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Holdoff-Zeit-Einstellung. Ml5 - Hameg Instruments Hm305 Bedienungsanleitung

Inhaltsverzeichnis
Stecker- und Kabel-Innenleiter ist ein kleiner Widerstand
von mindestens lOOtJ einzubauen (Hochfrequenz-
Entkopplung). Es kann zweckmafJig sein, auch die Spule
aulSen statisch abzuschirmen, wobei keine KurzschlufSwin-
dungen auftreten durfen. Durch Drehen der Spule in zwei
Achsrichtungen lessen sich Maximunn und Minimum am
MeSort feststellen.
AlternierendeTriggerungInur
im Analogbetrieb)
MitalternierenderTriggerung(TasteALT.gedruckt) kann
nur bei alternierendem DUAL-Betrieb auch von beiden
Kanalen gleichzeitig intern getriggert werden. Die beiden
Signalfrequenzen konnen dabei zueinander asynchron
sein; allerdings kann die Phasendifferenz nicht mehr
ermittelt werden. ZurVermeidungvonTriggerproblemen,
bedingt durch Gleichspannungsanteile, ist AC-Eingangs-
kopplung fur beide Kanale empfehlenswert.
Die interneTriggerquelle wird bei alternierenderTriggerung
entsprechend der alternierenden Kanalumschaltung nach
jedem Zeitablenkvorgang umgeschaltet. Daher muft die
Amplitude beider Signale fur die Triggerung ausreichen.
Mit der Umschaltung auf alternierende Triggerung wird
von automatischer Spitzenwert-Triggerung intern auf au-
tomatische Triggerung geschaltet.
Externe Triggerung
Durch Drucken der Taste EXT. wird die interne Triggerung
abgeschaltet. Uber die BNC-Buchse TRIG. INP. kann jetzt
extern getriggert werden, wenn dafur eine Spannung von
0,3Vss bis 3Vss zur Verfugung steht, die synchron zum
MefJsignal ist. Diese Triggerspannung darf durchaus eine
vollig andere Kurvenform als das MelSsignal haben. Die
Triggerung ist in gewissen Grenzen sogar mit ganzzahligen
Vielfachen Oder Teilen der Medfrequenz moglich; Phasen-
starrheit ist allerdings Bedingung. Es ist aber zu beachten,
dafJMeUsignal und Triggerspannung trotzdemeinen Phasen-
winkel aufweisen konnen. Ein Phasenwinkel von z.B 180°
wirkt sich dann so aus, da(S trotz ungedruckter SLOPE-
Taste (steigende Flanke lost die Triggerung aus) die Darstel-
lung des MelSsignals mit einer negativen Flanke beginnt.
Auch bei externer Triggerung wird die Triggerspannung
uber die Triggerkopplung gefuhrt. Der einzige Unterschied
zur internen Triggerung besteht darin, da(J die Ankoppiung
der Triggerspannung uber einen Kondensator erfoigt. Da-
mit betragt bei alien Triggerkopplungsarten die untere
Grenzfrequenz ca. 20Hz.
Die Eingangsimpedanz der Buchse TRIG. IMP. liegt bei
etwa 10OkQ I110pF. Die maximale Eingangsspannung ist
100V (DC+Spitze AC).
Triggeranzeige
Im X-Feld (Zeitbasis) befindet sich auch eine mit TR
bezeichnete LED. Sie leuchtet sowohl bei automatischer
als auch bei Normaltriggerung auf, wenn folgende Bedin-
gungen erfullt werden:
1. Das interne bzw. externe Triggersignal muU in ausrei-
chender Amplitude am Triggerkomparator aniiegen.
2. Die Referenzspannung am Komparator (Triggerpunkt)
mull es ermoglichen, da(S Signalflanken den Trigger-
punkt unter- und uberschreiten.
Dann stehen Triggerimpulse am Komparatorausgang fur
den Start der Zeitbasis und fur die Triggeranzeige zur
Verfugung.
Die Triggeranzeige erleichtert die Einstellung und Kon-
trolle der Triggerbedingungen, insbesondere bei sehr
niederfrequenten (Normaltriggerung verwenden) Oder
sehr kurzen impuisformigen Signalen.Die triggeraus-
losenden Impulse werden durch die Triggeranzeige ca.
100ms lang gespeichert und angezeigt. Bei Signalen mit
extrem langsamer Wiederholrate ist daher das Aufleuch-
ten der LED mehr Oder weniger impulsartig. AuISerdem
blitzt dann die Anzeige nicht nur beim Start der Zeitab-
lenkung am linken Biidschirmrand auf, sondern - bei
Darstellung mehrerer Kurvenzuge auf dem Schirm - bei
jedem Kurvenzug.
Holdoff-Zeiteinstellung (nur im Analogbetrieb)
Wenn bei auSerst komplizierten Signalgemischen auch
nach mehrmaligem gefuhivollen Durchdrehen desLEVEL-
Knopfes bei Normaltriggerung kein stabiler Triggerpunkt
gefunden wird, kann in vielen Fallen der Bildstand durch
Betatigung des HOLD OFF-Knopfes erreicht werden. Mit
dieser Einrichtung kann die Sperrzeit der Triggerung zwi-
schen zwei Zeit-Ablenkperioden im Verhaltnis von ca. 10:1
kontinuierlichvergrofSert werden. Triggerimpulse die inner-
halb dieser Sperrzeit auftreten, konnen den Start der Zeit¬
basis nicht auslosen. Besonders bei Burst-Signaien Oder
aperiodischen Impuisfolgen gleicher Amplitude kann der
Beginn derTriggerphase dann auf den jeweils gunstigsten
Oder erforderlichen Zeitpunkt eingestellt werden.
Ein stark verrauschtes oder ein durch eine hohere
Frequenz gestortes Signal wird manchmal doppeit
dargestellt. Unter Umstanden laBt sich mit derLEVEL-
Einstellung nur die gegenseitige Phasenverschie-
bung beeinfiussen, aber nicht die Doppeldarstellung.
Die zur Auswertung erforderliche stabile Einzeldar-
stellung des Signals ist aber durch die Vergrdlierung
der HOLD OFF-Zeit leicht zu erreichen. Hierzu ist der
HOLD OEE-Knopf langsam nach rechts zu drehen, bis
nur noch ein Signal abgebildet wird.
Eine Doppeldarstellung ist bei gewissen Impulssignalen
moglich, bei denen die Impulse abwechseind eine kleine
Differenz der Spitzenamplituden aufweisen. Nur eine
ganzgenaueLEVEL-Einstellungermoglichtdie Einzeldar-
stellung. Der Gebrauch des HOLD OFF-Knopfes verein-
facht auch hier die richtige Einstellung.
Nach Beendigung dieser Arbeit sollte der HOLD OFF-
Regler unbedingt wieder auf Linksanschlag zuruckgedreht
werden, weilsonstu.U. die Bildhelligkeitdrastischreduziert
ist.
Anderungen vorbehalten
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