), der bei einer Frequenz von 1MHz eine Span- nung von 0,2V bzw. 2V abgibt. Der Kalibratorausgang des Abgleich 1kHz HM303 erfüllt diese Bedingungen, wenn die CAL.-Taste gedrückt ist (1MHz).
wiederholt werden muß, und daß die Kalibrator-Fre- Y.POS.-Einstellung wird addiert, kann aber nicht mit quenzen 1kHz und 1MHz nicht zur Zeit-Eichung ver- INVERT beeinflußt werden. wendet werden können. Ferner weicht das Tast- verhältnis vom Wert 1:1 ab. Voraussetzung für einen Signalspannungen zwischen zwei hochliegenden Schal- einfachen und exakten Tastteilerabgleich (oder eine tungspunkten werden oft im Differenzbetrieb beider...
(nach Messung der Strecken a und b am Bildschirm) ist für Amplitude und Zeitablenkung und der LEVEL-Knopf mit den folgenden Formeln und einem Taschenrechner benutzt werden. Beide Zeitlinien werden vor der Mes- mit Winkelfunktionen ganz einfach, und übrigens unab- sung mit den Y-POS.-Knöpfen auf die horizontale Raster- hängig von den Ablenkamplituden auf dem Bildschirm, Mittellinie eingestellt.
keit von links nach rechts über den Bildschirm bewegt (Zeitablenkung). Im allgemeinen werden sich periodisch wiederholende Spannungsverläufe mit sich periodisch wiederholender Zeitablenkung dargestellt. Um eine "stehende" auswert- Figur 1 bare Darstellung zu erhalten, darf der jeweils nächste Spektrumsamplituden und -frequenzen bei AM (m = 50%) Start der Zeitablenkung nur dann erfolgen, wenn die gleiche Position (Spannungshöhe und Flankenrichtung) Das Bild der amplitudenmodulierten HF-Schwingung...
gen zwischen 1 : 1 und 100 : 1 ändern, ohne daß die ten Spannungswerten nichts zu tun. Die positive Flanken- Triggerung ausfällt. richtung kann auch im negativen Teil einer Signalkurve liegen. Eine fallende Flanke (Minuszeichen) löst die Triggerung Es ist dabei unter Umständen erforderlich, daß der LEVEL- sinngemäß...
folgt die Darstellung unstabil bzw. ungetriggert, da dann der Zeilensynchronimpuls-Triggerung Bildinhalt die Triggerung auslöst. Zur Zeilentriggerung muß sich der TIME/DIV.-Schalter im Bereich von .5ms/div. bis .1µs/div. befinden. Um einzel- Die Videosignaltriggerung sollte im Automatikbetrieb er- ne Zeilen darstellen zu können, ist die TIME/DIV.-Schalter- folgen.
den Oszilloskop-Eingang) angeschlossen werden. Zwi- 1. Das interne bzw. externe Triggersignal muß in ausrei- schen Stecker- und Kabel-Innenleiter ist ein kleiner Wi- chender Amplitude am Triggerkomparator anliegen. derstand von mindestens 100Ω einzubauen (Hoch- 2. Die Referenzspannung am Komparator (Triggerpunkt) frequenz-Entkopplung). Es kann zweckmäßig sein, auch muß...
Die Arbeitsweise ist aus folgenden Abbildungen ersichtlich. Komponenten-Test Der HM303 hat einen eingebauten Komponenten-Te- ster, der durch Drücken der COMP. TESTER-Taste sofort betriebsbereit ist. Der zweipolige Anschluß des zu prüfenden Bauelementes erfolgt über die zu- geordneten Buchsen (rechts unter dem Bildschirm). Bei gedrückter COMP.
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rechte Linie. Die Schrägstellung des Striches ist ein N-P-N Transistor Maß für den Widerstandswert. Damit lassen sich ohmische Widerstände zwischen 20 Ω Ω Ω Ω Ω und 4,7k Ω Ω Ω Ω Ω testen. Kondensatoren und Induktivitäten (Spulen, Drosseln, Trafowicklungen) bewirken eine Phasendifferenz zwi- schen Strom und Spannung, also auch zwischen den Pole: Ablenkspannungen.
