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Hameg Instruments HM305 Bedienungsanleitung Seite 14

Inhaltsverzeichnis
moglich, die fur hohe Signalfrequenzen und eine unver-
falschte Kurvenform-Wiedergabe von nicht-sinusformigen
Signalen Voraussetzung ist.
Abgleich 1kHz
DieserC-Trimmerabgleich (NF-Kompensation) kompen-
siert die kapazitive Belastung des Oszilloskop-Eingangs.
Durch den Abgleich bekommt die kapazitive Teilung
dasselbe Teilerverhaltnis wie die ohmsche Spannungs-
teilung. Dann ergibt sich bei hohen und niedrigen Fre-
quenzendieselbeSpannungsteilungwiefurGleichspan-
nung. Fur Tastkopfe 1:1 Oder auf 1:1 umgeschaltete
Tastkopfe ist dieser Abgleich weder nbtig noch mog¬
lich. Voraussetzung fur den Abgleich ist die Parallelitat
der Strahllinie mit den horizontalen Rasterlinien (siehe
,,Strahldrehung TR").
Tastteiler 10:1 oder 100:1 an den CH.I-Eingang anschlie-
(Sen, keine Taste drucken, Eingangskopplung auf DC
stellen, Eingangsteilerauf5mV/cmundTIME/DIV.-Schal-
ter auf 0.2ms/cm schalten (beide Feinregler in Kalibra-
tionsstellung CAL.), Tastkopf in die entsprechende CAL.-
Buchse einstecken (Teiler 10:1 in Buchse 0.2Vpp, 100:1
in Buchse 2Vpp)
1kHz
Auf dem Bildschirm sind 2 Wellenzuge zu sehen. Nun ist
der NF-Kompensationstrimmerabzugleichen, dessen Lage
der Tastkopfinformation zu entnehmen ist. Mit dem bei-
gegebenen Isolierschraubendreher ist der Trimmer so
abzugleichen, bis die oberen Dacher des Rechtecksignals
exakt parallel zu den horizontalen Rasterlinien stehen
(siehe Bild 1 kFIz). Dann sollte die Signalh6he4cm ±1,2mm
(= 3%) sein. Die Signalflanken sind in dieser Einstellung
unsichtbar.
Abgleich 1MHz
Ein HF-Abgleich ist bei den Tastkopfen HZ51, 52 und 54
moglich. Diesebesitzen Resonanz-Entzerrungsglieder(R-
Trimmer in Kombination mit Spulen und Kondensatoren),
mit denen es moglich ist, den Tastkopf auf einfachste
Weise im Bereich der oberen Grenzfrequenzdes Vertikal-
verstarkers optimal abzugleichen. Nach diesem Abgleich
erhalt man nicht nur die maximal mogliche Bandbreite im
Tastteilerbetrieb, sondernaucheineweitgehendkonstan-
te Gruppenlaufzeit am Bereichsende. Dadurch werden
Einschwingverzerrungen (wie Oberschwingen, Abrun-
dung, Nachschwingen, Locher oder Flocker im Dach) in
der Nahe der Anstiegsflanke auf ein Minimum begrenzt.
Die Bandbreite des Oszilloskops wird also bei Benutzung
der Tastkopfe F(Z51, 52 und 54 ohne Inkaufnahme von
Kurvenformverzerrungen voll genutzt. Voraussetzung fur
diesen F(F-Abgleich ist ein Rechteckgenerator mit kleiner
Anstiegszeit (typisch 4ns) und niederohmigem Ausgang
(ca. 50Q), derbeieinerFrequenzvon 1 MFIzeineSpannung
vonO,2Vbzw. 2Vabgibt. DerKaiibratorausgangdesFIM305
erfullt diese Bedingungen, wenn die CAL.-Taste gedruckt
ist (1 MFIz).
Tastkopfe des Typs HZ51, 52 oder 54 an den CH.I-Eingang
anschliefJen, nur Kalibrator-Taste 1MHz drucken, Eingangs¬
kopplung auf DC, Eingangsteiler auf 5mV/cm und TIME/
DIV.-Schalter auf O.lps/cm stellen (beide Feinregler in
KalibrationsstellungCAL.). Tastkopf in Buchse0.2Veinstek-
ken. Auf dem Bildschirm ist ein Wellenzug zu sehen, dessen
Rechteckflanken jetzt auch sichtbar sind. Nun wird der HF-
Abgleich durchgefuhrt. Dabei sollte man die Anstiegsflanke
und die obere linke Impuls-Dachecke beachten.
Auch die Lage der Abgleichelemente furdie HF-Kompensa-
tion ist der Tastkopfinformation zu entnehmen.
Die Kriterien fur den HF-Abgleich sind:
- Kurze Anstiegszeit, also eine steile Anstiegsflanke.
- Minimales Oberschwingen mit moglichst geradlinigem
Dach, somit ein linearer Frequenzgang.
Die HF-Kompensation sollte so vorgenommen werden,
dais der Ubergang von der Anstiegsflanke auf das Recht-
eckdach weder zu stark verrundet noch mit Uberschwin-
gen erfoigt. Tastkopfe mit einem HF-Abgleichpunkt sind,
im Gegensatz zu Tastkopfen mit mehreren Abgleichpunkten,
naturgemalSeinfacherabzugleichen. Dafurbieten mehrere
HF-Abgleichpunkte den Vorteil, dalS sie eine optimalere
Anpassung zulassen.
Nach beendetem HF-Abgleich ist auch bei 1MHz die
Signalhohe am Bildschirm zu kontroliieren. Sie soil densel-
ben Wert haben wie oben beim 1 kHz-Abgleich angegeben.
richtig
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Abgleich
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1MHz
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Anderungen vorbehalten
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