Maximale Signalfrequenz im Speicherbetrieb
Die hochste auswertbare Frequenz ist nicht exakt defi-
nierbar, da sie von der Signalform und der Darstellungs-
hdhe des Signals abhangt.
Wahrend ein rechteckfdrmiges Signal bezuglich seiner
Erkennbarkeit relativ geringe Anforderungen stellt, sind,
urn ein sinusfdrmiges von einem dreieckfdrmigen Signal
unterscheiden zu konnen, mindestens 10 Abtastungen/
Signalperiode erforderlich. Bei einer maximalen Abtastrate
von 40MS/S (Abtast-Zeitintervall 1 : 40x10"® Abtastungen
= 25ns) die in der 5ps/Div. Zeitbasisstellung vorliegt, ergibt
sich als hochste Signalfrequenz 4MHz (10 Abtastungen x
25ns = 250ns Periodendauer = 4MHz).
Der HM 305 erfafSt das Medsignal durch Echtzeit-Abta-
stung. Es besteht hinsichtlich der hochstmoglichen Signal¬
frequenz kein Unterschied zwischen sich periodisch wie-
derholenden und einmaligauftretenden Signalen. Die Echt-
zeit-Abtastung ist zur Erfassung von Einzelereignissen,
der wichtigsten Betriebsart eines Digital-Speicheroszillo-
skops, die einzig mogliche Aufzeichnungsart.
Bei der Darstellung sich periodisch wiederholender
Signale, die mit weniger als 10 Abtastungen/Signal-
periode aufgezeichnet werden, ist, wie erlautert, die
Signalform nicht mehr erkennbar. Unter derartigen Be-
dingungen kann es auch zur Darstellung sogenannter
Alias-Signale kommen, die in Bezug auf Form, Frequenz
und Amplitude nicht mit dem MeBsignal ubereinstim-
men. Ein 20MHz Sinussignal (Periodendauer 50ns) wur-
de z.B. als durchgehend waagerechte 0 Volt Linie darge-
stellt werden, wenn es mit 2 Abtastungen/Periode im
25ns Abstand jedesmal zufallig im Nulldurchgang abge-
tastet wird. Eine derartige Darstellung kann sofort er-
kannt werden, wenn auf Analog-Oszilloskop Betrieb
umgeschaltet wird.
Die Abbildung zeigt ein sinusfdrmiges Signal, welches in
der oberen Darstellung mit einer ausreichenden Abtast¬
rate (Zeitbasiseinstellung) aufgenommen wurde. Die un-
tere Darstellung zeigt eine der mdglichen Signal-
verfalschungen durch eine zu niedrige Abtastrate.
20ps/div.
2ms/div.
Vertikalverstarker-Betriebsarten
Prinzipiell kann der HIVI305 im Digitalspeicherbetrieb mit
den gleichen Betriebsarten arbeiten wie im analogen Be¬
trieb mit Zeitablenkung. Es konnen so dargestellt werden:
- Kanal I einzein,
- Kanal II einzein,
- Kanale I und 11 gleichzeitig,
- Summe der beiden Kanale,
- Differenz der beiden Kanale.
Abweichungen des
Speicherbetriebs (gegenuber dem
Analogoszilloskop-Betrieb) sind;
- Bei gedruckter Taste DUAL (gleichzeitige Signal-
darstellung beider Kanale) erfoigt die Aufnahme beider
Eingangs-Signale gleichzeitig, da jeder Kanal uber einen
A/D Wandler verfCigt. Die im Analog-Betrieb erforderli-
cheUmschaltung zwischen gechopptem bzw. alternie-
rendem Betrieb entfallt daher. Das Drucken der Taste
CHOP, bleibt ohne Wirkung.
- Die alternierende Triggerung ist unwirksam.
- Wegen der hohen Wiederholfrequenz (ca. 400Hz) der
Bilddarstellung kann Flackern nicht auftreten.
HAMEG-Schnittstelle
Uber die, an der Ruckseite des HM305 befindliche,
25polige D-SUB Steckerkupplung konnen die im
Speicher befindlichen Signal-Daten zur Dokumen-
tation entnommen werden.
Zur Dokumentation konnen zur Zeit folgende Gerate
eingesetzt werden:
1. Der HAMEG Graphik-Printer HD148 mit Drucker-
AnschluBkabel HZ84-2.
2. Der HAMEG Multifunktions-Bus H079-5.
Die Dokumentation erfoigt mit dem Graphik-Printer HD148
ohne ein zusatzliches Interface. Dabei wird das im
Speicherbetrieb aufgenommene Signal als "Hardcopy" auf
Thermopapier dokumentiert.
Die mit dem Oszilloskop mogliche X-Dehnung (analog) wird
nicht berOcksichtigt, da der Graphik-Printer uber eigene
Dehnungsmoglichkeiten verfugt. Genauere Informationen
sind der Bedienungsanleitung des Graphik-Printers zu
entnehmen.
Der extern anschlieBbare Multifunktions-Bus H079-5
bietet eine Vielzahl von unterschiedlichen Dokumenta-
tionsmoglichkeiten.
Am Interface H079-5 stehen 3 Ports zur Verfugung:
PRINTER (25polige D-SUB Buchse) zum Anschlud von
Drucker mit CENTRONICS-AnschluU.
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