Testplan Allgemeines Abbildung eines Rechtecksignals höherer Frequenz (ca. 1MHz). Bei normaler Helligkeit werden mit dem FOCUS- Dieser Testplan soll helfen, in gewissen Zeitabständen Regler die waagerechten Linien des Rechtecks auf die und ohne großen Aufwand an Meßgeräten die wichtig- bestmögliche Schärfe eingestellt. Die senkrechten Linien sten Funktionen des HM303 zu überprüfen.
abgeglichen sein, bzw. zu hohe Toleranzen haben. Gege- Zum Selbstbau benötigt man an elektrischen Bauteilen benenfalls ist die Kalibration des Vertikalverstärkers mit einen 1MΩ-Widerstand (±1%) und, parallel dazu, einen C- einer exakt bekannten Gleichspannung möglich (DC-Signal- Trimmer 3/15pF parallel mit etwa 12pF. Diese Parallel- ankopplung!).
Kontrolle Triggerung II oder beim Umschalten des TRIG.-Wahlschalters von AC auf DC eine wesentliche Änderung des Bildes sicht- Wichtig ist die interne Triggerschwelle. Sie bestimmt, ab bar sein. welcher Bildhöhe ein Signal exakt stehend aufgezeichnet wird. Beim HM303 sollte sie zwischen 3 und 5mm liegen. Eine Kontrolle der Netztriggerung (50-60Hz) in Stellung Eine noch empfindlichere Triggerung birgt die Gefahr des ~ des TRIG.-Wahlschalters ist mit einer netzfrequenten...
Komponenten-Tester s/div. − 0.1 ms/div. − 10kHz 0.1s/div. − 50 µs/div. − 20kHz Nach Druck auf die COMP.-TESTER-Taste muß bei offe- 50 ms/div. − 20 µs/div. − 50kHz ner COMP. TESTER-Buchse sofort eine horizontale Strahl- 20 ms/div. − 10 µs/div. − 100kHz linie von ca.
Service-Anleitung Allgemeines Größte Vorsicht ist beim Umgang mit der Strahl- Die folgenden Hinweise sollen dem Service-Techniker röhre geboten. Der Glaskolben darf unter keinen helfen, am HM303 auftretende Abweichungen von den Umständen mit gehärteten Werkzeugen berührt oder örtlich überhitzt (Lötkolben!) oder unterkühlt (Kälte- Solldaten zu korrigieren.
wird am Astigm.-Pot. 47kΩ die Schärfe der senkrechten werden, welches Hauptteil fehlerhaft ist. Als Hauptteile Linien korrigiert. In dieser Reihenfolge wird die Korrektur sind anzusehen: mehrmals wiederholt. Der Abgleich ist beendet, wenn sich mit dem FOCUS-Knopf allein keine Verbesserung der 1.
Kurzanleitung HM303 Inbetriebnahme und Voreinstellungen Gerät an Netz anschließen, Netztaste (oben rechts neben Bildschirm) drücken. Leuchtdiode zeigt Betriebszustand an. Gehäuse, Chassis und Meßbuchsen-Massen sind mit dem Netzschutzleiter verbunden (Schutzklasse I). Keine weitere Taste drücken. TRIG.-Wahlschalter auf AC. AT/NORM.-Taste nicht gedrückt. Eingangskopplungsschalter CHI auf GD. Am Knopf INTENS.
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(Kurzbeschreibung − Frontbild) Bedienungselemente HM 303 Element Funktion Element Funktion POWER Netz Ein/Aus; Leuchtdiode zeigt COMP. TESTER Einschaltung des Componenten- (Taste + LED-Anzeige) Betriebszustand an. (Drucktaste) Testers; ON = ein, OFF = aus. INTENS. Helligkeiseinstellung Y-POS.I Einstellung der vertikalen Position des (Drehknopf) für den Kathodenstrahl (Drehknopf)
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Allgemeine Hinweise zur CE-Kennzeichnung HAMEG Meßgeräte erfüllen die Bestimmungen der EMV Richtlinie. Bei der Konformitätsprüfung werden von HAMEG die gültigen Fachgrund- bzw. Produktnormen zu Grunde gelegt. In Fällen wo unterschiedliche Grenzwerte möglich sind, werden von HAMEG die härteren Prüfbedingungen angewendet. Für die Störaussendung werden die Grenzwerte für den Geschäfts- und Gewerbe- bereich sowie für Kleinbetriebe angewandt (Klasse 1B).